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20. September 2012 10:08; Akt: 20.09.2012 12:02 Print
Kaufleuten-Mörder ist wieder in der Schweiz
Shivan M., der vor dem Zürcher Club Kaufleuten einen 23-Jährigen erstochen haben soll, ist von Norwegen in die Schweiz ausgeliefert worden. Er war nach der Tat geflüchtet. Jetzt sitzt er in einem Zürcher Gefängnis.
Der 21-jährige Shivan M., der im Juli vor dem Zürcher Klub Kaufleuten den 23-jährigen Vigan M. im Streit getötet haben soll, ist in die Schweiz ausgeliefert worden. Der Mann hatte sich nach der Tat nach Norwegen abgesetzt. Der Staatsanwalt stellte Antrag auf Untersuchungshaft
Bildstrecken 23-Jähriger stirbt nach Streit in ZürichHunderte Freunde trauern um ViganGedenkmarsch für Kaufleuten-Opfer ViganShivan M. sitzt derzeit in Zürich in Haft, wie es in einer Mitteilung der Zürcher Oberstaatsanwaltschaft vom Donnerstag heisst. Der 21-Jährige war am Dienstag von Norwegen in die Schweiz ausgeliefert worden. Am Mittwoch wurde er erstmals vom zuständigen Staatsanwalt einvernommen, wie es weiter heisst.
Aus ermittlungstaktischen Gründen könnten derzeit keine weiteren Informationen zu diesem Straffall erteilt werden, schreibt die Oberstaatsanwaltschaft.
Was genau am frühen Sonntagmorgen des 15. Juli vor dem Zürcher Klub geschah, ist weiterhin nicht klar. Sicher ist, dass es gegen 4 Uhr zu einer Auseinandersetzung zwischen drei jungen Männern gekommen war. Im Verlauf dieses Streits wurde der 23-Jähriger Vigan M. getötet und sein 20-jähriger Bruder schwer verletzt.
Bruder des Opfers wird befragt
Wie es dem Bruder des Getöteten geht, konnte der Staatsanwalt nicht sagen. Der 20-jährige sei von der Polizei aber zum Streit befragt worden. «Ich habe noch nicht mit ihm gesprochen», sagte Scherrer. Dies war bis jetzt auch nicht möglich, weil Aussagen von Opfern und Zeugen in Anwesenheit des Beschuldigten durchgeführt werden müssen.
«Zur Schonung der Opfer schaut man, dass sie möglichst nur ein- oder zweimal befragt werden», sagte Scherrer. Damit sie einander nicht gegenübersitzen müssen, wird die Befragung per Video übertragen.
Weil die Tat an einem öffentlichen Ort geschah, gibt es zahlreiche weitere Zeugen. Auch diese müssen noch befragt werden. «Es werden nun umfangreiche Ermittlungen stattfinden», sagte der zuständige Staatsanwalt.
Der mutmassliche Täter war nach dem Streit geflüchtet. Noch in der gleichen Nacht hatte er sich ins Ausland abgesetzt. Rund zwei Wochen später, am 29. Juli, wurde er in Norwegen aufgrund eines internationalen Haftbefehls verhaftet.
(sda)

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