Zürich

01. April 2012 20:37; Akt: 01.04.2012 21:30 Print

Tramführerin bloggt über Ausbildung

von Roman Hodel - Erstmals bloggt eine angehende Tramführerin über ihre Erlebnisse. Sie will damit andere Frauen auf den Geschmack bringen.

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Kleider fassen: Edi Popovic (l.) mit Antonella Leonforte. (Bild: Nicolas Y. Aebi)

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Dank einer Kampagne erhielten die Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ) im letzten Halbjahr für freie Stellen im Tramcockpit fast doppelt so viele Bewerbungen von Frauen wie bisher. 16 von 40 neu angestellten Tramführern sind Frauen – ein Rekord. Eine von ihnen ist Edi Popovic. Heute beginnt für die gelernte Coiffeuse ihre zweimonatige Ausbildung. Über ihre Erlebnisse dort berichtet die 44-Jährige als Premiere auf Facebook und in einem Blog. «Ich hoffe, dadurch noch mehr Frauen fürs Tramführen zu begeistern», sagt Popovic. «Für mich ist es ein Traumjob, weil ich viele Menschen transportieren und die Stadt noch besser kennenlernen kann.»

Dass Frauen besser Tram fahren als Männer, glaubt die Serbin nicht: «Höchstens etwas vorsichtiger», so Popovic augenzwinkernd. Trotzdem habe sie Respekt vor unachtsamen Fussgängern und Autofahrern: «Doch damit kann ich umgehen.» Ebenso wie mit erbosten Passagieren, die ihr den Vogel zeigen, weil sie etwa die Türen an der Haltestelle nicht mehr öffnen darf: «Heikle Situationen wie diese kenne ich vom Verkauf her, wo ich gearbeitet habe.» Neu ist für Popovic hingegen die Schichtarbeit: «Dafür habe ich frei, wenn andere arbeiten», sagt sie. «Auch meine beiden 12- und 17-jährigen Kinder stört dies nicht – sie finden es sowieso lässig, dass ihre Mutter bald ganz vorne im Tram sitzen wird.»

www.facebook.com/vbzjobs
www.westnetz.ch

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