Stadt Zürich

10. Mai 2017 19:12; Akt: 10.05.2017 19:12 Print

Taxi-Demo gegen Uber – nun von Polizei bewilligt

Rund 20 Taxis fuhren am Mittwoch hintereinander durch die Zürcher Innenstadt. Der Organisator der Demo war letztes Jahr durch einen Hungerstreik in den Schlagzeilen.

Organisator Mehmet Serif Kaya erklärt, warum die Taxidemo stattfand. (Video: bec/mon)
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Uber sorgt immer wieder für Unmut unter den Taxifahrern. Die Vorwürfe sind happig: Fehlender Schutz des örtlichen Taxi-Gewerbes sowie ein Anstieg der Schwarzarbeit. Am Mittwochnachmittag versammelten sich deshalb rund 20 Taxis vor dem Stadthaus in Zürich. «Der amerikanische Konzern Uber ist organisierte Kriminalität» – so lautet der Slogan auf dem Flyer, den die Taxifahrer dort an Passanten verteilten.

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Bei der anschliessenden gemeinsamen Fahrt durch die Innenstadt wurden sie von der Polizei begleitet, denn bei ihren letzten drei Demonstrationen an einem Mittwoch hatten sie keine Bewilligung. «Die Vorschriften sind ungerecht - der von der Stadt festgelegte Grundtarif von 8 Franken gilt nur für Taxis, Uber hingegen hat keine solchen Vorgaben», sagte Taxifahrer und Demo-Organisator Mehmet Serif Kaya.

Kaya ist kein Unbekannter. Er war im Februar 2016 bereits in Bern bei der grossen Anti-Uber-Demo dabei. Laut Kaya brachte diese Aktion wenig. Deshalb trat er einen Monat später vor dem Zürcher Rathaus in den Hungerstreik.

Bundesparlament arbeitet an Lösung

Auf eidgenössischer Ebene sind Lockerungen für Taxifahrer geplant, damit Uber und andere Fahrdienste nicht mehr im Vorteil sind. Der Ständerat hat im vergangenen Dezember zwei Motionen aus dem Nationalrat mit diesem Ziel zugestimmt. Uber wurde damals mit den folgenden Worten zitiert: Man begrüsse eine Modernisierung der gesetzlichen Grundlagen der Personenbeförderung. Die Mobilität im Allgemeinen habe sich dank neuen Technologien stark verändert.

(bec/mon)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Alex am 10.05.2017 19:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Neue Idee

    Ich hätte eine mal ganz neue Idee für die Taxifahrer: Wie wärs mal die komplett überrissenen Preise zu senken? Freundlicher zu sein? Deutsch zu sprechen? Einen 'besseren' Service anzubieten? Seid mal kreativ.

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  • Perry am 10.05.2017 19:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    wann kappieren sie's endlich

    - freundlichkeit - überteuert - laufschrittempo und eine demo ändert erst recht nichts!!

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  • marko 32 am 10.05.2017 19:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Taxi

    Ich bin für uber

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Die neusten Leser-Kommentare

  • lys am 11.05.2017 13:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Taxis benachteiligt?

    Die Taxibranche hat sich selbst benachteiligt, niemand sonst. Seit jahrzehnten die gleichen horrenden Preise - welche sich ein normalsterblicher nur im Notfall leistet -, der gleiche, miserable Service und Bschiss (wehe man kennt sich nicht aus). Und nun wird gestreikt, weil sie sich nicht mehr auf ihrem "Monopol der Gleichgültigkeit" schlafen legen können, statt den eigenen Service zu verbessern und nachzuziehen? Ihr wart mir ja schon immer unsympathisch. Aber dank euren Aktionen und eurer mangelnden Einsicht, werde ich nichtmal mehr im äussersten Notfall auf ein Taxi zurückgreifen.

  • o.G am 11.05.2017 10:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sorry gäll

    Uber sucht immer wieder Fahrer. Also Arbeitslos werden die auch nicht. Das ist wie wen ein überteuerter Laden mit schlechtem Service gegen Coop, Migros etc. demonstiert.

  • M6 am 11.05.2017 10:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Fahrt lieber Uber

    Ich mache um die Zürcher Taxi einen grossen Bogen und fahre Uber! Die Qualität stimmt, man ist freundlich, und das Preis- / Leistungsverhältnis stimmt. Das kann man von den zürcher Taxis definitiv nicht sagen!

  • Wasser predigen... am 11.05.2017 09:43 Report Diesen Beitrag melden

    ...und Wein trinken. V2

    Auch schon miterlebt: Ein aufgebrachter Taxifahrer hat zwei Frauen übel und lauthals beschimpft weil ein anderer sie in sein Taxi gelotst hatte (die beiden standen auf gleicher Höhe). Nur hatte er das Gefühl er stünde schon länger da als der auserwählte... Genau in diesem Moment habe ich mir einmal mehr vorgenommen das nicht mehr zu unterstützen. Von den Fahrtenverweigerern fange ich jetzt nicht auch noch an...

  • Wasser predigen... am 11.05.2017 09:20 Report Diesen Beitrag melden

    ...und Wein trinken.

    Ich hatte jetzt bereits einige Male ein Uber bestellt. Abgeholt wurde ich dann von einem Taxi (inkl. Anschrift)... Ganz dreist sind dann teilweise die Versuche angetrunkene Gäste zu überreden die Uberbestellung zu stornieren und dafür eine Pauschale (natürlich dann ohne Taximeter oder Quittung) zu wählen... Ich nehme weiterhin Uber und nur im Notfall ein Taxi wenns gerade vor der Nase steht und schnell gehen muss...