Zürich und Winterthur

06. Juni 2017 13:11; Akt: 06.06.2017 14:44 Print

Neues Miet-Velo für die grösseren Transporte

Pakete, Waren oder auch Kinder: Das und noch mehr kann man mit Elektro-Lastenvelos transportieren. Neu kann man diese in Zürich und Winterthur mieten – stunden- oder tageweise.

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An 22 Standorten in Zürich und 8 Standorten in Winterthur kann ab sofort ein so genanntes «Carvelo» gebucht und abgeholt werden. Andere Städte wie Bern oder Basel haben mit dem Angebot bereits gute Erfahrungen gemacht. Dahinter steht der TCS, welcher mit den Velos mit eingebauter Ladefläche eine Alternative zum Auto bieten will.

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Was halten Sie vom neuen Sharing-Angebot für Cargo-Velos in Zürich und Winterthur?
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Insgesamt 156 Teilnehmer

«Das Angebot passt perfekt zu den Bedürfnissen der urbanen Gesellschaft», sagte Barbara Günthard-Maier (FDP), Vorsteherin des Departements Sicherheit und Umwelt der Stadt Winterthur, bei der Lancierung am Dienstag. Der Trend gehe immer mehr Richtung «Teilen statt Besitzen», «lokal statt global», sagte sie.

Die Elektrovelos sind mit einem Transportbehälter ausgerüstet, der bis zu 100 Kilogramm aufnehmen kann. Auch Kinder können darin transportiert werden. «Ein alltagtaugliches Fahrzeug gemacht für die Topographie Zürichs», betonte auch Filippo Leutenegger (FDP), Vorsteher des Tiefbau- und Entsorgungsdepartements der Stadt Zürich.

Verankerung in den Quartieren

Gebucht werden können die Zweiräder über die Sharing-Plattform «carvelo2go» der Mobilitätsakademie AG des TCS sowie des Förderfonds Engagement Migros. «Das Angebot soll der Bevölkerung und dem lokalen Gewerbe einen Nutzen bringen», sagte Leutenegger.

«Carvelo2go» zielt auf eine Verankerung im Quartier ab. Zahlreiche Poststellen und Kleinbetriebe wie Apotheken, Bäckereien, Restaurants oder Bars haben die Rolle von «Hosts» inne. In der Stadt Zürich ist mit der Familienheimgenossenschaft (FGZ) auch eine Wohngenossenschaft in das Projekt eingebunden.

Diese Partner stellen einen Parkplatz für die Velos zur Verfügung und verwalten den Schlüssel und die Batterie. Im Gegenzug dürfen sie die Bikes während einer bestimmten Zeitspanne kostenlos für ihre eigenen, betrieblichen Zwecke einsetzen.

Möglichst viele Nutzer ansprechen

Die Fahrzeuge können über die Webseite www.carvelo2go.ch reserviert werden, danach liegt beim entsprechenden Host der Schlüssel bereit. Die Buchungsgebühr beträgt fünf Franken, danach bezahlt man zwei Franken pro Stunde. In der Nacht zwischen 22 und 8 Uhr entfällt der Stundentarif. Die Preise sollen eine möglichst breite Benutzergruppe ansprechen.

Das Angebot ist ein Pilotprojekt, das aus der Schweizer Lastenradinitiative «Carvelo» des Förderfonds von Engagement Migros entstanden ist. «Wir wollen die Sharing-Plattform im Stadtverkehr langfristig verankern und die nationale Expansion des Angebots vorantreiben», sagte Projektleiterin Alexandra Müller-Crepon.

Bis Ende Sommer sollen insgesamt rund 120 Elektro-Lastenvelos in der Schweiz zur Verfügung stehen. Basel bietet jetzt schon 25 an, Bern 22, St. Gallen 8 und Vevey 4. In den nächsten Wochen folgen 8 Bikes in Luzern und 6 in Baden AG. Auch kleinere Gemeinden werden gemäss Müller-Crepon noch folgen.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Fussgänger am 06.06.2017 13:49 Report Diesen Beitrag melden

    Kein Kindertransport

    In meiner stadtzürcher Nachbarschaft fahren die trendigen Eltern ihre Kinder mit solchen Velos zur Schule. Die Kinder sitzen vorne in der Box. Ohne Gurt. Ohne Helm. Wäre es ein Töffli, müssten selbst die Eltern einen Integralhelm tragen. Dabei ist das Töffli noch schlechter motorisiert. Zum Glück ist bislang nichts schlimmes passiert.

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  • Josef am 06.06.2017 13:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zügeln?

    Zügeln? Also ich hätte da ein Problem. Zum Beispiel das Bett?! :-D

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  • Ein Leser am 06.06.2017 13:26 Report Diesen Beitrag melden

    Viel zuwenig Platz

    Ich habe noch niemand gesehen der so wenig Material zum zügeln hat, damit alles in ein Mietvelo passt. Da muss schon ein LKW her. Schliesslich ziehen auch nicht alle nur um die Ecke.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Lorenz Fellmann am 07.06.2017 14:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sinnvoll

    Diese holländischen China Velos sind echt eine gute Sache, in der Schweiz leider zu teuer. Aber wenn man sie billig ausleihen kann, machen sie für sperrige Einkäufe Sinn. Leider kann man keine erwachsene Person aufladen. Macht zwar keinen Sinn, wäre aber hilfreich, z.B. Transport von älteren Personen.

  • Lorenz Fellmann am 07.06.2017 14:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gute Sache

    Wenn es günstig ist, ist das eine gute Sache für Dinge, die man nicht auf Velo bringt. Kann einem oft aushelfen, z B. Blumenkisten, Blumenerde, kleines Möbel. Geht natürlich nicht für den Umzug, eher für Transport sperriger Einkäufe, aber gute Sache.

  • Gössi am 07.06.2017 11:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schönwetterökos

    Macht doch im nächsten Januar nochmals einen Bericht zu dem Thema :)

  • Thomas am 07.06.2017 11:25 Report Diesen Beitrag melden

    Geldverschwendung

    Ein witz. Für etwas hab ich ja ein auto wenn ich etwas transportieren muss.

    • Bruno Vogt am 13.06.2017 22:29 Report Diesen Beitrag melden

      Eigenes Auto ist Geldverschwendung

      Wenn man selber ein Auto (Stehzeug, weil es ja mehr steht als fährt)) besitzt, ist das eher eine Geldverschwendung, das kostet so viel, dass man oder frau schon nur für die Kosten für das Auto ca. 1 Monat im Jahr arbeiten gehen muss. Ich fahre mit eigenem Velo, Carvelo2go und Carsharing sicher einiges günstiger und erst noch gesünder.

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  • Velomieter am 06.06.2017 23:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kein Problem

    Da ich die Verkehrsregeln überhaupt nicht kenne, bin ich nicht ganz sicher, ob ich trotzdem ein solches mieten kann. Na ja, ich denke mal, dass man da gar nicht gefragt wird von der Vermietungsstelle. Also dann erübriget sich in diesem Fall meine Bedenken. Man muss sich ja nicht ganz an alles halten wie die Autofahrer es müssen.