Zürcher Stadtratswahlen 2018

20. Juni 2017 22:13; Akt: 21.06.2017 09:32 Print

Baumer soll FDP-Sitz verteidigen – nicht Fiala

Die FDP schickt neben dem bisherigen Stadtrat Filippo Leutenegger ihren Gemeinderat Michael Baumer ins Rennen um einen Stadtratssitz. Doris Fiala hat das Nachsehen.

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Die Delegierten der Stadtzürcher FDP haben den IT-Unternehmer Michael Baumer am Dienstagabend mit 62 Stimmen nominiert. Seine Konkurrentin, Nationalrätin Doris Fiala, holte nur 52 Stimmen.

In seiner Rede versprach der 43-Jährige, sich als Stadtrat gegen Überregulierung und Bevormundung einzusetzen. «Beides nimmt in unserer Stadt überhand.» Rot-Grün verwalte die Stadt nur, sie kontrolliere und büsse. Er aber werde alles daran setzen, dass die bürgerliche Idee von Freiheit spürbar bleibe.

Die unterlegene Fiala zeigte sich als gute Verliererin. «Ich habe mein Ziel verfehlt, klar. Aber die FDP Stadtpartei wird meine Heimat bleiben.» Die Niederlage dürfte für Fiala bitter sein, denn es war nicht ihr erster Anlauf auf einen Stadtratssitz. Bereits 2001 unterlag sie in einer parteiinternen Ausmarchung, damals noch gegen Andres Türler, den sie jetzt beerben wollte.

Ob die FDP versuchen wird, die heutige Stadtpräsidentin Corine Mauch (SP) abzulösen, wird der Parteiausschuss entscheiden. Dazu will er noch warten, bis die anderen Parteien ihre Kandidaten nominiert haben. Als Kandidat käme nur Filippo Leutenegger in Frage.

Für längere Diskussionen sorgte die Anzahl Kandidaten. Mehrere Delegierte waren der Meinung, dass man besser Baumer und Fiala nominiere, statt «eines dieser guten Pferde im Stall zu lassen». Eine Mehrheit folgte dann aber dem Vorstand, der neben Stadtrat Leutenegger nur einen neuen Kandidaten wollte.

Mehr FDP-Kandidaten hätten das geplante bürgerliche Fünfer-Päckli mit SVP und CVP in Frage gestellt - und diese Parteien verärgert. Vor allem die Zusammenarbeit mit der SVP hätte wohl gelitten. Das Päckli sieht vor, mit zwei SVP-, zwei FDP- und einem CVP-Kandidaten in den Wahlkampf zu gehen und so die rot-grüne Mehrheit zu kippen.

GLP nominiert Andreas Hauri

Auch die Grünliberalen nominierten am Dienstag einen Kandidaten für die Stadtratswahlen: Sie wollen mit dem 50-jährigen Kantonsrat Andreas Hauri einen Sitz erobern. Die GLP-Mitglieder haben ihn einstimmig nominiert, wie die Partei per Twitter mitteilte.

Der Geschäftsführer ist nach Ansicht der GLP der ideale Kandidat: Er habe jahrelange Führungserfahrung und Erfahrung als Gemeinderat und Kantonsrat. Für die GLP wäre es der erste Sitz im Zürcher Stadtrat.

Zwei Sitze werden neu besetzt

In der Stadtregierung müssen im März 2018 zwei von neun Sitzen neu besetzt werden. Schul- und Sportvorsteher Gerold Lauber (CVP) und der Vorsteher der Industriellen Betriebe, Andreas Türler (FDP), gaben ihren Verzicht auf eine weitere Amtszeit bekannt.

Die sieben anderen Stadträtinnen und Stadträte wollen noch einmal antreten. Im neunköpfigen Stadtrat sitzen aktuell vier Mitglieder der SP, zwei der FDP und je ein Mitglied der AL, der Grünen und der CVP.

Die SVP wird voraussichtlich Susanne Brunner und Roger Bartholdi ins Rennen schicken. Die Delegierten nominieren die SVP-Kandidierenden am 4. Juli. Die CVP wiederum stellt entweder Nicole Barandun oder Markus Hungerbühler auf. Auch diese Partei entscheidet am 4. Juli.

Die dritte Partei, die diesen Tag für ihre Versammlung wählte, sind die Grünen, die den verlorenen Sitz von Ruth Genner zurückerobern wollen. Als zweiter Kandidat neben dem bisherigen Stadtrat Daniel Leupi dürfte entweder Nationalrat Bastien Girod oder Gemeinderätin Karin Rykart Sutter nominiert werden.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • erdal k am 21.06.2017 08:34 Report Diesen Beitrag melden

    Glück gehabt!

    Zum Glück nicht Frau Fiala! ...wetten, jetzt versucht sie es in den Bundesrat...

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  • Bruno am 21.06.2017 08:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    nur nicht links

    Kann kommen was wolle einfach nur nicht links. Diese Politik hat nun derart versagt, national, kantonal wie in der Stadt Zürich, dass es so nicht weitergehen kann.

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  • Erwin B am 21.06.2017 13:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Windfahnen-Politiker

    Als Mitläuferin in Bern stört Frau Fiala kaum, in der Zürcher Exekutive wünsche ich mir aber profiliertere Politiker und keine 'Windfahnen'

Die neusten Leser-Kommentare

  • Peter am 23.06.2017 21:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Weichspülerin

    Es reicht vollkommen,dass sich Frau Fiala von uns Steuerzahlern ihre nutzlose Anwesenheit im Europarat finanzieren lässt. Als Stadträtin völlig ungeignet, sie wäre die perfekte weil anpassungsfähige Wunschkandidatin von Rot/Grün.

  • Zürcherin am 21.06.2017 20:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schade um Zürich

    Ich denke mir,man sollte den ganzen linken Stadtrat austauschen.Allen voran Frau Mauch.Auch Herr Wolff darf nicht mehr gewählt werden.Unsere Stadt verkommt immer mehr.Was soll bitte attraktiv sein an einer Stadt,die völlig zugebaut wird und wo nur noch Bussen verteilt werden.Jetzt werden auch noch fleissig Schweizerpässe vergeben und gegen Hausbesetzer wird auch nichts unternommen!

  • Reto Gerber am 21.06.2017 18:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wäre toll ohne Fifiala

    Wen die FDP NICHT diese Fiala bringt bekommen sie meine Stimme. Fiala sollte schon längst aufhören. Sie kann ja wider ein bisschen in Brüssel rumrennen und sich aufspielen. Dort hat es Platz für überschüssige Politiker. Wir hätten gerne Qualität, daher ist sie nicht wählbar.

  • Cavi33 am 21.06.2017 16:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Da wähle ich sogar FDP

    Hört auf mit dieser Frau Fiala die ist sowas von unsympathisch und zu alt. Die hat noch nie Empathie für ihre Wähler gezeigt bei Baumer ist das noch nicht der Fall und bekanntlich stirbt die Hoffnung zuletzt.

  • Erwin B am 21.06.2017 13:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Windfahnen-Politiker

    Als Mitläuferin in Bern stört Frau Fiala kaum, in der Zürcher Exekutive wünsche ich mir aber profiliertere Politiker und keine 'Windfahnen'