Stadt Zürich

18. Juli 2017 11:08; Akt: 18.07.2017 11:11 Print

Auf diesen 17 Strecken gilt neu Tempo 30 statt 50

Ob Löwenstrasse oder Bleicherweg: Auf 17 Strecken in Zürich müssen die Autofahrer ab Montag vom Gas. Bei 101 weiteren Abschnitten blockieren Einsprachen die geplante Reduktion.

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Die Umsignalisation dieser 17 Abschnitte ist nur möglich, weil das Bundesgericht in einem Zwischenentscheid den noch hängigen Einsprachen keine aufschiebende Wirkung gewährt hat. Die endgültigen Entscheide stehen noch aus, wie die Dienstabteilung Verkehr der Stadt Zürich in einer Mitteilung vom Dienstag schreibt.

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«Wir reduzieren nur auf jenen Strecken auf Tempo 30, wo es mit wenig Aufwand möglich wäre, die Reduktion wieder rückgängig zu machen», sagte Martin Guggi, stellvertretender Direktor der Dienstabteilung Verkehr gegenüber der Nachrichtenagentur sda. Es seien noch zahlreiche Einsprachen hängig - nicht nur beim Bundesgericht, auch beim Verwaltungsgericht.

Jeder Dritte vom Lärm betroffen

Gemäss Guggi handelt es sich dabei um 26 laufende Verfahren. Diese betreffen insgesamt 101 Strassenabschnitte in der Stadt. «Überall dort können wir eine Temporeduktion noch nicht umsetzen.» Guggi weist auf das Problem hin, dass der Verkehr in Zürich auf 230 Kilometern Lärm verursacht, der über dem Immissionsgrenzwert liegt.

Rechtskräftig sind die Geschwindigkeitsreduktionen erst auf insgesamt 13 Strassenabschnitten in der Stadt Zürich, wie Guggi weiter sagte. «Acht davon sind bis jetzt umgesetzt - weil sie nicht angefochten oder der Entscheid nicht weitergezogen wurde.»

Um gegen eine Temporeduktion vorzugehen, muss man speziell davon tangiert sein. Einwände kommen von Pendlern, den Automobilverbänden oder von Anwohnern. Sie sind es aber auch, die oft übermässig vom Lärm betroffen sind. Gemäss Mitteilung sind in der Stadt Zürich mehr als ein Drittel der Wohnbevölkerung diesem Lärm ausgesetzt.

Weitere Temporeduktionen im September

Die aktuellen Änderungen betreffen folgende Strassenabschnitte im Kreis 1: Auf der Mauer, Bahnhofquai (Nebenfahrbahn) zwischen Bahnhofbrücke und Beatenplatz, Beatengasse, Beatenplatz, Bleicherweg (zwischen Paradeplatz und Talstrasse), Hirschengraben (zwischen Künstlergasse und Auf der Mauer), Künstlergasse, Löwenstrasse (zwischen Sihlporte und Löwenplatz), Waisenhausstrasse, Werdmühleplatz, Werdmühlestrassse (zwischen Werdmühle- und Beatenplatz).

Im Kreis 2 ist es der Bleicherweg zwischen Tal- und Stockerstrasse. Im Kreis 3 sind Binzstrasse, Grubenstrasse, Haldenstrasse (zwischen Uetliberg- und Binzstrasse), Räffelstrasse und Zypressenstrasse (zwischen Badener- und Aemtlerstrasse) betroffen. Ab September wird dann auf weiteren neun Strecken die Höchstgeschwindigkeit reduziert.


So kommt Tempo 30 am Römerhof an.

Die Massnahmen zur Verbesserung der Lärmsituation sind Teil des Programms «Stadtverkehr 2025». Dieses wurde vom Stadtrat im Jahr 2012 im Hinblick auf die Umsetzung der Städteinitiative lanciert. Die Herabsetzung der Höchstgeschwindigkeit von 50 auf 30 km/h ist ein Schritt zur Lärmsanierung gemäss Lärmschutzverordnung.

