Kapo Zürich

02. Dezember 2014 13:26; Akt: 03.12.2014 15:05 Print

Statt Drogenschnelltests gibts den Pupillen-Check

Die Zürcher Kantonspolizei hat Drogenschnelltests zur Erkennung von fahrunfähigen Lenkern abgeschafft. Stattdessen schauen die Polizisten den Fahrern tief in die Augen.

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Drogentests haben bei der Kantonspolizei Zürich ausgedient. Man vertraut auf die eigenen Leute. (Bild: Keystone/Arno Balzarini)

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Das neue Konzept sei zwar «nicht wahnsinnig spektakulär», es leiste aber einen wichtigen Beitrag zu mehr Verkehrssicherheit, sagte Verkehrspolizei-Chef Frank Schwammberger an einer Medienkonferenz vom Dienstag. In der zweijährigen Versuchsphase habe sich das neue Verfahren bewährt.

Aufgrund der sehr hohen Zuverlässigkeit habe die Kantonspolizei vor einem Monat definitiv auf das neue Konzept umgestellt. Alkoholschnelltests kommen allerdings weiterhin zur Anwendung.


Polizisten notieren Beobachtungen minutiös

Die wichtigsten illegalen Drogen seien durch die bisher durchgeführten Drogenvortests zwar erkannt worden, nicht aber viele der neuen Partydrogen. Es seien wohl auch viele fahrunfähige Fahrzeuglenkende unentdeckt geblieben, die wegen Medikamenten oder Krankheiten nicht in der Lage waren, ihr Fahrzeug sicher zu lenken.

Neu beobachten die speziell geschulten Polizisten und Polizistinnen die Fahrzeuglenkenden und ihr Verhalten und dokumentieren die Wahrnehmungen minutiös in einem Auswertungsbogen. Sie beurteilen die Anfahrt und die Reaktion der Lenkenden auf Haltezeichen und bei einem Gespräch Sprache, Verhalten und Gesprächsinhalt.

Gang und Pupillen werden kontrolliert

Zudem können sie beispielsweise die Pupillenreaktion bei Lichteinfluss kontrollieren und jemanden aussteigen lassen, um den Gang zu beurteilen. Innert weniger Minuten erhielten die Kontrollierenden genügend Hinweise, um zu entscheiden, ob sie die Weiterfahrt untersagen und durch die Staatsanwaltschaft eine Blut-/Alkoholprobe anordnen lassen, sagte Schwammberger.

Das Protokoll ist die zentrale Grundlage für die Beurteilung durch das Institut für Rechtsmedizin der Universität Zürich. Irrelevant sei es für die Polizei, welche Ursache eine allfällige Fahrunfähigkeit haben könnte.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Eufemio Bernasconi am 02.12.2014 13:40 Report Diesen Beitrag melden

    Polizeiwillkür

    ....womit der Polizeiwillkür Tür und Tor geöffnet wird oder will mir jemand weiss machen, die würden einem verkoksten Banker in seinem Luxusmerz die Weiterfahrt verwehren, wohl aber eher 2-3 Jungen, die vllcht gar nichts konsumiert haben, aber einfach lustig drauf sind und die Polizisten etwas veräppeln ohne sich strafbar zu machen.

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  • Nico am 02.12.2014 14:42 Report Diesen Beitrag melden

    Nichts als Ärger

    Das riecht nach Ärger. Ich nehme täglich 10 Tabletten da ich gesundheitliche Probleme habe. Mit wurde schon einmal für 9 Monate mein Ausweis entzogen weil meine Aerztin der Meinung war ich muss zu einem Verkehrspsychologischen Test um zu schauen ob ich mit meinen Medikamenten auch fahren kann. Mich hat das ganze 3500.- gekostet. Heute fahre ich wieder, jedoch zeigt ein Medikament positiv auf Amphetamin an. Ich sehe es schon kommen wenn ich in so eine Kontrolle komme, da nützen mir 17 Jahre Unfallfreies Fahren ohne Bussen auch nichts....

