Terrorangst führt zu Minus

09. Oktober 2016 12:39; Akt: 09.10.2016 19:02 Print

Street-Parade schielt auf Lotteriefonds-Gelder

Trotz Traumwetter droht der Street-Parade 2016 ein Minus – viele Familien blieben wegen Terrorangst fern. Zum Löcherstopfen hätten die Organisatoren eine Idee.

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Riesenparty auf der Quaibrücke: Ob auf dem Lovemobile oder auf der Strasse, die Besucher der Street-Parade haben Spass. (13. August 2016) Er ist um die Musik besorgt: Ein DJ waltet am Pult seines Amtes. (13. August 2016) Die Chauffeure brauchen Geduld: Auf der Quaibrücke geht es nur ganz langsam vorwärts. (13. August 2016) Abtanzen in der Menge: Eine junge Frau widmet sich voll und ganz den Rhythmen. (13. August 2016) Das Smartphone, ein ständiger Begleiter: Manche teilen Fotos mit Freunden, andere versuchen ebendiese Freunde im Tohuwa­bo­hu wiederzufinden. (13. August 2016) Einige Stunden zuvor: Ehe der Startschuss zur 25. Street-Parade fällt, bringen sich die Technofans mit ihren schrägen Outfits in Stellung. (13. August 2016) Warten ist angesagt: Die Tänzerinnen bereiten sich auf dem Lovemobile auf den Beginn der Parade vor. (13. August 2016) Bringt die Street-Parade zum Dampfen: Der Wagen der Swiss Hardstyle Mafia im Startbereich. (13. August 2016) Bald tanzen sie auf dem Wagen: Raver warten am Sammelpunkt eines Lovemobiles. (13. August 2016) Freaky: Doppelt bebrillt wandelt dieser Raver durch das Partyvolk der Street-Parade. (13. August 2016) Freiluftdisco: Eine riesige Kugel bildet das zentrale Element dieses Wagens. (13. August 2016) Die Zeichentrickfigur als Begleiter: Selbst Mickey Mouse ist mit von der Partie. (13. August 2016) Damit der Sound stimmt: Ein Mitglied des Lovemobile-Teams richtet die Technik ein. (13. August 2016) Mannigfaltiges Schuhwerk: Ob Plateau-Highheels oder Turnschuhe mit Rüschchensocken – an der Street-Parade geht alles. (13. August 2016) Es grünt so grün: Raver verpassen ihren sommerlichen Outfits noch den letzten Schliff. 13. August 2016) Jedem seine Farbe: Hier trifft sich offensichtlich die gelbe Fraktion der Partymacher. (13. August 2016) Ein goldener Rücken kann auch entzücken: Diese Street-Parade-Besucherin hat etwas Glitzer abgekriegt. (13. Es ist höchste Eisenbahn für die Lovemobiles: Ein Wagen schiebt sich durch das Festvolk. (13. August 2016) Ganz schön voll hier: Die Besucher drängen sich entlang der Lovemobile-Route. (13. August 2016) Das geht ab: Kommt ein Wagen, wird die Strasse wird zur Tanzfläche. (13. August 2016) Die Stimmung stimmt: Es wird ordentlich gefeiert. (13. August 2016) Der Bässe lassen Zürich beben: Die Technofans tanzen ausgelassen. (13. August 2016) Ein Hauch Antike: Den Tänzern auf diesem Lovemobile dient das alte Griechenland als Motto. (13. August 2016) Heizen sich gegenseitig ein: Die Besucher auf der Strasse und die Tänzer auf dem Wagen tanzen zur Musik. (13. August 2016) In der Menschenmenge tauchen immer wieder originell verkleidete Besucher auf: Zwei Pantomimen laufen mit dem Wagen mit. (13. August 2016) Lebende Goldstatuen: Zwei freizügige Raver im Partnerlook unterhalten sich auf einem Lovemobile. (13. August 2016) Zuneigung wird zelebriert: Ein Paar küsst sich in der Menge. (13. August 2016) Dicht an dicht an der Street-Parade: Ein Meer von feiernden Menschen am Utoquai. (13. August 2016) Zufluchtsort und Tribühne zugleich: Wer der Masse entkommen will, rettet sich beispielsweise auf einen Fenstersims. (13. August 20169 Kurze Verschnaufpause: Bei dieser Reizüberflutung muss man sich zwischendurch auch mal für einen Moment zurückziehen. (13. August 2016) Besondere Begegnungen: Während sich die einen ins Raveroutfit werfen, schauen andere lieber zu. (13. August 2016) Feuchtfröhliche Stunden am See: Das Wasser lockt – der Alkohol ebenso. (13. August 2016) Auch