Häusliche Gewalt

09. Juli 2012 21:21; Akt: 10.07.2012 08:19 Print

Fussfesseln für prügelnde Ehemänner

von Marco Lüssi - Der Kanton Zürich will gewalttätige Ehemänner an die Leine nehmen. Mit dem neuen Alarmsystem könnte Blutvergiessen verhindert werden. Untersuchungen sind am Laufen.

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Eine elektronische Fussfessel. (Bild: Keystone)

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Der Portugiese, der am letzten Mittwoch seine Ehefrau am Bahnhof Schübelbach SZ erschoss, war von den Behörden mit einem Kontakt- und Gebietsverbot belegt worden. Hätte er eine Fussfessel getragen, die Alarm geschlagen hätte, als er sich seinem Opfer näherte, wäre die Bluttat möglicherweise zu verhindern gewesen.

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Doch noch werden elektronische Fussfesseln bei Fällen von häuslicher Gewalt in der Schweiz nirgends eingesetzt – anders als etwa in Spanien. Am weitesten fortgeschritten sind die Planungen im Kanton Basel-Landschaft: Dort müssen nur noch die genauen Abläufe geklärt werden, bis die ersten Männer, die ihre Frauen bedrohen, eine Fussfessel verpasst bekommen.

Technische und rechtliche Fragen noch nicht geklärt

In die gleiche Richtung plant man im Kanton Zürich: «Bei hochgefährlichen Tätern könnten elektronische Fussfesseln künftig eine mögliche Massnahme sein», bestätigt Cornelia Kranich, Co-Leiterin der kantonalen Interventionsstelle gegen häusliche Gewalt, einen Bericht von Radio DRS. Erste Ergebnisse einer Arbeitsgruppe zum Thema sollen in sechs bis neun Monaten vorliegen.

Vorher müssten aber diverse rechtliche und technische Fragen beantwortet werden – dazu gehört auch, dass sichergestellt sein muss, dass die Polizei bei einem Alarm schnell genug vor Ort ist. Max Hofmann, Generalsekretär des Schweizer Polizeibeamtenverbands, sagt, er begrüsse diese neue Technologie. «Sie bringt aber nur etwas, wenn man die Polizeikorps mit genügend Leuten ausstattet.»

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Die neusten Leser-Kommentare

  • maja naef am 11.07.2012 10:36 Report Diesen Beitrag melden

    Bodyquard

    Es wäre besser wenn endlich zugegeben würde, dass die psychiatrischen Gutachten nichts taugen. Eine Versicherung, dass bedrohte Frauen einen Bodyguard mieten können. Dauernd wird nur Geld verschleudert für die Täter.

  • Gerupftes Huhn am 10.07.2012 08:52 Report Diesen Beitrag melden

    Jaja die bösen Männer...

    Hauptsache es kann wieder einmal gegen die "bösen" Männer geschossen werden. Als Mann ist es heute wirklich ratsam Single zu bleiben oder zumindest nicht zu heiraten, sonst entrechtet Mann sich bedingungslos und ist dem Willen der Frauen total ausgeliefert. Ist schon interessant was manche Leute sich einfallen lassen, um Männer noch mehr in Ketten zu legen als wir sonst schon von gesetzes wegen sind.

  • Anna Meier am 10.07.2012 08:48 Report Diesen Beitrag melden

    Hoch Zeit

    Ich erwarte dass das gleiche gilt für Frauen als Männer, als auch für jeder die ein Annäherungsverbot aufgelegt wurde. Tragisch dass jemand sterben musste bevor halbwegs venünftige Massnahmen in Erwägung gezogen werden.

  • Iris am 10.07.2012 08:00 Report Diesen Beitrag melden

    Fussfesseln für alle Ehemänner

    Noch besser finde ich wenn man gleich alle Ehemänner mit Fussfesseln ausrüstet. So kann die Frau jederzeit kontrollieren ob er fremd geht, was er in seiner Freizeit macht etc. Verkauft wird es dann unter dem Motto "wer nichts zu befürchten hat muss auch keine Angst haben" :-)

    • Nic. am 11.07.2012 10:24 Report Diesen Beitrag melden

      auch für Lady's

      Frauen gehen wohl öfters fremd, deshalb das selbe auch für Frauen.

    einklappen einklappen
  • P. Baumann am 10.07.2012 07:42 Report Diesen Beitrag melden

    Gibts sowas auch für Frauen?

    Stalkerinen und Co.? Gibt ja auch ein Mannenhaus und das nicht ohne Grund.

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