Cage Warriors

14. Februar 2014 03:13; Akt: 14.02.2014 03:13 Print

Zürcher Kampfsportler auf Londoner Bühne

Die Kampfsportler Benjamin Brander und Gregor Weibel treten am 15. Februar bei der Meisterschaft Cage Warriors 64 in London an. Nur wenige Schweizer haben dies bisher geschafft.

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Nach dem letzten Training vor der Abreise nach London (v.l.): Augusto Frota mit Benjamin Brander und Gregor Weibel sowie Trainingspartner Martin Buschkamp und Ivan Musardo. (Bild: Ueli Kaufmann)

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In jeder freien Minute tauschen Student Benjamin Brander (26) den Uni-Hörsaal und Maurer Gregor Weibel (27) die Baustelle gegen ihr grösstes Hobby: den Kampfsport. Dieser führt die beiden Zürcher am kommenden Wochenende sogar nach London. Dort werden die beiden Kampfsportler der Profi-Kategorie bei der Meisterschaft Cage Warriors 64 antreten. «Ich freue mich darauf, das war immer ein Traum von mir», sagt Weibel.

Zwar erhält man bei den Cage Warriors, der in Europa führenden Organisation für Mixed Martial Arts (MMA), nicht die grossen Gagen – dafür gilt der Anlass als Sprungbrett für Amerika und Asien. Nur eine Handvoll Schweizer haben es bis anhin auf diese grosse, internationale Bühne geschafft. «Das liegt vor allem am kleinen Markt für Kampfsport in der Schweiz», sagt Augusto Frota, der Trainer der beiden. Die meisten Schweizer sähen den Sport etwas kritisch, dieser sei ihnen zu brutal. «Die talentierten Sportler kriegen deshalb wenig Aufmerksamkeit – dies erschwert uns die Verhandlungen mit den grossen Internationalen Organisationen.» Das sei mit ein Grund, weshalb man in der Schweiz nicht davon leben könne.

Von heute auf morgen zum Weltmeister

Brander und Weibel trainieren bis zu zwölf Mal pro Woche: Brazilian Jiu Jitsu, Muay Thai, Ringen, Boxen und Conditioning müssen unter einen Hut gebracht werden. «Neben meinem Studium arbeite ich nebenbei in einem Büro – glücklicherweise bin ich bei beidem sehr flexibel», antwortet Brander auf die Frage, wie er das Trainingspensum mit seinem Alltag vereinbaren könne. Für Freunde und Freizeit bleibe daneben allerdings kaum Zeit, fügt er hinzu.

Gregor Weibel, ein ehemaliger Snowboarder, ist für den Kampfsport extra von Glarus nach Zürich gezogen. Von seiner Arbeit als Maurer nimmt er sich, wenn möglich, für die intensiven Vorbereitungen vor Kämpfen frei.

Wegbereiter für andere

«Es gibt Leute, die glauben, man könne von heute auf morgen Weltmeister werden – so läuft das aber nicht», sagt Frota. «Beni und Gregi arbeiten hart und machen einen Schritt nach dem anderen. Sie wollen sich stets verbessern und betrachten sich und ihre Leistungen stets selbstkritisch.» Mit starken Auftritten in London könnten Brander und Weibel am Samstag nicht nur ihrer eigene Karriere auf die Sprünge helfen – sie könnten auch Wegbereiter für weitere Schweizer Kampfsportler werden.

(blu)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Chuck Liddell am 14.02.2014 06:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    You are not alone GO4IT

    Viel Glück jungs! Igr wisst das ihr nicht alleine seid es gibt 100te wie euch hier die auch trainieren wie verrückte und den Sport lieben. Train Hard FIGHT EASY

  • Thomas am 14.02.2014 07:50 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Respekt

    Respekt. Letzten Samstag bin ich per Zufall nach 20:00 Uhr (!) am Gym vorbeigelaufen. Sie waren fleissig am trainieren die Jungs!

  • Fedor am 14.02.2014 07:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    MMA i love it

    viel glück euch beiden. grüsse von Muay Thai March

Die neusten Leser-Kommentare

  • Andre E. am 14.02.2014 10:05 Report Diesen Beitrag melden

    Viel Erfolg den zwei!

    Ich bin froh dass auch die Medien inzwischen begriffen haben, dass MMA kein sinnloses Prügeln, sondern eine komplexe Kategorie Kampfsport ist. Es müssen Fähigkeiten aus komplett verschiedenen Kampsportarten (Brazilian Jiu Jitsu am Boden, Thai-Boxen im Stand, Ringen/Judo für den Übergang) trainiert werden. Schaue sich auch einer mal die Weltspitze an (ehemalige Olympia Ringer, unzählige College State Champions, K-1 Champions, BJJ Weltmeister, Judo Olympiasiegerin, usw. usf. welche sich auch in die anderen Sparten "ein-trainiert" haben).

  • MuayThai4Ever am 14.02.2014 09:37 Report Diesen Beitrag melden

    Go Hard or Go Home

    Ihr schafft das mit Sicherheit! Dafür habt ihr trainiert! Das sind die Vorreiter einer besseren, wenn auch kampflustigeren Generation!

  • KurdeMMA am 14.02.2014 09:27 Report Diesen Beitrag melden

    Kampfsport

    Viel Erfolg

  • S N am 14.02.2014 09:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    nak muay

    zu all den vorlauten kritikern: ihr wisst nicht was für ein aufwand hinter dem sport steckt. ausserdem ist bei den kämpfen um einiges mehr respekt im spiel als zum beispiel bei fussballern, die den schiri angreifen, einander anspucken etc und damit noch millionen verdienen. verletzungen hat ein professionell trainierender vollkontakt kampfsportler auch nicht mehr als in anderen sportarten!

    • Patrick Lohri am 14.02.2014 21:53 Report Diesen Beitrag melden

      Vorsätzliche Körperverletzung

      Wobei die Verletzungen hier mit voller Absicht zugefügt werden, es sind also nicht einfach Unfälle! Von den Langzeitschäden redet hier auch keiner!

    einklappen einklappen
  • jane am 14.02.2014 08:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    verückt

    mein freund ist auch einer von euch "verrückten" ;-) vill spass noch.