Räumung der Gammelhäuser

06. Januar 2017 11:43; Akt: 06.01.2017 13:16 Print

«Ich musste fast kotzen»

Die Verbarrikadierung der Gammelhäuser im Zürcher Kreis 4 hat am Freitag begonnen. Dabei war es auch den Arbeitern nicht ganz wohl.

Arbeiter werfen abgestandene Möbel aus den Gammelhäusern: Die Aufräumarbeiten an der Neufrankengasse haben begonnen. (Video: ced/jen)
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«Passt auf, es hat überall Spritzen», sagt ein Bauarbeiter vor den Gammelhäusern in die Runde: Am Freitagmorgen um 9 Uhr startete die Verbarrikadierung der Problemliegenschaften an der Neufrankengasse. Rund sieben Mitglieder der Räumungs-Crew rüsteten sich mit Mundschutz, Handschuhen und Helmen für die Arbeit in den Gammelhäusern.

Unter ihnen sind auch Ex-Bewohner wie der 40-jährige Toni. «Ich wurde vom Verwalter angestellt und helfe nun mit, die Möbel aus dem Haus zu schaffen und zu putzen», sagt er.

«Das stinkt ja übel»

Keine einfache Aufgabe: In den Häusern stinkt es bestialisch, Wohnungen und Gänge sind voller Unrat und immer noch tummeln sich Junkies in den Häusern.

Die Arbeiter beginnen im obersten Stockwerk mit der Räumung und Verbarrikadierung der Wohnungstüren. Im siebten Stock angekommen, rennen plötzlich alle nach unten – einer sagt: «Das stinkt ja übel. Ich musste fast kotzen.»

Wie sich die Anfänge der Räumungsarbeiten weiter gestaltet haben, sehen Sie im Video oben.



Verwalter Sherry Weidmann führt durch die Gammelhäuser, Bewohner erzählen, und die Polizei muss einschreiten. (Video: Jennifer Furer, Schnitt: Cédric Knapp)


Verwalter Sherry Weidmann verrät 20 Minuten, wie und wann er die Liegenschaften verbarrikadieren wird. (Video: jen)


Sherry Weidmann informierte am Mittwoch vor den Gammelhäusern über das weitere Vorgehen. (Video: jen/ced)

(jen)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Spaniel am 06.01.2017 12:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Grauenhaft

    Schlichtweg grauenhaft - die Arbeiter die das aufräumen müssen..... fast nicht auszuhalten.....

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  • Fauchi am 06.01.2017 12:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    assozial

    Wer spricht den hier von Menschen? Jedes Tier ist sozialisierter.

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  • Stadtzürcher am 06.01.2017 12:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ursprung und Realität

    Das ist die Ursache der Bewohner, nicht der Verwaltung. Weder hat die Verwaltung Urin, Kot und kaputte Möbel hinterlassen, noch ist es ihre Schuld, dass nie geputzt oder aufgeräumt wird. Es ist eine Vernachlässigung der Stadt, diese Menschen zur Ordnung aufzurufen. Sie aus dem Haus zu verbannen oder in Kliniken einzuweisen. Junkies waren auch mal Kinder einer Mutter, doch hat diese Mutter versagt. Und jetzt muss es die Allgemeinheit ausbaden!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Butch am 06.01.2017 19:09 Report Diesen Beitrag melden

    Vieles falsch gelaufen!

    1. Das Sozialamt bezahlt horrende Mieten für "Zimmer", nicht Wohnungen. 2. Die Zustände sind fatal. Das Sozamt hätte früher einschreiten müssen. 3. Das in ZH, das sich doch immer so rühmt, soooo super zu sein. Das gleicht eher einem Drittweltland so etwas. Wie dazumal beim Letten, als erst Leute sterben mussten bevor man den Mist weggeräumt hat.

    • SVPler am 06.01.2017 19:36 Report Diesen Beitrag melden

      Es gibt noch mehr davon

      An der Badenerstrasse gibt es auch so ein Gammelhaus wo praktisch nur an Sozialhilfeempfänger vermietet wird.

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  • Mark am 06.01.2017 19:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nur Verwalter?

    Wenn die Bewohner nicht wissen wohin, dann fragt doch einfach den Verwalter (oder doch Besitzer?). Er hat doch sicher eine weitere Liegenschaft, mit welcher er nur abzocken will!

    • Weidmann am 06.01.2017 19:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Mark

      Dieser Weidmann passt ja genau in das Milieu. Ein seriöser Verwalter hätte das Mandat schon längstens abgegeben, ausser es steckt mehr dahinter oder er sieht sich gerne im Fernsehen!

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  • Ruedi Hess am 06.01.2017 18:17 Report Diesen Beitrag melden

    Schweizer Lösung

    Tyisch schweizerische Lösung: gammlige Junkies wohnen in bester Lage! Junkies raus, erfrieren draussen uf dr Gass bei -15C. Sind eh vollgedröhnt und merken nicht mal, dass sie sterben. Problem gelöst, man ist die Leute elegant los und kann das Haus teuer sanieren und die Whg für 4000 CHF/M als Luxus vermieten...

  • morena am 06.01.2017 17:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    beschämend

    Finde das beschämend was die Verwaltung und Hauseigentümer gemacht haben..schlimmer noch dass das Sozialamt solche mieten zahlt wo nichts gemacht wird.

    • Heinz Meier am 06.01.2017 18:27 Report Diesen Beitrag melden

      Wer war es wohl

      Wie weiter oben schon geschrieben. Dioe Verwaltung hat diese Häuser nicht verschmutzt sondern die BEwohner.

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  • DieFeuerlilie am 06.01.2017 17:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sozialwohnungen ohne Kontrolle?

    Was mich interessieren würde: Wieso zahlte das Sozialamt für solche Bruchbuden? Hat da nie jemand zur Kontrolle vorbeigeschaut? Für mich ist dieses (bewusste?) Wegschauen des Staats jedenfalls kriminell.

    • Tigg am 06.01.2017 17:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @DieFeuerlilie

      Das Sozialamt ist nicht verantwortlich für die Wohnung, nur für den Mietzinns je nach Gemeinde. Ob damit eine Luxuswohnung oder eine Bruchbude bezahlt wird ist denen egal. In St. gallen kann man sich so für 800.- im Monat, alleinstehend, alles mögliche von 1 Zimmer Bruchbude bis 4 Zimmer ganz ok, leisten. In diesem speziellen Fall wäre ich jedoch für Stichproben, kann auch vom Gesundheitsamt her sein.

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