Aktionstag

28. September 2016 11:09; Akt: 28.09.2016 19:29 Print

Gegner der Sparpläne besetzten Uni-Lichthof

Mehrere hundert Personen haben in Zürich gegen die Sparpläne der Kantonsregierung demonstriert. Zuvor hatte es an mehreren Orten in der Stadt Aktionen gegeben.

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Schüler, Kindergärtnerinnen, Gewerkschafter, alle mit demselben Ziel: Die Sparpläne der Regierung aufzuhalten. Seit Jahren werde immer weiter abgebaut, sagte Katharina Prelicz-Huber, Präsidentin der Gewerkschaft vpod, in ihrer Ansprache am Mittwochabend auf dem Bürkliplatz.

«Das lassen wir uns nicht weiter bieten.» Abgebaut werde immer mit derselben Begründung. Das Budget sei im Defizit, heisse es jeweils. «Und fast immer endet die Rechnung dann im Plus.»

Das ganze Sparprogramm wäre ihrer Meinung ohnehin nicht notwendig, wenn in den vergangenen Jahren die Steuererleichterungen zugunsten der Reichen nicht gemacht worden wären.

Nach mehreren Ansprachen zogen die Demonstranten mit Fahnen und lauter Musik über das Stadthausquai bis zur Bahnhofstrasse und wieder zurück zum Bürkliplatz. Der Umzug war polizeilich bewilligt.

«Über Stocker und Steiner»

Die Demo war Teil des kantonalen Aktionstages «Abbau stoppen - gemeinsam gegen Sparpolitik», organisiert von einem Bündnis aus linken Parteien, Organisationen und Gewerkschaften.

Am Vormittag blockierten rund 50 Aktivisten des Schüler- und Studierendennetzwerks «Schluss mit Kürzen» den Eingang der Bildungsdirektion. «Über Stocker und Steiner gegen Sozialabbau» hiess es auf ihrem Transparent. Auch im Uni-Lichthof und auf dem ehemaligen Manifesta-Floss kam es zu Aktionen.

Der Aktionstag richtete sich gegen das Sparprogramm Leistungsüberprüfung 16, kurz Lü16. Damit will der Regierungsrat rund 1,6 Milliarden Franken einsparen.

(20M/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Kathy D. am 28.09.2016 10:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    LWZ erhalten

    das die Lehrwerstätten geschlossen werden ist wirklich skandalös und sowas von einem Schuss ins Knie! kommt dazu, dass das von den Medien kaum publiziert wird. hier wäre ein Übungsfeld für die SP, qualitativ hochwertige Lehrstellen für zukünftige Steuerzahler erhalten - aber die heutigen Cüplisozialisten werfen sich für schweizer Lehrlinge nicht vor die Kamera, die importieren lieber Fachkräfte...

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  • Student am 28.09.2016 12:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Arbeiten

    War selber an der Uni als sie diese Aktion abgezogen haben. Die glauben wirklich dass das Geld auf Bäumen wächst. Geht lieber arbeiten anstatt solchen Unsinn zu veranstalten

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  • Beatrix am 28.09.2016 11:14 Report Diesen Beitrag melden

    Kindsgi

    Jöö, die Linken machen wieder mal ein Kindsgizügli und besetzen ein Haus. Werdet endlich einmal trocken und geht arbeiten, statt der restlichen Bevölkerung auf der Tasche zu liegen ! Ich hoffe doch sehr, dass das Polizeiaufgebot nicht zulasten des Steuerzahlers geht. Ich habe das nämlich mehr als satt. Auch hier muss das Verursacherprinzip gelten.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Heinrich Zimmermann am 30.09.2016 06:51 Report Diesen Beitrag melden

    Wir lieben Sparen

    Ich weiss nicht, was soll das denn, an und Rentnern wird doch auch gespart Jungens, seid nicht so wehleidig.

  • Daniel Lorenzi am 28.09.2016 23:33 Report Diesen Beitrag melden

    Wir sind alle zusammen hier

    Da ist in den Kommentaren ziemlich viel Ressentiments gegenüber Studierenden und Intellektuellen spürbar. Wir sind eine Gemeinschaft, in der die Verteilung der materiellen Güter für alle ein gutes Leben ermöglichen soll. Kürzungen bei den Lehrlingen, in den Schulen und auf den Buckeln der Behinderten, schafft nicht Entlastung, sondern neue Härtefälle. Da darf man sich schon Gedanken über die Geldverteilung machen. Wie war das? 2 Prozent der Bevölkerung besitzen soviel wie die restlichen 98 Prozent?!

    • Heinrich030 am 30.09.2016 06:53 Report Diesen Beitrag melden

      Nachdenken bitte, nicht 'studieren'.

      Ja toent ja gut, aber nach dem Studium dann das einzige Ziel, andere abzocken? (man hat ja schliesslich studiert)

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  • Dieter am 28.09.2016 22:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bildung tut not

    Habe Aktion an der Uni mitbekommen. Stand und Stellwände waren sehr dilettantisch. Dann Lautsprecher-Einsätze die nur laut waren. Das Ganze war völlig deplatziert und die Aktivisten merkten das nicht einmal. Ja, Bildung tut not!

  • Arbeiter am 28.09.2016 13:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Pah

    Mir egal dass die Studenten gegen die Schliessung der Lehrwerkstätte einer Schreinerei protestieren, ich werde mich niemals mit den Studenten versöhnen! Niemals!

    • Achtundsechzig am 28.09.2016 14:34 Report Diesen Beitrag melden

      Nicht spalten lassen.

      Zusammen könnte man aber was bewegen... Die Studenten sind nicht die, die von unserer Arbeit profitieren.

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  • Noldi Schwarz am 28.09.2016 13:00 Report Diesen Beitrag melden

    Perpetuum Mobile

    Zuerst die Kinder antiautoritär erziehen und dann Gelder für Sonderschulen fordern. Die Schweiz hat, pro Kopf gerechnet, weltweit das teuerste Bildungssystem. Daran und darin sind hauptsächlich linksorientierte Leute beteiligt, die um ihre bestbezahlten Jobs fürchten. Würden die Linken nicht immer mehr Staat fordern, stände genügend Geld für die tatsächlich wichtigen Dinge zur Verfügung.

    • lukas am 28.09.2016 13:26 Report Diesen Beitrag melden

      Definitionssache

      Das Bildungssystem bringt der Schweiz extrem viel, verstehe nicht warum dass so schwer zu kapieren ist. Ausser vlt die Abneigung der mehrheitlich linken Studenten. Was wichtig ist, definieren nicht sie sondern die Politik und die Bürger mit Initiativen und Referenden.

    • Kollekte am 28.09.2016 14:35 Report Diesen Beitrag melden

      Gemeingut

      Und es ist nicht nur das Bildungssystem, an dem gespart wird! Es ist der gesamte Service Public, der eigentlich rechtmässig uns gehört!

    • Heinrich am 30.09.2016 06:57 Report Diesen Beitrag melden

      Bildund statt Einbildung

      Genau, drum studieren so viele Jus, und Psychlogie, dass man dann später an die fetten Suppentöpfe gelangt. Wundervoller Profit.

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