Zürich

30. März 2015 10:30; Akt: 30.03.2015 10:30 Print

Anwohner ärgern sich über Schnitzeljagd

Immer mehr Leute begeistern sich für das Geländespiel Foxtrail, eine professionalisierte Form der Schnitzeljagd. Zürcher Quartier-Bewohner teilen die Begeisterung weniger.

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Die Foxtrail-Strecke führt auch durchs Zürcher Niederdorf. (Bild: Keystone/Ennio Leanza)

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Jeder kennt das Spiel aus seiner Kindheit: die Schnitzeljagd. Bei dem Geländespiel müssen die Teilnehmer mithilfe von verschiedenen Hinweisen ein bestimmtes Ziel erreichen. Foxtrail heisst die professionalisierte Form der Schnitzeljagd und wird in der ganzen Schweiz durchgeführt. Hinter dem Angebot steht die Swisscovery GmbH.

Über 100'000 Personen nahmen letztes Jahr an der Schnitzeljagd teil. Allein in Zürich waren es rund 25'000. «Wir stossen an die Grenze unserer Kapazitäten», sagt Marketingchef Thomas Bösiger zum «Tages-Anzeiger». Deshalb wird das Angebot in Zürich laufend um andere Strecken erweitert.

Zürich Tourismus von der Idee begeistert

An der Schnitzeljagd können sowohl Einzelpersonen als auch Firmen teilnehmen. Laut Bösiger buchen Grossfirmen Foxtrail manchmal für bis zu 200 Personen. Zudem kann man seit Dezember nach Einbruch der Dunkelheit auf die Jagd gehen.

Unterstützt wird der Freizeit-Event von Zürich Tourismus. «Damit lässt sich die Stadt auf völlig neue Art entdecken», sagt Sprecherin Claudia Premoli. Denn man entdeckt dabei Orte abseits touristischer Pfade.

Teilnehmer landen oft auf Privatgrundstücken

Dass viele Foxtrail-Teilnehmer von den Pfaden abkommen, erfreut jedoch nicht alle, berichtet der «Tages-Anzeiger». Viele Schnitzeljäger geraten häufig auf Privatgrundstücke. So musste eine Oberdorf-Bewohnerin ein Warnschild an ihren Zaun hängen: «Hier kein Foxtrail!»

Auch die Foxx Galerie im Niederdorf ist genervt über die Schnitzeljäger. Die Galerie ist eine Zürcher Partnerinstitution der Swisscovery GmbH und ein Foxtrail-Hinweis ist in ihrem Schaufenster zu sehen. Allerdings gebe es immer wieder «zerstreute Schnitzeljäger», die in den Laden stürmten und Hilfe suchten, sagt Inhaberin Claudine Francine Bandi: «Wenn ich gerade in einem wichtigem Kundengespräch bin, ist das unangenehm.» Dabei stehe in den Unterlagen der Teilnehmer, dass das Ladenpersonal nicht gefragt werden darf. «Viele Teilnehmer können offenbar nicht richtig lesen», sagt Claudine Francine Bandi. «Das ist sehr schade, denn Foxtrail ist eigentlich eine Supersache.»

(fro)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • wutbürger am 30.03.2015 10:50 Report Diesen Beitrag melden

    nie ist es recht

    wenn schweiz tourismus nichts macht in einer region, heisst es wieder, man kümmere sich nicht um den standort. wenn sie was aufziehen ist es nicht recht, weil "fremde fötzel" herumlaufen und "stören". entscheidet euch doch mal, wollt ihr touristen haben oder nicht?

  • LadyQ am 30.03.2015 10:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Genial

    Foxtrail ist super! ha das mit meinen Lehrlingen durchgeführt. Eine super Möglichkeit um den Tamgeist zu fördern.

  • Martin am Arbeiten am 30.03.2015 10:44 Report Diesen Beitrag melden

    Potentieller Kunde

    Ein potentieller zukünftiger Kunde verirrt sich während der Schnitzeljagt in ein Geschäft. Das geht natürlich gar nicht. PS: Ich bin ein grosser Fan von Foxtrail. Da kommt man in Gegende in welche man sich sonst nie verirren würde.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • grey Fox am 31.03.2015 13:48 Report Diesen Beitrag melden

    Foxtrail Fun

    Also wir machen uns immer einen Spass daraus die Versteckten Botschaften zu verraten oder auch mal falsche Hinweise zu geben. Die Leute kommen immer so gestresst an, da helfen wir doch schnell mal, da die Leute von foxtrail immer die gleichen Verstecke nutzen.

  • outdoor activity am 31.03.2015 09:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    tabtour

    Ich finde solche outdoor und interaktive Aktivitäten super. Ich habe auch schon eine tabtour gemacht. Das ist eine digitale Schnitzeljagd. Wir waren in einem Team mit Tabletpc unterwegs durch Zürich. Das war so spannend, dass wir nicht mehr aufhören wollten. Sollte man unbedingt auch mal erlebt haben!

  • trudi am 30.03.2015 16:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    immer diese nörgler

    Meine güte was für wohlstands problemli. Seit etwas lockerer. Genau diese ewigen nörgler können einem die lebensqualität in diesem land nehmen.

  • Schneehäsli am 30.03.2015 14:24 Report Diesen Beitrag melden

    Sorry, kann ich nicht verstehen...

    Wenn nichts gemacht wird & die Leute rumhängen - es wird gemotzt. Wird eine Aktivität geboten - es wird gemotzt. Auch ohne das wird in den Läden nach Sachen gefragt, wo bleibt die Freundlichkeit gegenüber den Menschen?!

  • aris am 30.03.2015 13:46 Report Diesen Beitrag melden

    Immer motzen!

    Hauptsache man kann sich wieder einmal über etwas beschweren!