auf dem Wasser wird gefeiert: Bootpassagiere schliessen sich für eine eigene Party zusammen. (13. August 2016) Lustige Stunden zu dritt: Eine Gruppe Männer blödelt während der Parade ein bisschen am Seeufer herum. (13. August 2016) Die Blicke sind ihr gewiss: Ein Frau macht den Spagat. (13. August 2016) Buntes Treiben am Seebecken: Ob Luchador oder Balletttänzer, an der Street-Parade trifft man auf so ziemlich alles. (13. August 2016) Die Street-Parade, ein Fest der Liebe: Eine sichtlich gut gelaunte Besucherin macht einen Kussmund. (13. August 2016) Kontrastprogramm: Strassenmusiker mit Akkordeons versuchen zwischen all den Ravern ihr Glück. (13. August 2016) Partynachwuchs: Auf den Schultern von Papa und mit Ohrenschützern auf dem Kopf verfolgt dieser Junge das Geschehen an der grössten Technoparade der Welt. (13. August 2016) Überall Party: Auf dem Sechseläutenplatz und den umliegenden Strassen wimmelt es von Menschen. (13. August Nichts ist unmöglich: Sogar Anwohner zeigen sich erfreut über die 25. Street-Parade und feiern das Jubiläum vom Balkon aus. (13. August 2016) Sie sind ganz sicher blau: Besucher mit Schlumpfkostümen. (13. August 2016) Macht mit seinem Puppenzepter schon fast einen royalen Eindruck: Tätowierter Technofan. (13. August 2016) Abfeiern, bis die Ärztin kommt: Drei als Krankenschwestern verkleidete Frauen posieren auf dem Festgelände für ein Foto. (13. August 2016) Einige machen bereits am Nachmittag schlapp: Ein erschöpfter Besucher ruht sich im Schneidersitz auf dem Boden aus. (13. August 2016) Begehrtes Örtchen: Die Leute stehen vor den WC-Häuschen Schlange. (13. August 2013) Es funkelt überall: Sei es das Konfetti am Boden, ... ... die schrillen Kleider der Besucher ... ... oder der Glitzerstaub auf dem Kopf. (13. August 2016) Bei den Temperaturen reicht auch ein BH: Zwei junge Street-Parade-Besucher im Gespräch. (13. August 2016) Willkommene Abkühlung: Ein Raver geniesst die kurze Dusche. (13. August 2016) Das will mit der Welt geteilt werden: Eine feiernde Frau fotografiert sich in ihrem Indianeroutfit. (13. August 2016) Auch sie hat sich Federschmuck aufgesetzt. (13. August 2016) Wunderland Zürich: Weibliche Engel und ... ... männliche Prinzessinnen stürzen sich in den Trubel. (13. August 2016) Sie wachen über die Festbesucher: Sicherheitsleute halten von ihrem Help Point aus Ausschau. (13. Juli 2013) Auch er schaut von einer erhöhten Position aus zum Rechten. (13. August 2016) Kein Durchkommen: Polizeifahrzeuge riegeln die Zufahrtsstrassen zum Festgelände ab. (13. August 2013) Ausgefuchst: Dieses Schild schmeichelt und wirbt gleichzeitig. (13. August 2016) Nicht ohne meinen Flamingo: An der Street-Parade begegnet man Menschen mit den seltsamsten Accessoires. (13. August 2016) Raver, die neuen Hippies: Eine bunt gekleidete Frau tippt auf ihrem Smartphone. (13. August 2016) Verschiedene Generationen der Partymacher treffen aufeinander: Ob er ihr Begleiter ist, ist nicht ganz klar. (13. August 2016) Hier sind die Umstände klar geregelt: Er gehört gemäss Körperbemalung zu ihr und sie zu ihm. (13. August 2016) Er meldet sich dann mal ab: Ein Feiernder macht es sich auf einem Stück Wiese gemütlich. (13. August 2016) Verschiedene Stadien des Erschöpfung: Manche sitzen, ... ... andere liegen auf dem Trottoir. (13. August 2016) Zurückgezogen: Auch die Bänke neben der Wasserkirche eignen sich als Schlafplätzchen. (13. August 2016) Das Idyll, das nur von weitem ersichtlich ist: Ein Lovemobile überquert vor einer abendlichen Bergkulisse die Quaibrücke. (13. August 2016) Kopfvoran: Ein Festbesucher springt in die Limmat. (13. August 2016) Bässe bis tief in die Nacht: Ein altgedienter DJ legt auf der Jubilee-Stage am Hechtplatz auf. (13. August 2016) Bis zum nächsten Jahr: Zwei junge Frauen stehen nach der Parade auf der Münsterbrücke. (13. August 2016)

