Zürich

09. April 2015 12:44; Akt: 09.04.2015 13:06 Print

ETH-Professor soll Bilder manipuliert haben

Die ETH Zürich hat eine Untersuchung gegen einen ihrer Professoren eingeleitet. Der Biologie-Professor Olivier Voinnet soll Bilder in seinen Publikationen manipuliert haben.

storybild

Das Hauptgebäude der ETH in Zürich. (Bild: Keystone/Walter Bieri)

Zum Thema
Fehler gesehen?

«Für die Schulleitung der ETH Zürich kamen die Vorwürfe überraschend», wird Detlef Günther, Vizepräsident für Forschung, in einer Mitteilung der ETH vom Donnerstag zitiert. Die herausragenden Forschungsresultate des betroffenen Wissenschaftlers Olivier Voinnet seien mehrfach von anderen Forschungsgruppen bestätigt worden.

Die Vorwürfe wurden erstmals im Januar dieses Jahres laut: In Internetforen äusserten Fachleute den Verdacht, dass Bilder und Illustrationen in Publikationen des französischen Pflanzenforschers bearbeitet worden sein könnten. Kritisiert wurden über ein Dutzend Arbeiten, in denen Voinnet entweder als Autor oder als Co-Autor aufgeführt ist.

Untersuchung mit externer Leitung

Ob die Bearbeitungen nur kosmetischer Natur waren oder doch grösseren Einfluss hatten, soll eine Untersuchung zeigen. Diese wird von einer vierköpfigen Kommission unter externer Leitung geführt. Da die Abklärungen umfangreich sind, ist gemäss ETH zurzeit unklar, wann Resultate vorliegen.

Die ETH werde aber umfassend informieren, sobald der Bericht vorliege. Die Schulleitung werde dann über Massnahmen entscheiden. Voinnet arbeitet nach wie vor als Professor für RNA-Biologie an der ETH.

Von den Manipulations-Vorwürfen betroffen sind auch die Universität Cambrigde in Grossbritannien und das Nationale Zentrum für wissenschaftliche Forschung CNRS in Frankreich. Diese beiden Institutionen hätten ebenfalls Untersuchungen aufgenommen.

(sda/20M)