Familiendrama von Oberrieden

21. September 2011 17:01; Akt: 21.09.2011 17:39 Print

Jetzt muss die Vatermörderin vor Gericht

Die heute 24-jährige Frau muss sich vor dem Bezirksgericht Horgen der vorätzlichen Tötung verantworten. Vor zwei Jahren hatte sie in einem heftigen Streit ihren Vater erschossen.

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In dieser Überbauung in Oberrieden geschah die Tat. (Bild 20 Minuten Online/Amir Mustedanagic)

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Zwei Jahre nachdem eine heute 24-jährige Frau in der Zürichseegemeinde Oberrieden ihren Vater erschossen hat, muss sie sich vor dem Bezirksgericht Horgen verantworten. Beschuldigt ist sie der vorsätzlichen Tötung.

Der Prozess ist auf drei Tage angelegt, wie das Gericht am Mittwoch mitteilte. Das Urteil soll am 27. Oktober eröffnet werden. Seinen Strafantrag will Staatsanwalt Manuel Kehrli erst vor Gericht bekanntgeben.

Er stuft die Tat als vorsätzliche Tötung, aber ausdrücklich nicht als Mord ein. Dafür wären beispielsweise ein besonders brutales Vorgehen oder Heimtücke Voraussetzung.

Die Tat ereignete sich in der elterlichen Wohnung. Laut Anklageschrift feuerte die junge Frau Anfang Oktober 2009 in einem heftigen Streit mehrere Schüsse aus einem Revolver auf ihren Vater ab. Der 52-Jährige verblutete innert Minuten.

Nach der Tat flüchtete die Tochter aus der Wohnung, stellte sich jedoch kurz darauf der Polizei. Die Waffe wurde ein paar Tage später gefunden.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • karl hans am 26.10.2011 11:36 Report Diesen Beitrag melden

    kein kind mehr

    die tat ist nachvollziehbar. nur warum wohnt eine 22jährige unter solchen bedingungen noch zuhause???

  • Stef am 21.09.2011 20:42 Report Diesen Beitrag melden

    Kopf hoch

    Kopf hoch, wünsche dir viel kraft

  • Mili am 22.09.2011 09:21 Report Diesen Beitrag melden

    Vater töten?

    Wie kann man nur den eigenen Vater töten. Wer nur schon auf eine solche Idee kommt ist nicht ganz 100.

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • karl hans am 26.10.2011 11:36 Report Diesen Beitrag melden

    kein kind mehr

    die tat ist nachvollziehbar. nur warum wohnt eine 22jährige unter solchen bedingungen noch zuhause???

  • Peschä am 25.10.2011 19:12 Report Diesen Beitrag melden

    "Vatermörderin"?

    Dieser Titel ist ja wohl total daneben und gleicht einer Vorverurteilung der Frau. Erstens ist die Frau gar nicht wegen Mord angeklagt, sondern wegen vorsätzlicher Tötung. Das ist ein juristischer Unterschied. Zweitens kann es auch sein, dass sie sich in Notwehr verteidigt hat um ihr Leben zu retten und sie gar keine Straftat begangen hat.

  • Mili am 22.09.2011 09:21 Report Diesen Beitrag melden

    Vater töten?

    Wie kann man nur den eigenen Vater töten. Wer nur schon auf eine solche Idee kommt ist nicht ganz 100.

    • H. Meier am 25.10.2011 10:58 Report Diesen Beitrag melden

      Notwehr

      Wie man auf eine solche Idee kommen kann? Haben Sie sich denn nicht mit der ganzen Tragödie befasst? Die "Vatermörderin" hat in Notwehr gehandelt! Leider geht es manchmal nicht anders. Wie soll sich eine junge, zierliche Frau denn sonst gegen einen solchen Mann wehren? Hilfe konnte sie ja von niemandem erwarten, ausserdem hat ihr Vater sich immer wieder agressiv verhalten und irgendwann muss so eine Situation halt eskalieren...

    • Ist egal am 25.10.2011 11:27 Report Diesen Beitrag melden

      Ich denke anderst..

