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Konkordat angenommen
05. November 2012 13:13; Akt: 05.11.2012 16:21 Print
Zürcher Hooligans werden härter angepackt
Der Kantonsrat Zürich hat dem Gesetz über den Beitritt zum verschärften Hooligan-Konkordat zugestimmt. Für Sicherheitsdirektor Mario Fehr ein «Instrumentarium für die Unverbesserlichen».
Der Kanton Zürich befürwortet strengere Massnahmen, um Ausschreitungen bei Sportveranstaltungen einen Riegel zu schieben. Der Kantonsrat stimmte am Montag dem Gesetz zum Beitritt zum verschärften Hooligan-Konkordat deutlich zu.
Die Vorlage wurde mit 132 zu 23 Stimmen angenommen. Zu den Neuerungen gehören etwa eine Bewilligungspflicht für die Veranstalter von Spielen der obersten Liga, Vorschriften für die An- und Rückreise der Fans, Ausweiskontrollen, Körperdurchsuchungen oder ein Rayonverbot.
Verstossen die Veranstalter gemäss neuem Konkordat gegen die Auflagen des Kantons oder der Gemeinden - etwa beim Alkoholverkauf, bei Pyros, beim Transport der Gästefans oder beim Ticketverkauf - kann ein Spiel abgebrochen oder gar nicht erst angepfiffen werden.
Rayonverbote können mit dem neuen Instrumentarium zudem für bis zu drei Jahre verhängt werden statt wie bisher für ein Jahr. Schweizweit vereinheitlicht wurden die Zugangs- und Personenkontrollen.
«Instrumentarium für die Unverbesserlichen»
Sicherheitsdirektor Mario Fehr (SP) hatte das neue Regelwerk der Kantone bei den Beratungen als «Instrumentarium für die Unverbesserlichen» bezeichnet. Dort, wo man auf Unverbesserliche treffe, sei der Staat verpflichtet, einzuschreiten.
Die Konferenz der kantonalen Justiz- und Polizeidirektoren (KKJPD) hatte sich Anfang 2012 auf die Verschärfungen geeinigt. Rechtskräftig ist das neue Konkordat erst in den Kantonen St.Gallen und Appenzell-Innerrhoden. In Uri läuft die Referendumsfrist. In Luzern ist die Vorlage auf Parlamentsebene hängig.
Inhaltlich kann ein Kanton am neuen Konkordat allerdings nichts ändern. Entscheiden kann er nur über Beitritt oder Nicht-Beitritt. Das letzte Wort haben wird im Kanton Zürich möglicherweise aber das Volk: Ein Bündnis aus verschiedenen Zürcher Fanlagern hat am Montag das Referendum gegen das Hooligan-Konkordat angekündigt.
(sda)
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Alle 71 Kommentare

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Ein Witz!
Ich bin häufig in der Kurve anzutreffen und gegen Gewalt in jeglicher Form. Warum ich (wohne im Freiamt) nun aber den Extrazug nehmen muss um in Luzern ins Stadion zu kommen ist ein Witz!
Super, wurde auch Zeit
Das ist ein sehr gutes Gesetz und muss unbedingt flächendeckend eingeführt werden.
Repressionen fördern Gewalt..
An all die lieben Leute die die kriminalisierung der Fussball Fans nur durch medien erfahren und keine einzige Stadionerfahrung haben sollten sich nicht an so einer Diskussion beteiligen, man sieht immer nur die Schattenseite, denn negative Nachrichten verkaufen sich besser.. Statistiken zeigen dass die Gewalt in und um dass Stadion abnimmt, und ihr ermöglicht ein Gesetz dass willkürliche Nacktdurchsuchungen erlaubt?! Repressionen haben gegen Gewalt vorprogrammiert.. Vielen dank! Ein Gesetz dass nichts bewirkt..