Feuerprobe

28. Januar 2013 09:20; Akt: 28.01.2013 11:20 Print

Zürich zündelt im Letzigrund mit Pyros

Klammheimlich hat die Stadt Zürich letzte Woche im Letzigrund einen Versuch mit legalen Pyros durchgeführt – gemeinsam mit FCZ- und GC-Anhängern. Die Resultate werden nun ausgewertet.

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Pyros im Letzigrund beim Zürcher Derby vom 2. Dezember 2012. Was noch verboten ist, könnte künftig - in kontrolliertem Rahmen - legal abgebrannt werden. (Bild: Keystone/Stefan Deuber)

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Nicht wie ursprünglich geplant während einem Meisterschaftsspiel, sondern im leeren Stadion hat die Stadt Zürich einen Versuch mit Feuerwerk durchgeführt. Beim Experiment am 24. Januar waren Vertreter des städtischen Sportdepartements, der Clubs GC und FCZ, der Fans beider Vereine und der Feuerpolizei im Letzigrund anwesend.

Dabei sei es darum gegangen, den Ablauf durchzuspielen, wie er der Stadt Zürich für das legale, kontrollierte Abbrennen von Pyros im Stadion vorschwebt, sagte Marc Caprez, Sprecher des Sportedepartements, gegenüber der NZZ. Getestet habe man dabei etwa die Sicherheitsabstände, die zum abgegrenzten Sektor eingehalten werden müssen, in dem das Feuerwerk abgebrannt wird.

Versuch verlief «planmässig»

«Aus Sicht der Stadt ist der Versuch planmässig verlaufen», sagt Caprez. Nun würden alle Involvierten den Test detailliert analysieren. Damit die Fans sehen können, wie das zulässige Feuerwerk optisch wirkt, wurden beim Versuch Film- und Fotoaufnahmen angefertigt. Diese wollen die Fanvertreter nun ihren Kollegen zeigen. Positive Rückmeldungen sind die Voraussetzung dafür, dass die Idee tatsächlich umgesetzt wird. Caprez: «Wir wollen schnell entscheiden, ob der Weg gangbar ist.»

Fans prüfen nun, wie die zulässigen Pyros optisch wirken

Ob auch die Fanvertreter mit den Resultaten des Tests zufrieden sind, ist unklar: Eine Anfrage von 20 Minuten bei der Südkurve blieb bisher unbeantwortet. Die Swiss Football League, die in der Vergangenheit wenig Freude an der Zürcher Idee mit den legalen Pyros bekundet hat, wollte sich auf Anfrage nicht zum Versuch äussern. Eigentlich hatte die Stadt Zürich während des Spiels FCZ – Servette vom 24. November 2012 einen Pyro-Versuch durchführen wollen, blies diesen aber wieder ab.

(lüs/20 Minuten)

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Ausgewählte Leser-Kommentare

Ich gehe regelmässig mit meinen Kindern an Spiele und das ist absolut problemlos und ungefährlich. Kauft Tickets für den Familiensektor oder einen anderen Sektor, einfach nicht für einen der Fansektoren. Mit genügend Erfahrung und vernünftiger Planung (frühe Anreise, wissen wann/wo der Extra-Zug der Gäste ankommt, nur soviele Kinder wie du tragen kannst mitnimmst usw.) ist auch ein Match-Besuch im Fansektor risikolos. – FanFamilie

Ich als Fan bin der Meinung, dass ich gerne mit meinem Sohn an einen Match des FCZ kann ohne Angst haben zu müssen, dass dieser durch fliegende Pyros Schaden nehmen könnte. Das Problem ist die Unfähigkeit der Verantwortlichen welche einfach nicht in der Lage sind ein Verbot durchzusetzen. Fünf Jahre Gefängnis für das Abbrennen von Feuerwerkskörpern in Stadien und schon ist das Problem gelöst. Man muss viel härter durchgreifen anstatt einfach aufzugeben und es zu erlauben. – Leandro (FCZ)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Faboa am 29.01.2013 19:20 Report Diesen Beitrag melden

    Pro Pyro

    Eine sehr gute idee der Stadt. Es ist kein nachgeben. Neine es ist ein Kompromiss solche Dinge muss man im Leben halt mal machen. Außerdem handelt es sich hie rnicht um fliegende Bengalos sondern um kontrolliertes abbrennen. Wenn der Staat da sein Ok geben sollte wird das schon mehr als 100% sicher sein. In diesem Sinne Pyrotechnik ist kein Verbrechen :).

  • Diego Kreis12 am 28.01.2013 11:12 Report Diesen Beitrag melden

    Wir haben ja keine ernsten Probleme`?