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  • W. Tell am 02.12.2014 14:24 Report Diesen Beitrag melden

    Polizeistaat ----> Diktatur

    Ich lasse mir ganz sicher nicht mit einer Taschenlampe in die Augen leuchten, ich will nicht das mein sehvermögen durch solche schickanen zerstört wird!!! Und auf diesen Willkürstaat Schweiz habe ich bald keine Lust mehr!!!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Kopf Schmerz am 03.12.2014 11:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schwachsinn

    Super, ich frage mich wie oft mir in zukunft noch vorgeworfen wird drogen konsumiert zu haben... Denn immer wenn ich kopfschmerzen habe, sind meine pupillen riesig und die reaktion ist dann auch nicht die beste - ich habe sicher 4tage/woche kopfschmerzen und schmerzmittel bewirken nichts, egal welcher wirkstoff >. Kiffen hilft habe aber damit aufgehört...

    • Reggaeshark am 03.12.2014 21:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Einfache Lösung

      Dann fahr nicht, wenn du Kopfschmerzen hast.

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  • anerom am 02.12.2014 23:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    zweifel

    der bisherige Drogenschnelltest ist sicher schneller und sicherer.

    • hans zimmermann am 03.12.2014 00:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      kosten

      ja dies simmt auch. aber weisst du was so einer kostet?? wenn der 90% nicht +anzeigt. wer zahlt dann?? steuern...?

    • Peter Thoma am 03.12.2014 08:15 Report Diesen Beitrag melden

      Kostenersparnis mit der neuen Methode?

      90% nicht + anzeigt? Es sind etwas zu viele Prozente... Was denkst Du? Ist die neue Methode günstiger als die Anwendung von Drogenschnelltests? Denke an die spezielle Ausbildung der Polizisten und auch, dass sie regelmässig geschult werden müssen, damit die korrekte Anwendung nicht in Vergessenheit gerät. Wer finanziert dies? Die wichtigere Frage ist, wer finanziert alle zusätzlichen Blutproben? Denn es wird mehr Blutproben geben, die vor allem negativ ausfallen, was mit einem Drogenschnelltest verhindert werden kann! Weisst Du was eine Blutprobe kostet? Übrigens, es gibt Studien darüber..

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  • murielle am 02.12.2014 23:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    zuerst informieren dann posten

    Den Taschenlampentest macht jeder Arzt, wenn er die Pupillenreaktion testen will. Also gemach. es passiert nichts Schädliches.

    • Stefan Bühler am 03.12.2014 09:48 Report Diesen Beitrag melden

      Ja Liebe

      Muriell, der ist Arzt, und hat auch das wissen dazu, mit was für einer Lampe (Spaltlampe)er in die Augen leuchten darf, und wie er dies machen kann. Polizisten mit ihren LED und Maglight lampen sind da völlig fehl am Platz. Im Übrigen : eine Spaltlampe kostet so ca 5 - 6000 Fr.

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  • Verena am 02.12.2014 22:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    nachtblindheit

    Mein Partner leidet unter Nachtblindheit, was zur Folge hat dass er immer nachts erweiterte Pupillen hat. Fahren darf er trotzdem. Mehrmahls wurden wir schon angehalten und gefragt ob er Cannabis konsumiert habe, was dann aber mit dem Schnelltest wiederlegt werden konnte. Die Polizisten konnten es selbst kaum glauben dass es sowas gibt. Wie soll in Zukunft auf soetwas reagiert werden?

    • hans zimmermann am 03.12.2014 00:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      geht schon

      blut entnahme oder haare sowie urin!!

    • Stefan Bühler am 03.12.2014 09:50 Report Diesen Beitrag melden

      @ Hr Zimmermann

      dann ist aber für die nächsten 6 Wochen schluss mit Autofahren, denn so lange geht es bis der Test ausgewertet und der Lappen wieder bei seinem Besitzer ist.

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  • Chris am 02.12.2014 20:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hoffen der funktioniert

    andere frage war zu lange am Pc war made hatters anscheinend rote auger und wurde auf Kannabis konsum angesprochen. Ich Hoffen Sie kennen den Interschied.

    • Rupert N. am 03.12.2014 06:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Müdigkeit ist...

      ...laut Gesetz ganz klar eine Beeinträchtigung der Fahrfähigkeit!

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