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Nizza, Ansbach, Würzburg, München – die Anschläge und Attacken im vergangenen Sommer trübten die Festlaune der Raver an der Street-Parade 2016. Trotz Sonne pur und 30 Grad kamen insbesondere am Nachmittag weniger Besucher als sonst – und konsumierten daher weniger. «Wir haben vor allem die Familien vermisst», sagte Street-Parade-Sprecher Stefan Epli zur «SonntagsZeitung». Zudem hätten sie mehr Geld für die Sicherheit ausgegeben. Die Folge: Es droht ein Minus.

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Um das Loch zu stopfen, hätten die Organisatoren eine Idee: «Nach 25 Jahren würden wir einen Beitrag aus dem Lotteriefonds an unsere diesjährigen erhöhten Sicherheitskosten begrüssen», schreiben sie in einem Brief an alle Zürcher Regierungs- und Kantonsräte. Epli betont gegenüber 20 Minuten, dass es sich nicht um einen Antrag handelt, sondern bloss um eine Bemerkung.

«Taktisch keine Meisterleistung»

Hintergrund des Schreibens ist eine parlamentarische Anfrage der drei Kantonsräte Erich Vontobel (EDU) sowie Claudio Schmid und Franco Albanese (beide SVP) von Ende August. Diese wollen darin von der Zürcher Regierung wissen, wie sie die Sicherheits- und Finanzlage des Anlasses einschätzt.

Noch hat der Regierungsrat nicht geantwortet – dafür die Street-Parade-Organisatoren selber. Ein allerdings unübliches Vorgehen, handelt es sich bei der Anfrage doch um ein politisches Instrument. «Es war uns wichtig, dass die Parlamentarier Antworten aus erster Hand erhalten», sagt Epli dazu.

Trotzdem kommt das Schreiben im Rat nicht überall gut an: «Taktisch eher keine Meisterleistung», findet etwa BDP-Kantonsrat Rico Brazerol. Auch die Tonalität des Briefs gibt zu reden: Die Organisatoren schreiben laut «Tages-Anzeiger», dass die Beantwortung «uns über 40 (unentgeltliche) Arbeitsstunden gekostet und den Steuerzahler noch Zigtausend Franken kosten wird, wenn der Regierungsrat diese Arbeit tatsächlich aufnehmen sollte».

Der Vorwurf, sie würden Steuergelder verschleudern, verärgert SVP-Kantonsrat Claudio Schmid: «Ich habe in meiner langjährigen Parlamentstätigkeit schon viel gefragt, kritisch gefragt, und zum Teil gab es heftige Reaktionen – aber noch nie hat mir jemand das Recht abgesprochen, zu fragen», sagt er zu 20 Minuten. Immerhin gehöre dies zu seinen Aufgaben als gewählter Politiker.