    Wie Lionel Messi schon erwähnte:D, bei diesen Preisen ist das Feuerwerk inklusive - und dies zu meiner Freude:D Wer was anderes denkt, soll aus der Fankurve & auf die öden Sitzplätze verschwinden! Dort hat er nichts zu befürchten! Da habe ich selbst mehr Angst am 1. August / Silvester am "Zürisee-Ufer" von einer Rackete getroffen zu werden -.-

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  • Max Muster am 28.01.2013 12:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Warum nicht andere Clubs

    warum gerade mit Zürchern den versuch mache...mit denen, die warscheinlich am meisten Schlagzeile machen mit ihrem Umgang mit den Pyros? 0.o

Die neusten Leser-Kommentare

  • A. M. am 31.01.2013 08:23 Report Diesen Beitrag melden

    Wieso nur immer im Fussball

    War am letzten Wochenende in Kitzbühl an der Hanenkamm-Abfahrt. Mit Erstaunen musste ich feststellen, dass wiederholt im Zuschauerbereich Fakeln gezündet wurden. Jedoch ist mir nicht bekannt, dass dies jemals zu einer Diskusion wie wirs im Fussball haben geführt hat. Auch sind die Sicherheitsmassnahmen an einem Skirennen markantlich kleiner wie an einem Fussballspiel. Frag mich warum diese Thematik nur immer im Fussball aufgegfriffen wird...?

    • Mr. Ironie am 31.01.2013 18:29 Report Diesen Beitrag melden

      Pyros sind nur im Fussball gefährlich

      Das ist eben das Problem, Fussballfans werden nicht nur bei diesem Thema kriminalisiert. Aber es ist natürlich ganz klar, dass Zuschauer von Skirennen keinen Alkohol trinken, sich immer korrekt verhalten und niemals gewalttätig werden, deshalb ist es kein Diskussion wert. Liegt wahrscheinlich an der Bergluft oder so. Weitere Beispiele wären zum Beispiel Konzerte oder Silvester und der 1. August, auch da verhalten sich die Beteiligten jeweils ganz korrekt und sind immer nüchtern...

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  • Faboa am 29.01.2013 19:20 Report Diesen Beitrag melden

    Pro Pyro

    Eine sehr gute idee der Stadt. Es ist kein nachgeben. Neine es ist ein Kompromiss solche Dinge muss man im Leben halt mal machen. Außerdem handelt es sich hie rnicht um fliegende Bengalos sondern um kontrolliertes abbrennen. Wenn der Staat da sein Ok geben sollte wird das schon mehr als 100% sicher sein. In diesem Sinne Pyrotechnik ist kein Verbrechen :).

  • Winter am 29.01.2013 12:53 Report Diesen Beitrag melden

    oh ihr langweiligen Fackelabbrenner

    Wie die kleinen Kinder,Lichtlein anzünden anstatt den Club richtig zu unterstützen.Mach es richtig oder besser gar nicht.

  • Dagobert am 28.01.2013 14:19 Report Diesen Beitrag melden

    Sponsoren entscheiden über Pyros

    Die Bilder sehen ja aus wie das Video aus Aegypten etwas weiter unten. Sobald die Sponsoren derartige Rauch-Bilderreports in den Medien nicht mehr wollen, ist der CH-Fussball tot. Allein mit den Gönnern und Mäzenen gehts dann nicht mehr. Und irgendwann ist Schluss mit weichen Pyro-Bussen und der jöhjöh-Politik, welche Steuergelder für den Pol-Aufmarsch einsetzt. Da wird bald mal der Stecker gezogen...

    • Pius Kritik am 28.01.2013 16:37 Report Diesen Beitrag melden

      Sponsoren zahlen Geld wegen Präsenz

      1. Lektion: PR ist PR ob negativ oder positiv - denn der Sponsor zündet ja keine Pyros ;-) 2. Lektion : Sven Hotz (FCZ Präsi Legende) hätte sich nie zu Äusserung à là heutige Präsis hinreissen lassen - denn die Südkurve etc. füllen das Haus - das sind die Leute die das Geld bringen. Die Kurve ist voll (zumindest beim FCZ) obs läuft oder nicht!

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  • Hansel am 28.01.2013 13:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Skirennen Ja Fussballstadion Nein

    Beim Skirennen Pyros zünden aber im Fussballstadion nicht.... Macht Sinn finde ich. Liegt wahrscheindlich daran, dass der Schnee einem einen guten Halt gibt. (Achtung Ironie)

    • GCZ1886 am 28.01.2013 17:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      danke

      hahaha danke dir für deinen Kommentar, sehe es genau so

    • Thomas1893 am 29.01.2013 16:01 Report Diesen Beitrag melden

      Exakt

      Genau deiner meinung! Diese doppelmoral ist einfach nur lächerlich

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