      Das ist klar aber trotzdem, sie sagt ja noch selber sie hätte dem konflikt aus dem Weg gehen können und einfach von Zuhause ausziehen wie Ihr Bruder.. Also bitte so schlimm kann es auch nicht gewesen sein. Wieso um Gotteswillen läuft man in der Schweiz mit einer Waffe rum? Ich könnts verstehen wenn in anderen Ländern so ist, aber die Schweiz? Pfefferspray wäre zu genüge.. Gewalt ist dann erst richtig schlimm, wenn man den nicht entkommen kann..

    • Beobachter am 25.10.2011 11:48 Report Diesen Beitrag melden

      Gleich heisst eben gleich

      Das Urteil mal abwarten und prüfen, ob Gleichstellung sich AUCH auf unerwünschten Gebiet bemerkbar macht...

    • Jose Gonzalez am 25.10.2011 12:46 Report Diesen Beitrag melden

      @Ist egal

      @Ist egal: Pfefferspray reizt den Angreifer nur noch mehr, glauben Sie mir. Ausserdem ist sie mit dem Revolver nich herum gelaufen sondern hatte ihn Zuhause liegen. Was ist in der Schweiz besser als anderswo? Hier werden tagtäglich Leute halb Tot geschlagen, vergewaltigt und auch ermordet. Warum muss man sich bei uns sicherer fühlen? Wir kennen die Lebensumstände in dieser Familie nicht. Wir können nicht wissen was da über Jahre ablief. Warum sie nicht auszog? Warum ziehen verprügelte Ehefrauen nicht aus? Sind sie dann selber Schuld wenn sie Mal totgeschlagen werden? Ist immer schwierig.

    • Agentusa am 25.10.2011 14:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Sie ist eine Mörderin

      Ich habe mit dem Vater einmal gearbeitet, der war immer anständig ein netter Kumpel. Nichts mit Wutanfällen und solchen Dingen, aber zum Bankdrücken braucht es halt schon etwas Aggressivität sonst erreichst du da nichts. Also Pfefferspray hätte gereicht, somit 5-10 Jahre muss sie in den Knast, sie ist eine Mörderin!

    • manuellaT am 25.10.2011 16:03 Report Diesen Beitrag melden

      Antwort an "Ist egal am"

      Wie wäre es wenn man genau lesen verstehen und dementsprechend zitieren würde??Die Richterin fragt die Angeklagte, wieso sie sich kein Vorbild an ihrem Bruder nahm der nach der Lehre auszog und die Angeklagte meinte im nach hinein sie wäre besser gegangen...Man sollte keine indifferenten pseudopsychologischen Hobbyanalysen definieren, wenn man kein professionelles Wissen hat!Tipp an Ist egal am: sich mit Literatur über Täter- und Opferprofile auseinander setzen und sich dann ev. äussern!

    • Peschä am 25.10.2011 19:19 Report Diesen Beitrag melden

      @Agentusa

      Nur weil der Mann anständig war, als Sie mit ihm gearbeitet haben, heisst das noch lange nicht, dass er zu Hause nicht gewalttätig mit Frau und Tochter umgegangen ist. Die junge Frau hatte anscheinend noch eine Woche nach dem Vorfall sichtbare Verletzungen von ihrem Vater. Vielleicht wäre dieser durch Pfefferspray so aggressiv geworden, dass er seine Tochter getötet hätte? M.E. hat die junge Frau in Notwehr gehandelt.

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  • Stef am 21.09.2011 20:42 Report Diesen Beitrag melden

    Kopf hoch

    Kopf hoch, wünsche dir viel kraft

  • Stefan Rüesch am 21.09.2011 18:48 Report Diesen Beitrag melden

    Freispruch

    Ich habe mich lange Zeit mit der Geschichte befasst und entnehme den damalig kommunizierten Artikeln, dass die junge Frau in einer Notsituation gehandelt hat. Sie sollte freigesprochen werden.

    • Maja am 25.10.2011 18:25 Report Diesen Beitrag melden

      für Freispruch

      ja, Stefan, Ich selber komme aus solchen Verhältnissen, sie tut mir ja so leid. Auch mein Vater war ausserhalb ja so nett. Was wisst ihr denn schon, die sowas nicht erlebt haben .

    • Yvonne T. am 26.10.2011 13:05 Report Diesen Beitrag melden

      Freispruch

      Bin auch für Freispruch

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