Wettswil am Albis ZH

11. Mai 2017 05:46; Akt: 11.05.2017 05:46 Print

Bewohner bedanken sich mit Plakat bei Pöstlerin

Via Werbeplakat sagen die Bewohner von Wettswil am Albis ZH Paket-Pöstlerin Belinda Rickli Danke für ihre Arbeit. Das rührt die Betroffene zu Freudentränen.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Mitten im Dorfzentrum von Wettswil am Albis ZH hängt seit Mittwochmittag ein Werbeplakat der besonderen Art: «Danke Belinda! Du bisch die bescht Pöschtlerin» steht darauf geschrieben. Dabei handelt es sich aber nicht etwa um eine neue PR-Kampagne der Post.

Umfrage
Sind Sie auch so begeistert von Ihrer Pöstlerin oder Ihrem Pöstler?
48 %
26 %
26 %
Insgesamt 2809 Teilnehmer

«Wir wollten uns damit einfach mal bei unserer Paket-Pöstlerin Belinda für ihre sensationelle Arbeit bedanken», sagt Leser-Reporterin Nadia Binder, die seit fünf Jahren in Wettswil wohnt und arbeitet. Sie sei ein Sonnenschein, die täglich im ganzen Dorf gute Stimmung verbreiten würde. «Sie kennt jeden im Dorf und betreibt auch mal ein bisschen mehr Aufwand, als sie müsste», sagt Binder. So würde sie sich auch mal melden, wenn man nicht zuhause ist und würde das Paket dann an einen anderen Ort im Dorf mitnehmen oder später nochmals vorbeikommen.

Plakat wird nun zwei Wochen hängen

Initiantin der Plakat-Idee ist Diana Huonder, die ebenfalls in Wettswil wohnt: «Ich hoffe, dass wir Belinda mit diesem Plakat eine kleine Freude machen und unsere Wertschätzung gegenüber ihrer Arbeit ausdrucken konnten.» Sie habe das Geld für das Plakat innert kürzester Zeit gesammelt gehabt. «Als ich in meinem Umfeld nachfragte, wollte gleich jeder mitmachen – ich hätte noch viel mehr Geld bekommen können, aber ich wollte ja nur die Plakatkosten decken und mich nicht daran bereichern.»

Das Plakat werde nun für die nächsten zwei Wochen im Dorfkern an der Moosstrasse hängen. «Wir mussten zuerst sicherstellen, dass Belinda nicht in den Ferien ist, damit sie das Plakat auch wirklich sieht», sagt Huonder. Nun sei sie gespannt auf ihre Rückmeldung.

«Es bringt nichts, wenn man einen Lätsch macht»

Pöstlerin Belinda Rickli hat via SMS von dem Plakat erfahren. «Ich bin dann auch kurz vorbeigefahren und habe ein Foto gemacht – ich war total überwältigt und habe auch die eine oder andere Freudenträne verdrückt», so Rickli, die seit 35 Jahren als Pöstlerin arbeitet – davon 17 Jahre in Wettswil. Sie wolle sich bei jedem einzelnen für diese wunderbare Geste bedanken.

Doch was ist ihr Geheimnis? «Das ist schwierig zu sagen. Ich will einfach, dass es allen gut geht und dass alle zufrieden sind», so Rickli. Zudem würde es nichts bringen, wenn man einen Lätsch machen würde. «Wenn man sich ärgert wenn es regnet, hört der Regen deswegen nicht auf – ich bin einfach ein fröhlicher Mensch», so Rickli.

Auch Post-intern wird Rickli geschätzt

Auch bei der Post freut man sich über die Aktion der Dorfbewohner. «Frau Rickli wird intern ebenfalls sehr geschätzt – beispielsweise bei der Einführung von neuen Angestellten in der Zustellregion», sagt Sprecher Oliver Flüeler. Zudem gäbe es auch ausserhalb dieser Plakataktion immer wieder sehr gutes Feedback von Kunden aus der Region. «Wie bei vielen anderen Postangestellten übrigens auch», so Flüeler.

(wed)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Mogli71 am 11.05.2017 07:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schöne Geste

    Das ist ein schönes Dankeschön von der Bevölkerung:-) freut mich für die Pöstlerin. Weiter so:-)

    einklappen einklappen
  • Jamaika Jamal am 11.05.2017 07:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wow!

    Herzige Geste. Finde es sehr schön sich auch mal bei Leuten zu bedanken die einen "unscheinbaren" Job machen. Sehr vorbildlich.

  • Sehnsucht 6 7 am 11.05.2017 06:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Dank

    Ich finde das eine super Idee. In Zeiten wo nur noch gemeckert wird so was positives zu sehen und zu tun. Das nennt man Wertschätzung und achtung der Person gegenüber. Danke das ich so was positives lesen durfte.

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Y.Meier am 11.05.2017 11:45 Report Diesen Beitrag melden

    Trotz dem Stress!!!

    Ja Belinda ist die Beste !!! Trotz dem Stress den sie hat!!!! hat sie immer ein Lächeln parat!!

  • Yvonne Meier am 11.05.2017 11:41 Report Diesen Beitrag melden

    Trotz dem Stress !!!

    Ja Belinda ist die Beste!! Trotz dem Stress den sie hat!! hat sie immer ein Lächeln parat!!!

  • Yvonne Meier am 11.05.2017 11:37 Report Diesen Beitrag melden

    Trotz dem Stress !!!

    Ja Belinda ist die Beste!!!! Und ich hoffe sie bleibt noch lange bei uns on Wettswil!! Trotz dem Stress den sie hat!! hat sie immer ein Lächeln parat !!!

  • Ich bleibe lieber unbekannt am 11.05.2017 10:21 Report Diesen Beitrag melden

    Danke "Baumgartner", Meierskappel!

    Hätte man auch für unseren Ex-Pöstler "Baumgartner" in Meierskappel machen müssen. Er war bis vor kurzem der beste Postbote über Jahrzehnte hinweg, den man sich vorstellen und wünschen kann. Leider wurde er wegen internen Querelen der Post in Rotkreuz in frühzeitige Pension geschickt. Die neuen tun ihren Job. Aber eben ... es gibt immer wieder Ausnahme Personen, welches gewaltige Unterschiede ausmachen können. An dieser Stelle ... Danke Herr Baumgartner für ALL Ihre Arbeit in unserem Dorf!

  • Alexa am 11.05.2017 10:21 Report Diesen Beitrag melden

    Tolle Idee, aber.......!

    Eine schöne und rührende Idee der Bewohnerinnen und Bewohner von Wettswil. Nur leider kann der Schuss auch ganz schnell nach hinten los gehen, wenn die Verantwortlichen der Post von dieser Aktion Wind bekommen und das werden sie ja nun zwangsläufig. In der Chefetage wird nämlich überhaupt nicht gerne gesehen, wenn Postbeamte dienstleistungsorientiert arbeiten und auch mal mehr machen, als sie eigentlich müssten. So erleben wir das täglich in Basel, wo die Post nur noch gewinnorientiert wirtschaftet und das Wort Dienstleistung nur noch im Zusammenhang mit zusätzlichen Kosten vorkommt. SCHADE