Zürcher Obergericht

28. Oktober 2016 14:41; Akt: 28.10.2016 15:12 Print

Attacke beim Gassi-Gehen — Liebespaar verurteilt

Das Zürcher Obergericht hat eine Frau und deren Liebhaber wegen versuchten Mordes verurteilt. Sie soll ihn dazu gedrängt haben, ihren Ehemann bei einem Spaziergang zu attackieren.

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Sie wollten den Ehemann aus dem Weg räumen: Eine Frau soll ihren Liebhaber dazu gedrängt haben, ihren Ehemann bei einem Abendspaziergang in Illnau zu attackieren. Der Ehemann überlebte schwer verletzt.

Das Zürcher Obergericht verurteilte die Frau wegen versuchten Mordes zu einer Freiheitsstrafe von 16 Jahren. Ihr Liebhaber muss 13 Jahre hinter Gitter. Dies gab das Obergericht am Freitag in einer Medienmitteilung bekannt.

Mit Eisenstange geschlagen

Das Obergericht hat damit das Urteil der Vorinstanz korrigiert: Das Bezirksgericht hatte die beiden nicht wegen versuchten Mordes, sondern wegen versuchter Tötung schuldig gesprochen. Es hatte Freiheitsstrafen von elf und achteinhalb Jahren verhängt.

Zwei maskierte Männer hatten den Ehemann am 17. Januar 2013 auf einem Feldweg bei Illnau attackiert, als er sich mit seinem Hund auf einem Abendspaziergang befand. Sie schlugen ihm mit einer Eisenstange auf den Kopf und verletzten ihn mit einem Messer.

Lebensgefährlich verletzt

Laut damaliger Polizeimeldung zog sich der 37-Jährige lebensgefährliche Verletzungen zu. Er konnte sich noch nach Hause schleppen, wo seine Frau die Ambulanz rief.

Die Tat, die aus dem Nichts kam, blieb zunächst rätselhaft. Einen Raubüberfall schloss die Polizei aber von Beginn an aus, da die beiden Maskierten den Mann nicht bestohlen hatten.

(sda)