Zürcher Initiative

29. Juni 2016 14:04; Akt: 29.06.2016 14:36 Print

Stadtrat will kein tägliches veganes Menü in Kantinen

Der Stadtrat lehnt die Volksinitiative «für nachhaltige und faire Ernährung» ab. Diese sah unter anderem ein tägliches veganes Menü in städtischen Betrieben und Institutionen vor.

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Eine Initiative wollte ein tägliches Menü in städtischen Kantinen. (Bild: Keystone)

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Die städtische Volksinitiative für nachhaltige und faire Ernährung wurde im letzten Herbst beim Stadtrat eingereicht. Dieser lehnt diese aber ab, wie er am Mittwoch mitteilte.

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Der Fokus der Initiative liege allein auf der Förderung der pflanzlichen Ernährung, die einen Teilaspekt der nachhaltigen und gesunden Nahrung darstelle, schreibt der Stadtrat in seiner Mitteilung vom Mittwoch. Aus ökologischer Sicht fehlten Aspekte wie Regionalität, Saisonalität, Transport, Bodenbewirtschaftung und Food Waste.

Keine Stiftung für pflanzliche Ernährung

Dieser breiteren Betrachtung trügen die städtischen Verpflegungsbetriebe Rechnung. Zu den vielen bereits heute umgesetzten Massnahmen gehören «vegetarische und klimafreundliche Menüangebote» und Projekte zur Verhinderung von Food Waste, also der Verschwendung von Nahrungsmitteln.

Abgelehnt wird vom Stadtrat die Forderung, die Stadt Zürich solle eine Stiftung zur Förderung einer nachhaltigen pflanzlichen Ernährung einrichten, die über die Auswirkungen des Tierproduktekonsums auf das Klima, den Ressourcen- und Landverbrauch, die Gesundheit und das Tierwohl informiert.

Bestehende Institutionen unterstützen

Zielführender sei es, den Nachhaltigkeitsaspekten in den massgebenden bestehenden Institutionen - wie der Schweizerischen Gesellschaft für Ernährung oder der Stiftung für Konsumentenschutz - mehr Beachtung zu schenken.

Stadtpräsidentin Corine Mauch habe das Engagement der Stadt Zürich im Bereich der nachhaltigen Ernährung mit der Unterzeichnung des «Milan Urban Food Policy Pact» an der Expo Milano 2015 bekräftigt. Der Vertrag steht für einen umfassenden Ansatz zur Förderung einer nachhaltigen Entwicklung des lokalen Ernährungssystems.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • B.evormundung am 29.06.2016 15:15 Report Diesen Beitrag melden

    Bevormundung

    Wieso wollen Veganer die ganze Nation bevormunden? Das ist langsam zuviel des Guten. Jeder kann selbst wählen was er will.

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  • M.Furrer am 29.06.2016 14:50 Report Diesen Beitrag melden

    Selbstverantwortung!

    Dass es für alles eine Initiative braucht? Der Koch der Kantine ist doch selber alt genug zu entscheiden, ob er Vegan, Vegetarisch oder mit Fleisch kochen möchte.

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  • Stefan Z. am 29.06.2016 14:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ich kombiniere viel Veganes mit Fleisch!

    Ich koche gerne. Ich finde das eine tolle Idee. Auch ich koche oft vegan und kombiniere das dann gerne mit einem guten Stück Fleisch. Wichtig ist mir die artgerechte und biologische Haltung!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Rene Schmid am 01.07.2016 18:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ich möchte mein Schnitzel

    Solange es jeden Tag SchnitzelPommfrites gibt , können die von mir aus vegan , vegetarisch , koscher etc . servieren.

  • Denise am 01.07.2016 11:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Leben und ...

    leben lassen. Mein Lebensrezept! Jeder soll essen was er will und was ihm schmeckt.

  • De Laurentis am 01.07.2016 08:33 Report Diesen Beitrag melden

    Selbstversuch

    Villeicht interressiert es hier jemanden wenn ich folgendes erzähle: Hingerissen von den vielen positiven Meldungen über Vegetarische und Vegane Ernährung, habe ich mich erst 5 Jahre Vegetarisch- und anschliessend 3 Jahre Vegan ernährt. Meine Blutwerte haben sich weder bei Vegetarischer- noch bei der Veganen Ernährung nennenswert verändert. Was sich verändert hat war ich selber. Ständig gereizt und "giftig". Mein Fazit nach diesem 8-jährigen "Selbstversuch": Alles in Massen geniessen. Herkunft und Herstellung beachten. Seither mag ich mich wieder und gehe meiner Umgebung nicht auf den Keks.

  • Marie Antoinette am 01.07.2016 06:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    auffallend

    Wenn man sich die Kommentare zu Gemüte führt, sobald das Thema "vegan" fällt, ist nicht zu übersehen, dass die Gruppe der Veganer sehr informiert zu sein scheint und sehr professionell zu argumentieren imstande ist. Die Fleischesser hingegen fallen besonders durch oft tragisch mangelhafte Schreib- und Ausdrucksweise auf. Was zeigt uns das? Ist es die ungebildete Unterschicht, die sich hier immer wieder verzweifelt zu verteidigen versucht? Die Menschen, die sich einer geistigen Weiterentwicklung und Evolution verschliessen? "Weil das immer schon so war...." vielleicht?

  • liv v am 30.06.2016 11:35 Report Diesen Beitrag melden

    Schade

    Wir Veganer schreiben euch überhaupt nichts vor.Ihr müsst das Menü nicht kaufen wenn ihr nicht wollt.Aber Tierprodukte sind in der heutigen Zeit leider überall und kaum mehr zu meiden. Wenn der Klimawandel so weit vortgeschritten ist das die Menschen zugrunde gehen werden sie darüber reden wie egoistisch die heutigen Menschen waren."Sie assen 150 Milliarden Tiere pro Jahrund verursachten damit den Klimawandel. Sie fütterten Tonnen von Kraftfutter welches gepflanzt wurde wo früher Regenwald wuchs an Masttiere und auf der anderen Seite der Welt verhungerten die Menschen." Ich hoffe es gibt Karma

    • Fast-Veganer am 30.06.2016 15:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @liv v

      Ich bin (noch) kein Veganer, aber ich verstehe die Veganer immer besser. Es ist ja unglaublich, wie hier Menschen bekämpft werden, die nichts anderes wollen, als den Planeten zu erhalten, den Tieren wohlgesinnt sind und eigentlich nur friedlich und leidfrei zu essen versuchen. Eine Schande, dass dies von der Politik nicht viel mehr unterstützt wird! Es scheint, dass da eben wieder ein paar der Oberen kräftig abkassieren. Schliesslich geht es in der Fleisch- Milch- und Eierindustrie um milliardenschwere Umsätze. Da lässt man sich schon gerne mal etwas schmieren.

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