In Zürich

31. Oktober 2012 14:30; Akt: 31.10.2012 16:10 Print

Grösstes Schweizer Casino öffnet seine Tore

In Zürich heisst es bald: Faites vos jeux. Das Spielcasino wird eröffnet. Mit einer Fläche von 3000 Quadratmetern ist es das grösste der Schweiz. Pro Tag wird mit 1600 Gästen gerechnet.

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Im Ober-Gebäude in der Zürcher Innenstadt ist in den letzten elf Monaten das grösste Schweizer Spielcasino gebaut worden. Nach der Eröffnungsfeier vom Mittwochabend nimmt es am Donnerstag den Betrieb auf.

Pro Tag wird im Durchschnitt mit 1600 Spielerinnen und Spielern gerechnet, wie es an einer Medienorientierung vom Mittwoch hiess. Ihnen stehen auf einer Fläche von 3000 Quadratmetern 400 Glücksspielautomaten und 26 Spieltische für Roulette, Black Jack oder Poker zur Verfügung. Rund 15 Prozent der Gäste dürften Touristen sein.

Bis zu 20 000 Franken können laut Casinodirektor Michael Favrod am Roulettetisch gesetzt werden. Für Gäste, die mit hohen Einsätzen spielen, gebe es den «Club Privé», zu dem jedermann zugelassen werde.

Im ersten Betriebsjahr rechnet die Betreiberfirma Swiss Casinos Zürich AG mit einem Bruttospielertrag von 107 Millionen Franken. Davon müssten 66 Millionen als Spielbankenabgabe dem Bund abgeliefert werden, sagte Favrod. Der Vollbetrieb werde voraussichtlich 2015 erreicht, gemäss Businessplan ist für dann ein Spielertrag von 124 Millionen Franken budgetiert.

Ehemaliges Warenhaus umgebaut

In den Umbau des unter Denkmalschutz stehenden ehemaligen Warenhauses aus den 1930er-Jahren, das zuletzt als Bürogebäude genutzt wurde, haben die Casinobetreiber 47 Millionen Franken investiert. Allein die Spieltechnik kostete 15 Millionen Franken. 200 Kilometer Kabel wurden verlegt und etwa 400 000 LED-Lampen montiert, wie Projektleiter Erwin Cresta erläuterte.

Das Casino habe einen zeitlosen modernen Stil erhalten und kein Themen-Dekor, wie es in der amerikanischen Spielerstadt Las Vegas weit verbreitet sei. Gemäss Favrod wurden 213 Vollzeitstellen geschaffen. 60 Croupiers werden im Zürcher Casino an den Spieltischen im Einsatz sein, 15 von ihnen wurden neu ausgebildet.

Rundgang durch das neue Zürcher Casino (Video: 20 Minuten)
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Umsatzrückgang in Baden und Pfäffikon erwartet

Das bisher grösste Spielcasino der Schweiz in Baden AG rechnet durch die Konkurrenz in Zürich mit einer Umsatzeinbusse von 35 Prozent. Für die Spielbank in Pfäffikon SZ, die wie die neue in Zürich von Swiss Casinos betrieben wird, wird ein Umsatzrückgang von 20 Prozent erwartet.

Swiss-Casino-Verwaltungsratspräsident Peter Meier verwies vor den Medien auf die lange Geschichte des Projektes in Zürich. Erste Pläne stammen aus dem Jahr 1994. Als «Tiefschlag» bezeichnete Meier den Bundesratsentscheid von 2001, als Zürich bei der Vergabe von A- Konzessionen nicht berücksichtigt wurde.

Ursprünglich verfolgte Swiss Casinos ein Projekt am Flughafen Zürich. Für die neue Konzessionsrunde 2010 habe dann innert kurzer Zeit ein Standort in der Innenstadt gesucht werden müssen. Für die Swiss Casinos Holding AG bedeutet der neue Betrieb in Zürich laut Meier «eine Verdoppelung von Umsatz und Personal». Sie ist auch Allein-, Mehrheits- oder Minderkeitsaktionärin der Casinos in Pfäffikon SZ, Schaffhausen, St. Gallen, Bern und St. Moritz.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Vreneli Bohnenblust am 31.10.2012 14:55 Report Diesen Beitrag melden

    Wo ist der Pater Noster geblieben?

    Der gute alte Pater Noster, den ich aus meiner Kindheit her noch in diesem Gebäude kannte, hätte doch ganz gut zu der altbacken aussehenden Dekoration gepasst.

    einklappen einklappen
  • The Dude am 31.10.2012 15:15 Report Diesen Beitrag melden

    Widerspruch ole!

    Wer den Widerspruch findet darf ihn behalten: "Für Gäste, die mit hohen Einsätzen spielen, gebe es den «Club Privé», zu dem jedermann zugelassen werde." ps: der Teppisch ist wirklich zum würgen, den hätte der Dude sicher nicht zurückgeholt....

    einklappen einklappen
  • Russisch Roulette am 31.10.2012 14:37 Report Diesen Beitrag melden

    oje :-(

    sieht etwas eng und alt aus... beim anblick des teppichs bekommt man sogar augenkrebs... schade...

Die neusten Leser-Kommentare

  • Werner Obrecht am 02.11.2012 17:24 Report Diesen Beitrag melden

    Teppich von Irina Beller

    Der Teppich wurde von Irina Beller ausgesucht, das ist richtig - Insider

  • Thishi Spiller am 01.11.2012 22:24 Report Diesen Beitrag melden

    legerer

    Liebe Badener, macht Euch keine Sorgen. So lange man bei Euch auch im T-Shirt ein Spielchen machen darf, werden wir uns von den Zürchern nicht angesprochen fühlen. Soooo weit isses nu auch nicht nach Baden!

  • Emil Haas am 01.11.2012 22:21 Report Diesen Beitrag melden

    Dresscode

    Und typisch zürcherisch: Man denkt, noch bevor man etwas erreicht hat, man wäre etwas Besseres! Nur in gepflegter Kleidung! Auf gut Deutsch: man darf sich im Pullover nicht an den Spielautomaten setzen! Ich bin sicher, man wird auch im "besseren Zürich" bald merken, dass man so nur Kundschaft verliert. Und sehr bald wird man zugeben, dass der Geldbeutel des Herrn viel interessanter ist, als sein Hemd.

    • Gerrry Grob am 02.11.2012 10:37 Report Diesen Beitrag melden

      Gut...

      Gut gebrüllt, Haase !

    einklappen einklappen
  • Moritz Müller am 01.11.2012 17:34 Report Diesen Beitrag melden

    Absolut Hässlich

    Also die Einrichtung sieht extrem Schäbig aus schlimmer gehts nicht... Soger das miefigste loch in Las Vegas sieht besser aus als dieses Casion!

  • Pipo Grammler am 01.11.2012 13:47 Report Diesen Beitrag melden

    Kitschig

    Schade, sieht aus wie früher in den ersten Spielsaloons. Einfach nur billig im Aussehen. Kitschiger gehts nicht mehr. Kein Ambient was einem annimieren würde zu spielen. Schade gehe nach Kostanz oder Baden Baden

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