Zürich-Albisrieden

03. Februar 2017 16:52; Akt: 03.02.2017 16:52 Print

Koch-Areal-Besetzer kommen ungestraft davon

Keine strafrechtlichen Konsequenzen wegen lauten Partys für die Besetzer des Zürcher Koch-Areals: Die Verantwortlichen konnten nicht ermittelt werden.

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Die Klagen wegen Ruhestörung gingen in der Zeit zwischen Juni 2015 und Juli 2016 ein. Einige Anwohner fühlten sich wegen Partys und lärmigen Arbeiten im Gebäudeinnern gestört. Man habe die Urheber des Lärms aber nicht eruieren können, weshalb die Verfahren eingestellt würden, teilte das Stadtrichteramt am Freitag mit.

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Das besetzte Areal liess im vergangenen Herbst bei Politikern und Anwohnern die Wogen hochgehen. Sicherheitsvorsteher Richard Wolff (AL) musste das Dossier auf Druck des Gesamtstadtrates schliesslich abgeben, weil er persönlich befangen war. Seine volljährigen Söhne sind in der Hausbesetzer-Szene aktiv und verkehrten damals auch auf dem Koch-Areal.

Aufsichtsverfahren gegen Wolff

Statthalter Mathis Kläntschi leitete wegen der langen Untätigkeit in Sachen Lärmbelästigung ein Aufsichtsverfahren gegen Wolff ein. Wann es abgeschlossen wird, ist unklar. Beim Statthalteramt war am Freitagnachmittag niemand erreichbar.

Mittlerweile habe sich die Lärmsituation beruhigt, sagte Finanzvorsteher Daniel Leupi (Grüne), der mittlerweile für das Dossier zuständig ist, an einer Medienkonferenz im November. Die Besetzer würden sich an die Lärmvorschriften halten, welche die Stadt seit Oktober durchsetze. Eine Räumung auf Vorrat lehnt der Stadtrat aus Prinzip ab.

FDP will Areal verkaufen

Noch hängig ist eine Volks-Initiative der FDP, die das Areal an einen privaten Bauherren verkaufen will, damit das Gelände schneller als geplant überbaut werden kann. Nach dem Zeitplan der Stadt sollen die Baumaschinen erst 2021 auffahren. Bis dahin sollen die Besetzer bleiben können. Die FDP hat noch bis April Zeit, die fürs Zustandekommen nötigen Unterschriften zu sammeln.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Sehnsucht 67 am 03.02.2017 17:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ungerechtigkeit hoch drei

    Ein kleines vergehen mit dem Auto und da ist die ganze Autorität vor dem Haus und straft einen bis zum geht nicht mehr und andere stören mit Lärm besetzen Häuser, müllen das ganze Quartier zu , sprayen die Gegend voll und kommen ungestraft davon. Sorry aber das versteh ich nicht . verhaften und die Kosten unter den Bewohnern aufteilen inkl einer empfindlichen Busse. Aber eben der Sohn von Wulff ist ja auch dort das wird eh nichts passieren.

  • Dr. Why am 03.02.2017 16:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Inkompetenz!

    Das ist mehr als nur eine frechheit! ich besetzte auch mal was, wie wäre es mit dem Bundeshaus in bern! Scheint nur Inkompetenz dort zu herschen!

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  • Mic am 03.02.2017 17:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    wetten?

    Da war doch bestimmt der Sohn vom Wolf dabei!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Urs Rimann am 04.02.2017 17:03 Report Diesen Beitrag melden

    .... und für was?

    Was wollt ihr den in Stadt? "Mischt euch nicht in fremde Händel" haben die Eidgenossen gesagt. Ausserhalb der Stadt ist Ruhe. Streitet nicht, ihr verliert sonst

  • Bärnermeitschi am 04.02.2017 16:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Rot outet sich

    Ist ja Sache der Zürcher Regierung, ihr liebt sie ja so sehr, diese allumfassende Freiheit für gewisse Bürger, zahlen müssen ja alle daran, also lasst doch die Bubis feiern

  • Leon am 04.02.2017 13:05 Report Diesen Beitrag melden

    logisch

    Das war von vornherein klar, dass niemand belangt wird. Und diesen Sommer geht es wieder von neuem los, nur werden die Nachbarn - aufgrund der gemachten Erfahrungen - wohl weniger Lärmklagen einreichen. Und man kann dann sagen "Unser Konzept funktioniert" :) Das Ganze ist ein Exzess linker Politik, der Rechtsstaat wird ausgehebelt bzw. teilweise ausser Kraft gesetzt. Man müsste den Herrschaften auch mal mit solchen Tricksereien begegnen...

    • Urs Eurokurs am 04.02.2017 14:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      kitirk

      wenn du die autorität vorm haus hast wegen deinem auto, hast du vermutlich mehr als nur was kleines vollbracht und dich und andere in gefahr gebracht, schlechtes beispiel. hast du die lärm emissionen eines besetzten areals bereits selber erfahren oder sprichst du wie 99% von denen die dein beitrag geliket haben von dem, was du gelesen oder gesagt bekommem hast? sprayen und vermüllen gleich auch, auf dem areal vielleicht aber die gegend? schau dir lieber mal die jugend von heute an, verhalt sich genau so und wird von euch allen erzogen :)

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  • Thomas 73 am 04.02.2017 10:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wenn...

    die Schuldigen nicht eruiert werden können/wollen, ist die Sachlage ganz einfach. Wolf zahlt die Zeche! Dann spielt es auch keine Rolle, dass er nicht gegen den eigenen Sohn ermitteln will. Schon speziell, dass die Zürcher Wählerschaft diese Säuhäfeli, Säüdeckeli Mentalität gutheisst und duldet. In Winterthur läuft es auch gleich.... Da frag ich mich, liegt es nicht einfach an der linken Wählerschaft?

    • Feline X am 04.02.2017 12:08 Report Diesen Beitrag melden

      @Thomas

      Wieso sollte dies nun über das Sicherheitsdepartment abgerechnet werden? In Zürich läuft ja eigentlich alles super. Ich bin zufrieden mit meiner Regierung.

    • Jonny sh am 04.02.2017 15:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Thomas 73

      Notabene die linken "Söihäfeli", nur dass es nicht vergessen wird.

    • Kidiwa am 05.02.2017 04:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Rot Grün Wähler

      Ja warum sind denn die meisten Städte Rot Grün regiert. Also Ihr Städter beschwert euch doch nicht. Ihr habt nichtanderes verdient.

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  • Christian Zerenberger am 04.02.2017 09:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Trauerspiel

    Wenn sich also genug Leute zusammenrotten und gegen Gesetze verstossen dann sind sie "in Sicherheit" vor dem Gesetz? Ein bedenklicher Präzedenzfall, der damit geschaffen wird...