Neuer Rekord

07. März 2017 11:03; Akt: 07.03.2017 18:21 Print

3 Milliarden Franken Steuereinnahmen in Zürich

Die Stadt Zürich verzeichnete 2016 ein Plus von 288 Millionen Franken. Budgetiert war ein Überschuss von 8 Millionen Franken.

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Die Stadt Zürich verzeichnet für das Jahr 2016 erneut Rekordeinnahmen bei den Steuergelder. (Bild: Keystone/Gaetan Bally)

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Bei einem Aufwand von 9,260 Milliarden und einem Ertrag von 9,548 Milliarden Franken resultierte ein Gewinn von 288 Millionen Franken. Rechne man die vom Gemeinderat bewilligten Zusatzkredite und Globalbudget-Ergänzungen dazu, falle das Ergebnis 311 Millionen Franken besser aus als erwartet, teilte der Zürcher Stadtrat am Dienstag mit.

Das Eigenkapital beläuft sich Ende 2016 auf 1,018 Milliarden Franken. Dank einem um 8 Prozent höheren Selbstfinanzierungsgrad - nämlich 120 Prozent - konnten die langfristigen Schulden um 496 Millionen Franken reduziert werden, wie es weiter heisst.

Rekordhohe Steuereinnahmen

Gemäss Mitteilung haben «Budgetdisziplin, ausserordentliche Steuereinnahmen sowie Sondereffekte» wesentlich zum guten Abschluss beigetragen. So wurden mit fast 3 Milliarden Franken erneut so viele Steuern eingenommen wie noch nie – 342 Millionen mehr als im Vorjahr.

Der Ertrag aus Steuern der natürlichen Personen liegt mit 1,508 Milliarden Franken ebenfalls um 61 Millionen Franken höher als erwartet. Bei den juristischen Personen hingegen verfehle das Rechnungsergebnis von 943 Millionen Franken den «optimistisch budgetierten Wert» um 33 Millionen Franken aufgrund von geringeren Steuernachträgen.

Die Investitionsrechnung weist Nettoinvestitionen von 819 Millionen Franken aus. Budgetiert waren etwas mehr als eine Milliarde Franken. Die Investitionsausgaben betrugen 923 Millionen Franken. Das Budget wurde damit bloss zu etwa 78 Prozent ausgeschöpft.

Parteien ermahnen Stadt trotz Top-Ergebnis

Die Parteien und Verbände freuen sich über das gute Ergebnis der Rechnung der Stadt Zürich. Sie mahnen aber, dass nicht jedes Jahr mit Sondereinnahmen zu rechnen sei, und stellen Forderungen auf: Von der Steuersenkung über Lohnerhöhungen für das städtische Personal bis zu mehr Velowegen.

Die Zunahme des Eigenkapitals sei erfreulich, schreibt etwa die SP der Stadt Zürich. «Das zeigt in aller Klarheit: Die rot-grüne Finanzpolitik funktioniert.»

«Trotz dem guten Ergebnis gilt es zu beachten, dass ein Teil des Rekordertrags auf Sondereffekte zurückzuführen ist», teilten die Grünen Stadt Zürich mit. Ähnlich klingt es bei den Grünliberalen: Der positive Abschluss sei auf die ausserplanmässigen Sondereffekte zurückzuführen. Für die nächsten Jahre dürfe man deshalb nicht mit den gleichen Summen rechnen und müsse den Kurs der Kostendisziplin weiterverfolgen.

Bürgerliche fordern Steuersenkung

«341 Millionen Franken höhere Steuern als in der Rechnung 2015 zeigen, dass rot-grüne Geschichten aus 1001 Nacht über massive Steuerausfälle in den vergangenen Jahren tatsächlich reine Märchen sind», schreibt die FDP Stadt Zürich. Sie fordert eine Steuersenkung, Entlastungen für innovative Firmen, eine Reserve für die neue Steuerreform und Investitionen in effiziente Infrastrukturen.

Und die SVP schreibt: «Um die Finanzen der Stadt Zürich langfristig zu sanieren, muss der aufgeblasene Staatsapparat mit den überlaufenden Kosten im Bildungs-, Sozial- und Asylwesen zurückgefahren werden.»

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Salü am 07.03.2017 11:48 Report Diesen Beitrag melden

    Superreiche

    Achja und die Superreichen sollen abgewandert sein?! Ist ja schon interessant wie Politik gemacht wird. Das Geschäft mit der Angst und Unsicherheit. Jetzt hoffe ich doch, dass endlich bei der Bildung investiert wird!

  • M.C. am 07.03.2017 12:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wie lange noch?

    Tja, wir werden deftig geschröpft,solange wir arbeiten.Im alter können wir dafür verhungern.

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  • Thommy am 07.03.2017 11:48 Report Diesen Beitrag melden

    Wem nützt das?

    Leider hat das Personal nichts davon, seit 15 Jahren sitzen viele auf demselben Lohn. Hauptsache die Soziindustrie wird kräftig am Leben erhalten mit Ihrem unsäglich rieseigen Apparat.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • SchwierigschwererFall am 12.03.2017 07:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Endlich Mal

    Good News! Weiter so Zürcher! Der Apparat, das Herz und die Seele der Schweiz heisst Zürich! Applaus und immer dran bleiben

  • James am 12.03.2017 07:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Frage

    1/3 der Zürcher bezahlen absolut keine Steuer. Nichts. Ist es wirklich "normal"?

  • Ton Ton am 08.03.2017 12:09 Report Diesen Beitrag melden

    Weiter sparen, dann kommt es gut.

    Jetzt erst recht noch. mehr sparen. Den Überschuss verwenden wir dann für...? Ja wofür denn? Um den Firmen grosszügig Steuern zu erlassen. Und den Superreichen. Damit sie dann doch nicht noch abwandern, wenn sie hier gelesen haben, dass es Überschuss gab (also haben sie zu viel bezahlt). Sparen ist gut, Staat auf Minimum beschränken (nur für die Ausgaben, die die Privatwirtschaft nicht ausgeben möchte, weil nicht lohnend), dafür soll der Staat herhalten.

  • Chnoblibrot am 08.03.2017 09:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Neider

    Und wieder schauen die rechts-konservativen SVP'ler neidisch auf Züri und reiben sich die Augen, um die Tränen wegzuwischen. Rot/grün funktioniert und das ist gut so. Nun noch Velowege ausbauen, den Autoverkehr möglichst aus der Stadt verbannen (gilt nicht für Handwerker und Zulieferer) und den ÖV noch effizienter machen. Dazu gerne Alternative Begegnungsstätten fördern, günstige Wohnräume für Familien und alternative und Kulturschaffenden Räume zur Verfügung stellen.

  • Nationless am 08.03.2017 07:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ohne Wirkung

    Leider ist es so oft wie gewonnen, so zerronnen. Die Stadt gibt einfach viel in Unnützliches aus, wie in Krippen, Stadtaufwertungen durch Verkehrsberuhigung, Verkehrsschikanen und Trams aus, auch teure Bauten, Grundstückkäufe und dessen Hortung für Ihre ideologischen Stadtumbau kosten immens.