(sda/20M)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Knaller am 18.07.2017 11:13 Report Diesen Beitrag melden

    meine meinung

    das ist für mich reine schikaniererei des motorisierten verkehrs und ideologische zwängerei! Nichts weiter! ich hoffe, es gibt nun viel hochtourige fahrer! Umwelttechnisch macht es auch keinen sinn!

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  • Grüne Gurke am 18.07.2017 11:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kasten

    Wer schliesst mit mir eine Wette ab, dass es bald 17 Blitzer mehr gibt? Irgendwie muss die vorgegebene Budgeterhöhung ja rein kommen.

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  • Nordic_82 am 18.07.2017 11:18 Report Diesen Beitrag melden

    Lauter als sonst

    Ich habe das Gefühl, dass ich mit Tempo 30, wo ich in den 2. Gang wechsle, viel lauter bin als bei Tempo 50 im 3. oder 4. Gang

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Dani am 20.07.2017 12:56 Report Diesen Beitrag melden

    Wegen Lärm

    Bei einer Strasse mit Wohnungen und Kindern kann ich diese Reduktion ja verstehen. Aber das eine Binzstrasse/Grubenstrasse jetzt eine 30er Zone ist, ist mir echt ein Rätsel. Dort sind nur Firmen.

  • Meli am 19.07.2017 20:09 Report Diesen Beitrag melden

    Selbstmitleid

    Ich habe mich hier eingeklinkt, um mich an dem tränenrührenden Selbstmitleid der Autofahrer zu laben. Und siehe da: meine Erwartungen haben sich erfüllt.

  • Walter Störchlin am 19.07.2017 19:29 Report Diesen Beitrag melden

    Paradoxum Spielstrasse + 30ER-Zone

    Es wird Zeit, das ein paar Politiker in der Schweiz den Hut nehmen! Diese wenigen die sich gegen den Fortschritt quer stellen und mit aller Gewalt versuchen die Strassen Auto frei zu machen. Genau diese sind es, die in ihrer Garage Autos mit 500 PS haben und ins Ausland fahren um dort richtig Gas zugeben. Genau dies Verbrecher wollen uns das zügige vorwärts kommen innerorts verweigern, oder genau genommen um deren Häuser herum verbieten. Wege sind für Fussgänger und Fahrräder und Strassen sind für Autos.

  • Züribueb am 19.07.2017 17:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zürich

    Ja das ist halt so wenn Leute in Zürich regieren die gar nicht in Zürich geboren sind. Nur noch mehr auswärtige und Grüne wählen und regieren lassen. Nur Zürcher ins Stadthaus !!'mmmm

    • Walter STörchlin am 19.07.2017 19:41 Report Diesen Beitrag melden

      @ Züribueb

      Die Politiker könnten sich hier eine Scheibe abschneiden und würden dann begreifen, das die Mehrheit der Schweizer gggen den so genannten Kriechverkehr sind. Aber wen drei Hirweiche in einem Kaff dreissiger- oder zwanziger-Limit einführen wollen, wir das umgehen gemacht. Die neue Weltordnung macht so tolle Sachen mit dem Stimmvolk. Wie Brutus mit Zäsar Wenn man dem Kleine figer gib nehmen die gemeinen Politiker die Ganze Hand. Und das von Brüssel aus oder in Hochdeutsch!

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  • F./H. am 19.07.2017 15:58 Report Diesen Beitrag melden

    Nie mehr Zürich

    Die Inrastruktur in Zürich ist sehr gut. Einkaufen, Kinogänge und Gastronomie in grosser Zahl. Aber dafür muss auch das Angebot der Parkplätze stimmen. Seit meiner letzten Park-Busse von CHF 80.00, gehe ich mit der Familie für Grosseinkäufe, Kinogänge und Restaurants nach Deutschland. Mindestens 5000 bis 6000 Franken haben wir im Jahr in der Stadt Zürich ausgegeben. Das war einmal. Übrigens. in meinem Wohnort gibt es ab Mitternacht kein ÖV.