Illegale Aktion

17. Juni 2013 10:35; Akt: 17.06.2013 10:35 Print

Ghostbikes weisen auf Unfall-Hotspots hin

Velounfälle haben in der Stadt Zürich seit 2006 um 50 Prozent zugenommen. Aktivisten markieren nun mit weissen Velos die 15 gefährlichsten Stellen in den Kreisen 1, 4 und 5.

storybild

Ein Ghostbike an der Ecke Hard-/Josefstrasse in Zürich-West. (Bild: 20 Minuten/rom)

Zum Thema
Fehler gesehen?

Ein weiss angespraytes Velo ist seit gestern Abend an der Kreuzung Hard-/Josefstrasse unter der Hardbrücke angekettet. Zwei Rosen sind angesteckt, eine Grabkerze brennt. Im Velodreieck steht geschrieben: «Zu viele Velounfälle an dieser Stelle – wo ist der Veloweg?» Ohne Erlaubnis hat eine Gruppe von rund einem Dutzend Aktivisten an 15 Velounfall-Hotspots in der Zürcher City sowie in den Kreisen 4 und 5 sogenannte Ghostbikes aufgestellt: Neben der Hardbrücke beispielsweise am Central, Albis­riederplatz, Letzi­grund-Kreisel oder an der Einmündung von der Lang- in die Badenerstrasse. «Velounfälle haben laut Unfallstatistik der Polizei seit 2006 um 50 Prozent zugenommen – wir wählten jene Orte aus, wo es zu den meisten Ereignissen kam», sagt ein Aktivist, der vorerst anonym bleiben möchte. Ziel sei es, alle Verkehrsteilnehmer mit kreativen Mitteln auf die gefährlichen Situationen hinzuweisen.

Die Idee mit den Ghostbikes stammt aus London. «Einer von uns hat das dort gesehen», sagt der Aktivist. Auch in anderen Städten wie New York oder Berlin seien Ghostbikes bereits populär. Die Zürcher hoffen nun sogar auf Nachahmer: «Wer in seinem Quartier eine Unfallstelle markieren möchte, soll dies unbedingt tun.»

(rom)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Martin am 17.06.2013 12:26 Report Diesen Beitrag melden

    Idee Gut aber

    Wer im Glashaus sitzt... Zuerst sollten die Velofahrer sich mal an die Verekhrsregeln halten und danach neue Velostreifen verlange!

  • Michel am 17.06.2013 12:10 Report Diesen Beitrag melden

    Kein Wunder

    Die Velofahrer sind ja auch wie die Henker unterwegs. Missachten das Rotlicht, fahren nicht auf den Velowegen sondern auf der Strasse obwohl nebenbei ein Veloweg ist. Ich bin dafür, dass wir eine Nummerpflicht für Fahrräder einführen und die Velofahrer so bei Missachtung des Rotlichts sowie nicht benutzung der Velowege mit massiven Geldbussen bestraft.

  • w.i. am 17.06.2013 11:58 Report Diesen Beitrag melden

    Ego Fahrar nicht Velo fahrer

    Velo fahrer denken immer die seien die einzigen auf der strasse! Rote Ampeln ignorieren sie ganz einfach. Ich habe schon paar mal schier einen "Veloprofi" überfahren weil er von rechts in die Kreuzung fur, obwohl seine Ampel ganz offensichtlich rot war, da die Autos auch anhielten. Da ist es kein wunder dass immer mehr unfälle passieren.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Souichi Sugano am 17.06.2013 18:26 Report Diesen Beitrag melden

    Interessant...

    Wenn ich in ZH als Autofahrer unterwegs bin, sehe ich alleine auf einer Fahrt mehrere Fahrrad fahrer, die Rote Ampeln ueberahren, und so grobfahrlaessig in den Strassenverkehr eingreifen. Ich hatte schon mehrere Vollbremsungen hintermir, da Fahrradfahrer ploetzlich abbogen, ueber rot fuhren, und sogar einmal von der Gegenfahrbahn, rechts von mir in eine Strasse fuhren. Rechtlich ist es jedenfalls so, dass man das Staerkere Fahreug hat, und so mit Automatisch Schuld ist, bis man seine Unschuld beweissen kann. Darum habe ich nun 2 Dash-Cams die alles immer Aufzeichnen.

  • Scrat am 17.06.2013 13:23 Report Diesen Beitrag melden

    Wo der Radweg ist?

    Schaut mal genauer auf das Symbolbild... die Fahrbahnmarkierungen sprechen doch eine klare Sprache. Allerdings ist es schon so, dass unsere Stadtplaner unter der Hardbrücke eine völlig missglückte Verkehrsführung eingeführt haben, welche keinen Verkehrsteilnehmer glücklich macht und die Unfälle provoziert. Typisch Rot-Grün - auch wenn der Schuss in diesem Fall nach Hinten losgegangen ist und die eigenen Reihen trifft. Eine grosse Chance wurde verpatzt - Schade und vor allem Bedenklich.

  • Martin am 17.06.2013 12:26 Report Diesen Beitrag melden

    Idee Gut aber

    Wer im Glashaus sitzt... Zuerst sollten die Velofahrer sich mal an die Verekhrsregeln halten und danach neue Velostreifen verlange!

  • Verärgerter Autofahrer am 17.06.2013 12:23 Report Diesen Beitrag melden

    Wer ist Schuld?

    99% der Fahrradunfälle werden von den Velorowdys selber verursacht. Darauf sollten dieses "Aktivisten" hinweisen. Aber es ist halt einfacher die Schuld beim bösen Autofahrer statt bei sich selber zu suchen. Hier sollte die Polizei mal vernünftg kontrollieren und nicht dauernd die Motorfahrzeugführer drangsalieren. Sehr geeignet wäre auch ein Nummernschild wie es die Mofas haben. So könnte jeder Velofahrer klar und einfach Identifiziert werden.

  • Michel am 17.06.2013 12:10 Report Diesen Beitrag melden

    Kein Wunder

    Die Velofahrer sind ja auch wie die Henker unterwegs. Missachten das Rotlicht, fahren nicht auf den Velowegen sondern auf der Strasse obwohl nebenbei ein Veloweg ist. Ich bin dafür, dass wir eine Nummerpflicht für Fahrräder einführen und die Velofahrer so bei Missachtung des Rotlichts sowie nicht benutzung der Velowege mit massiven Geldbussen bestraft.