Kandidatur 2026

11. Januar 2017 13:17; Akt: 11.01.2017 13:38 Print

Werden Winterthur und Rapperswil olympisch?

Die Bündner rechnen für ihre Olympiakandidatur 2026 auch mit Zürich als Austragungsort. Zeigt die Stadt weiterhin kein Interesse, sollen Winterthur und Rapperswil zum Zug kommen.

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Brennt in Rapperswil-Jona und in Winterthur bald das olympische Feuer? Die Bündner Olympiapläne sehen diese Option zumindest vor. (Bild: Keystone/Laurent Gillieron)

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Die Stars der Wintersportszene sollen 2026 in der Schweiz um Olympiamedaillen kämpfen. Das ist der Plan des Kantons Graubünden, der derzeit erneut an einer Olympiakandidatur arbeitet. Am Dienstag hat die Bündner Regierung das komplette Dossier für die Kandidatur publiziert – mit einer Überraschung, wie SRF vermeldet.

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Gemäss dem Konzept basiert die Olympiakandidatur auf den vier Standorten Chur, Davos, St. Moritz und Zürich. In diesen Grossregionen sollen die Wettkämpfe stattfinden. Die Stadt Zürich zeigt jedoch wenig Interesse, an einer Kandidatur aktiv mitzuwirken, und hat bereits mehrmals erklärt, dass sie keine Hauptrolle bei der Winterolympiade 2026 spielen wolle.

Eisschnelllauf in Rapperswil, Eishockey in Winterthur

Wie am Dienstag bekannt wurde, sollen die Städte Winterthur, Rapperswil-Jona und Schaffhausen zum Handkuss kommen, wenn ein Plan B nötig würde. Das sorgt für Begeisterung: «Die Lage am See hat Potenzial und könnte als Kulisse für verschiedene Events dienen», sagt Martin Stöckling (FDP), Stadtpräsident von Rapperswil-Jona, gegenüber SRF. Eine Variante sehe beispielsweise vor, dass der Eisschnelllauf oder die Siegerehrungen in Rapperswil stattfinden sollen.

Winterthur wird zudem als Standort für ein olympisches Dorf geprüft. Der Winterthurer Sportvorsteher Stefan Fritschi könnte sich vor allem vorstellen, dass die Frauen-Eishockey- und Curling-Wettkämpfe in der Zielbau-Arena ausgetragen werden könnten.

Bündner entscheiden am 12. Februar

Schaffhausen, Frauenfeld, Kreuzlingen und St. Gallen werden zudem als mögliche Übernachtungsorte im Konzept aufgeführt. Der Schaffhauser Stadtpräsident Peter Neukomm (SP) würde sich darüber freuen: «Wir könnten unsere Hotellerie und unsere Gastronomie besser auslasten, und es wäre gut fürs Image.»

Das letzte Wort zu den Bündner Olympiaplänen hat das Bündner Stimmvolk. Am 12. Februar wird darüber entschieden, ob ein Kandidatur-Kredit über 25 Millionen Franken gewährt werden soll. Bei der letzten Olympia-Abstimmung im März 2013 lehnte die Bevölkerung eine Kandidatur mit 53 Prozent Nein-Stimmen ab.

(wed)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Uese am 11.01.2017 14:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Olympia in Winterthur - eine Schnappsidee

    Träumen darf man, auch in Winterthur! Bei einem Steuerfuss von 124 Prozent ist aber schnell ausgeträumt. Das sollte auch Stadtrat Fritschi schnallen.

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  • Mike am 11.01.2017 13:51 Report Diesen Beitrag melden

    Geld spielt keine Rolle?

    Wir schmeissen diesen Betrag besser in die Rentenkasse!

  • Waterpolo1s am 11.01.2017 14:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    echt antun?!

    Will sich das Winterthur mit den prekären Finanzen echt antun ... als Steuerzahler in Winti nein ... als Sportler ja ...

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Markus am 19.01.2017 08:45 Report Diesen Beitrag melden

    Olympische Spiele zu teuer?

    Einige schreiben hier, dass wir uns Olympische Spiele nicht leisten könnten. Wir sind eines der reichsten Länder der Welt! Klar, das viele Geld ist bei den obersten Zehntausend in unserem Land und nicht bei den Gemeinden, Kontonen oder dem Bund. Was machen wir Schweizer denn falsch, dass wir uns einen solch tollen Sportanlass nicht leisten können?

  • max fürer am 18.01.2017 23:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    olumpische spile

    nein keine olympische. Spiele in Rapperswil.

  • Engadiner 2026 am 12.01.2017 09:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nein zum Irrsinn

    Ich als Engadiner sage nein zu Olympia. Die 20 Millionen die nur für die Kandidatur verbraten sind ein Irrsinn. Diese Geld könnte man besser einsetzen im Kanton oder in der Schweiz. Liebe Unterländer nicht alle Bündner sind für Olympia und unterstützten diesen Irrsinn.

    • Albert am 13.01.2017 08:22 Report Diesen Beitrag melden

      NEIN, brauchen wir wirklich nicht.

      Genau. Und das Defizit, das so eine Veranstaltung hinterlässt dürfen dann die Steuerzahler in der ganzen Schweiz übernehmen.

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  • fredi gurtner am 12.01.2017 09:28 Report Diesen Beitrag melden

    Olympiade

    Jetzt die W'Intis und Rappi's auch durch geknallt. Es braucht keine Olympiade in der Schweiz. Das können wir uns gar nicht leisten. Der Bund , die Kantone sparen sich grün und blau,aber für ein solches Unding soll man dann Geld zum Fenster Rausschmeissen. Ich werde immer dagegen sein

  • Lotti am 12.01.2017 09:02 Report Diesen Beitrag melden

    Der Olympiagedanke ist tot!

    es geht nur noch um Werbeeinnahmen und Kohle - sonst nichts. Die Bündner sollen doch selbst zahlen wenn sie den Rummel wollen - aaah, geht ja gar nicht weil das Bündnerland sowieso von Zürich finanziert wird. Die Zürcher würden demnach doppelt und dreifach für den Mist bezahlen.