Ex-Bachelorette-Kandidat

16. November 2017 10:36; Akt: 16.11.2017 10:36 Print

«Ich liess mich zu etwas hinreissen und bereue es»

Er soll wegen 20 Kilogramm Marihuana ins Gefängnis. Nächste Woche entscheidet sich, ob Ex-Bachelorette-Kandidat Stjepan Bastek erneut verurteilt wird.

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Von der Kuppelsendung ins Gefängnis: Der 38-jährige Ex-Bachelorette-Kandidat Stjepan Bastek muss sich nächste Woche erneut wegen Drogenhandels vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft fordert eine teilbedingte Freiheitsstrafe.

In der Kuppelsendung «Die Bachelorette» buhlte er 2015 um die Gunst von Fitnesstrainerin Frieda Hodel. Der «Frauenflüsterer», wie ihn TeleZüri damals nannte, schaffte es gar unter die letzten vier Kandidaten.

Der «charmante Verführer» war damals aber schon verurteilter Drogenhändler. Sechs Jahre zuvor sass er bereits einmal hinter Gittern, was der Sender 3+ erst im Nachhinein erfuhr. Er sei aber resozialisiert und habe sich von seinem damaligen Leben verabschiedet, gab er damals zu Protokoll.

Nun aber steht der gelernte Metallbauschlosser erneut vor Gericht, auch dieses Mal wegen Drogenhandels. Wie aus der Anklageschrift hervorgeht, die der Nachrichtenagentur sda vorliegt, fing er schon kurze Zeit nach seinem Auftritt in der Kuppelshow wieder mit Dealen an. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, mit insgesamt 20 Kilogramm Marihuana und einem Kilogramm Haschisch gehandelt zu haben.

«Ja, ich liess mich zu etwas hinreissen und bereue es», sagt Bastek zu 20 Minuten. Er habe jedoch nicht aus Habgier gehandelt, sondern einem Kollegen geholfen. «Ich war zur falschen Zeit am falschen Ort», sagt er. «Es ist über ein Jahr her, eine einmalige Sache.»

Er soll 10 Monate absitzen

Im Februar diesen Jahres wurde er verhaftet und sass zwei Wochen in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft fordert eine teilbedingte Freiheitsstrafe von 20 Monaten, wovon er 10 Monate absitzen soll. Die Probezeit für die restlichen 10 Monate soll 5 Jahre betragen. «Ich muss zum meinen Fehlern stehen und die Sache ausbaden», sagt er dazu.

Der Prozess vom Mittwoch nächster Woche am Bezirksgericht Zürich dürfte voraussichtlich nicht lange dauern. Er wird im abgekürzten Verfahren durchgeführt. Das heisst, dass der Beschuldigte nur noch sein Einverständnis zum Antrag der Staatsanwaltschaft geben muss.

Bastek sagt, er sei heute selbstständig tätig, sei für fünf Mitarbeiter verantwortlich. Er habe viel geändert in seinem Leben, aber die Vergangenheit verfolge ihn und habe ihn eingeholt. «Die einen müssen wohl mehrmals auf den Kopf fallen.»

(bla/sda)