Wegen Totalsanierung

16. Oktober 2012 22:44; Akt: 16.10.2012 22:46 Print

Coop kündigt 68 Wohnungsmietern

von Roman Hodel - Schock für die 68 Mieter im Zürcher Letzipark-Block: Wegen der Totalsanierung müssen bis spätestens Ende Juni 2013 alle raus. Der Mieterverband ist empört.

storybild

Die Mieter in diesem Block verlieren ihre Wohnungen. (Bild: rom)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Die Hiobsbotschaft erhielten die 68 Mieter am Dienstagabend an einem Infoanlass im Partylokal Komplex 457: Sie müssen bis spätestens Ende Juni 2013 aus ihren Wohnungen im Letzipark-Block ausziehen. Grund dafür ist eine Totalsanierung des 25-jährigen Gebäudes. «Das ist eine Katastrophe», sagt Mieterin P.*, die mit ihrer Familie seit 12 Jahren in einer 4-½-Zimmer-Wohnung für 2100 Franken lebt. «Für diesen Preis finde ich in der Stadt nichts Vergleichbares mehr.» Auch Mieter C., der seit 3 Jahren in einer 2-½-Zimmer-Wohnung für 1500 Franken lebt, ist verärgert: «Von den Sanierungsplänen wussten wir zwar, doch dass wir deswegen raus müssen, ist neu.»

Heinrich Beer, Leiter Immobilienprojekte bei Coop, sagt: «Küchen, Bäder, Haustechnik und Fassade sind in schlechtem Zustand und müssen dringend erneuert werden.» Im Weiteren entspreche die Trittaschallisolation zwischen den Stockwerken nicht mehr den heutigen Anforderungen. Wie viel die Wohnungen danach kosten, stehe noch nicht fest. Mitte 2013 soll die Sanierung starten. Zeitgleich will Coop auf dem Letzipark-Areal mit dem Bau von 275 neuen Wohnungen beginnen (20 Minuten berichtete).

Kein Verständnis für die Kündigungen hat Walter Angst, Sprecher des Zürcher Mieterverbands: «Coop will die Sanierung nutzen, um die Rendite der Liegenschaft zu steigern – den Managern sind die Mieter egal.» Es sei beschämend, wenn eine Genossenschaft wie ein x-beliebiger Immo-Hai handle. «Wir werden auf die Mieter zugehen. Sie können die Kündigung anfechten und mehr Zeit für die Wohnungssuche verlangen», sagt Angst.

*Namen der Redaktion bekannt

Fragen und Antworten rund um die Kommentar-Funktion
«Warum dauert es manchmal so lange, bis mein Kommentar sichtbar wird?»

Unsere Leser kommentieren fleissig - durchschnittlich gehen Tag für Tag 4000 Meinungen zu allen möglichen Themen ein. Da die Verantwortung für alle Inhalte auf der Website bei der Redaktion liegt, werden die Beiträge vorab gesichtet. Das dauert manchmal eben einige Zeit.

«Gibt es eine Möglichkeit, dass mein Beitrag schneller veröffentlicht wird?»

Wer sich auf 20 Minuten Online einen Account zulegt und als eingeloggter User einen Beitrag schreibt oder auf einen Kommentar antwortet, der wird vorrangig behandelt. Hat ein eingeloggter User bereits viele Kommentare verfasst, die freigegeben wurden, so werden seine neuen Beiträge mit oberster Priorität behandelt.

«Warum wurde mein Kommentar gelöscht?»

Womöglich wurde der Beitrag in Dialekt verfasst. Damit alle deutschsprachigen Leser den Kommentar verstehen, ist Hochdeutsch bei uns Pflicht. Sofort gelöscht werden Beiträge, die Beleidigungen, Verleumdungen oder Diffamierungen enthalten. Auch Kommentare, die aufgrund mangelnder Orthografie quasi unlesbar sind, werden das Licht der Öffentlichkeit nie erblicken. (oku)

«Habe ich ein Recht darauf, dass meine Kommentare freigeschaltet werden?»

20 Minuten ist nicht dazu verpflichtet, eingehende Kommentare zu veröffentlichen. Ebenso haben die kommentierenden Leser keinen Anspruch darauf, dass ihre verfassten Beiträge auf der Seite erscheinen.

Haben Sie allgemeine Fragen zur Kommentarfunktion?

Schreiben Sie an feedback@20minuten.ch
Hinweis: Wir beantworten keine Fragen, die sich auf einzelne Kommentare beziehen.

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Deshalb können Storys, die älter sind als 2 Tage, nicht mehr kommentiert werden. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Architekt ax am 17.10.2012 16:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Grün bauen

    Wohnungen in Naturaplan-Wohnungen umzubauen, maxialminergie, 2000 Watt-Gesellschaft usw. kosten halt viel Geld.

  • Nico am 17.10.2012 12:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wohneigentum

    Ojee dieses Gejammer. Wer nicht abhängig sein will, soll sich Eigentum kaufen. Dieser Mieterverband kann nur motzen!

  • Mieter am 16.10.2012 23:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Immer dasselbe

    Kaum investiert eine firma geld und will für moderne wohnungen sorgen, werden sie an den pranger gestellt. Wir können froh sein, dass in der schweiz wohnungen mit der zeit renoviert werden!

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Elsi Kranz am 17.10.2012 18:57 Report Diesen Beitrag melden

    Poikot!!

    Man muss die COOP poikotiern. Die Läden meiden!

    • Bewohner am 18.10.2012 22:46 Report Diesen Beitrag melden

      Coop macht das richtig

      Auch schon mal von deutscher Rechtschreibung gehört? Boykott schreibt man mit B.

    einklappen einklappen
  • Architekt ax am 17.10.2012 16:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Grün bauen

    Wohnungen in Naturaplan-Wohnungen umzubauen, maxialminergie, 2000 Watt-Gesellschaft usw. kosten halt viel Geld.

  • nurmalso am 17.10.2012 15:37 Report Diesen Beitrag melden

    Ewige Leier

    Wenn ein Wohnblock seit 40 Jahren nicht renoviert wurde ist der Vermieter ein Abzocker, der nur die Miete kassiert und nichts machen will. Wird das Haus renoviert ist der Vermieter ein Abzocker, der nur höhere Mieten kassieren will.

  • Dani am 17.10.2012 15:12 Report Diesen Beitrag melden

    Zu teuer?

    Wem es zu teuer in Zürich ist, kann jederzeit wo anders hin ziehen. Manchmal frage ich mich. Gilt auch für diejenigen die sich an den Autos oder an den vielen Menschen in der Stadt stören. Eine Stadt ist eine Stadt und die Preise sind dort in der Regel immer höher als in kleineren Ortschaften. Wer es günstig und ruhig will, kann ja aufs Land ziehen. Einziger Kritikpunkt: Fraglich weshalb den Mietern gekündigt wird, aber wenn die Leute 2 Monate komplett ausziehen müssten wegen der Renorvation wäre es ihnen ja auch wieder nicht recht... Aber 7 Monate reichen völlig um eine neue Wohnung zu finden

  • Irving Lambert am 17.10.2012 14:22 Report Diesen Beitrag melden

    Spitze

    war ja irgendwie klar, dass mit Suter (HSG) an der Spitze von Coop sich finanziell einiges ändern wird und nicht zum Wohl der Kunden....

Immobilien

powered by

Immobilien finden

PLZ
Preis bis
Zimmer bis

Nachmieter finden? Jetzt bei homegate.ch inserieren