Bisher weder Geld von der Stadt noch vom Kanton

Über Lotteriefonds-Beiträge bis 500'000 Franken entscheidet laut Website der kantonalen Finanzdirektion der Regierungsrat, über höhere Beiträge der Kantonsrat. Für die Vergabe existieren Richtlinien – Gelder erhalten vor allem kulturell oder sozial tätige, nicht gewinnorientierte Projekte.

Die Street-Parade fand dieses Jahr zum 25. Mal statt und zieht in der Regel gegen eine Million Menschen an. Vom Kanton hat sie noch nie einen finanziellen Zustupf erhalten – im Gegensatz etwa zum Züri-Fäscht. Auch für die städtische Abfallbeseitigung muss der Verein selber aufkommen – andere Anlässe sind von dieser Pflicht entbunden.

(rom)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Kusi am 09.10.2016 13:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hallo was soll dass !!!

    Was soll das, nur wegen einmal minus wird schon nach einem Zuschuss verlangt. Und was ist mit den erfolgreichen Jahren zuvor, da war auch nie die Rede den Gewinn der Stadt abzugeben, um etwas an die Müllentsorgung bei zu steuern!!

    einklappen einklappen
  • Fritz the cat am 09.10.2016 13:26 Report Diesen Beitrag melden

    immer wieder betteln

    Ich plane eine Party. Kriege ich bei Verlust auch Geld von den Behörden?

  • Raggii am 09.10.2016 13:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Selber zahlen

    Ich finde es ja git, dass sie die Parade machen können. Aber finanzieren sollte man das ganze schon selbst. Entweder muss man sparen oder dafür sorgen, dass mehr Geld reinkommt.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Alfeus d. am 10.10.2016 10:21 Report Diesen Beitrag melden

    Gerechtfertigt.

    An alle hier, die sich darüber Aufrgen. 1. ist die Street Parade ein kultureller Anlass, der viele Touristen auch aus dem Ausland nach Zürich lockt, eine bereicherung für die Stadt ist und auch Zürich mit ihrer Bekannheit ausserhalb unserer Grenzen bekannt macht. Zudem sind sie und waren nicht Gewinn orientiert, also wäre ein wenig unterstützung durch Stadt, Kanton oder Zürich Tourismus angebracht.

  • Partyfreunde am 10.10.2016 10:15 Report Diesen Beitrag melden

    Aber Hallo

    Für was alles in der Welt soll der Steuerzahler noch in die Tasche greifen. Sollen das doch die kranken , welche so eine Veranstaltung besuchen selber berappen. Für alles andere haben sie ja auch Geld.

  • R.Saubermann am 10.10.2016 07:24 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht Aufgabe von Kantonsrat

    in einem muss ich dem OK der Street Parade recht geben. Diese ständigen unsinnigen Anfragen kosten den Steuerzahlen Million. Zudem Frage ich mich was das den Kantonsrat angeht wie die Finanzielle Situation des Anlass aussieht, wenn er nie Geld beantragt hat. Diese Anfrag hat nichts mit der Aufgabe des KR zu tun und wurde zu recht nicht beantwortet.

  • Manuel am 09.10.2016 16:00 Report Diesen Beitrag melden

    Informiert euch ein bisschen!

    Ich bin überhaupt kein Fan der Street Parade und war bisher nur einmal dort. Aber bevor man sich so aufregt, sollte man sich schon über die Fakten informieren. - Die Streetparade ist nicht gewinnorientiert. Sie wird sowieso durch Sponsoren finanziert und ein allfälliger Gewinn würde für die Organisation der nächsten Parade verwendet. - Die Million Menschen bringt ziemlich viel Geld nach Zürich. Ca. 100 Mio CHF, um genau zu sein

  • Anonym :) am 09.10.2016 15:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    street parade und kleine kinder

    Also irgendwie ist die Street Parade nichts für Kinder und Familien... Es ist ja keine Chilbii...Würde doch nie mit einem kleinen Kind an ne Party für Jugendliche gehen wo alle saufen bis zum geht nicht mehr...