Meilen ZH

20. April 2017 16:35; Akt: 20.04.2017 16:36 Print

Martullo-Blocher zahlt zusätzlich 6,4 Mio Steuern

Geldsegen für die Goldküsten-Gemeinde Meilen: Von der Familie Martullo-Blocher wurden 6,4 Millionen Franken als zusätzliche Steuer überwiesen. Viel hat die Gemeinde aber nicht davon.

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Laut Magdalena Martullo-Blocher habe man die Steuerfragen mit der Gemeinde Meilen geklärt. (Bild: Keystone/Gian Ehrenzeller)

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Die Familie Martullo-Blocher hat der Gemeinde Meilen «zusätzliche Steuern» in Höhe von 6,4 Millionen Franken bezahlt. Die Nachzahlung hatte im Dezember für Schlagzeilen gesorgt, als Roberto Martullo-Blocher, der Schwiegersohn von alt Bundesrat Christoph Blocher, diese auf der Gemeindeversammlung ankündigte. Die Meilemer lehnten daraufhin eine Steuerfusserhöhung ab.

Die in der Gemeindeversammlung in Aussicht gestellten zusätzlichen Steuererträge seien inzwischen mit dem Steueramt Meilen besprochen und einvernehmlich und abschliessend geklärt, teilte Magdalena Martullo-Blocher am Donnerstag mit. Der «ungeplante zusätzliche Betrag» von 6,4 Millionen Franken sei in der Gemeinde als Steuerertrag 2017 verbucht worden.

Nur 743'000 Franken bleiben in Meilen

Finanzvorsteherin Beatrix Frey-Eigenmann (FDP) bestätigte den Eingang des Geldes. Allerdings sind die finanziellen Probleme der Gemeinde damit nicht gelöst. Von den 6,4 Millionen bleiben nur rund 730'000 Franken in Meilen. Der Rest fliesst in den Finanzausgleich. Das strukturelle Defizit von zwei bis vier Millionen Franken jährlich ist mit den Martullo-Millionen nicht behoben. «Es ändert sich nicht wirklich etwas im Hinblick auf unsere Finanzplanung», sagte Frey-Eigenmann gegenüber der Nachrichtenagentur sda. Eine Steuererhöhung steht also nach wie vor im Raum.

Der Gemeinderat hatte für 2017 eine Erhöhung des Steuerfusses um 5 Prozentpunkte auf 84 Prozent beantragt. Sogar die SVP wollte die Steuern erhöhen und zwar um 3 Prozentpunkte. Nach dem bemerkenswerten Auftritt ihres Parteimitglieds Roberto Martullo-Blocher zog die SVP ihren Antrag allerdings zurück. Die Gemeindeversammlung beschloss angesichts des Geldsegens, den Steuerfuss bei 79 Prozent zu belassen.

(wed)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Leon am 20.04.2017 17:13 Report Diesen Beitrag melden

    geben ist seliger als nehmen

    Frau Blocher zahlt wahrscheinlich mehr Steuern, als alle Linken in der Stadt Zürich zusammen :)

    einklappen einklappen
  • Shaggys am 20.04.2017 19:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Traurig

    Die heutige Gesellschaft: Anstatt 1000 Mal Danke zu sagen wird nur gemotzt... Wo führt dies noch hin...

    einklappen einklappen
  • Chris am 20.04.2017 17:36 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Vorbild

    Vielen Dank Frau Martullo. Sie sind ein Vorbild. Und all die soe kritisieren sind nur neidisch. Ich habe ihr Interview gesehen und sie kamen sehr sympathisch rüber. Lassen sie sich von all den Neidern nicht unterlriegen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Cartman1993 am 21.04.2017 06:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    hmm

    Wieviel hätte er, bzw. sie zahlen müssen, wenn die Steuererhöhung durchgekommen wäre?

  • Eidgenössischer Eider am 20.04.2017 23:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Enkeltrick

    Das ist wirklich schön für den Kanton ZH, schließlich geht der grösste Teil an Kanton und via Finanzausgleich an die ärmeren Gemeinden. Weniger schön war es von ihrem Mann, die Stimmbürger an der Gemeindeversammlung so zu betrügen. Niemand kann mir sagen dass er nicht genau wusste, dass das Geld nur zum kleinsten Teil in der Gemeinde bleibt und daher die Steuererhöhung dennoch nötig gewesen wäre. Das war ein Enkeltrickbetrug im großen Stil.

  • Seerose am 20.04.2017 20:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Naja...

    ...mit einem geschätzten Vermögen von etwa 4 Milliarden Franken, kann sich Magdalena Martullo- Blocher wirklich als stinkreich bezeichnen. Somit ist ein Auffüllen des Gemeindekässeli von Meilen mit 6,4 Chischten nicht so tragisch, so dass sie befürchten müsste, am schmalen Handtuch nagen zu müssen.

  • marko 32 am 20.04.2017 20:24 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mehr bezahlen

    Das ist auch gut so

  • Albert am 20.04.2017 20:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Geld Regiert die Welt  

    Wer viel Geld hat,will noch mehr,