Doch nicht vermisst

05. Juni 2013 14:51; Akt: 05.06.2013 15:49 Print

Der Limmat-Schwimmer hat sich gemeldet

Der eine der beiden Männer, die am Wochenende in Zürich vermeintlich in der Limmat verschwanden, hat sich bei der Polizei gemeldet. Er ist wohlauf und war nur zum Schwimmen in den reissenden Fluss gestiegen.

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Zwischen Arth-Goldau und Immensee im Kanton Schwyz hat ein Steinschlag am 2. Juni die Bahnlinie verschüttet. Die Strecke bleibt sicher bis Montagmorgen geschlossen. In Bühler AR ist ein Erdrutsch niedergegangen Dabei wurde ein Haus teilweise verschüttet. Die Garage wurde arg in Mitleidenschaft gezogen. In Rheinfelden AG steht das Wasser sehr hoch. Überschwemmung bei Uster am Greifensee. Böses Erwachen für die Besucher und Bewohner des Campingplatz Seemattli in Seewen im Kanton Schwyz. Der über die Ufer gestiegene Pegel des Lauerzersees hat die ganze Anlage unter Wasser gesetzt. Auch der Keller des Gasthauses Kreuz steht unter Wasser. Doch trotz Überschwemmung wollen die Leute was zu Essen: Der Wirt des Restaurants watet mit Lebensmittel durch das Wasser. Ein freundlicher Tag im Seebad Seewen sieht anders aus. Der ehemalige Bademeister Joe Reichmuth schaut gen Himmel – wohl in der Hoffnung doch noch einen klitzekleinen Sonnenstrahl zu erspähen. So sah der Sonntagmorgen im St. Gallischen Widnau aus. Die Prognosen für Sonntag stimmen zwar optimistisch ... ... dennoch ist die Lage vielerorts noch heikel, denn es hat die ganze Nacht geregnet. Unser Leser-Reporter bekommt es am Sonntagmorgen auf dem Weg von Zürich zum Gotthard mit überschwemmten Strassen zu tun. Samstagnacht, 22.45 Uhr: Der Rhein kommt in Basel noch immer bedrohlich nah ans Ufer. So sah es in der Nacht auf Samstag im St. Galler Rheintal aus. Der Leser-Reporter Andrea Ammann weiss das beste aus der Situation zu machen - und ging am Samstag kurzerhand Kitesurfen. Weniger erfreulich ist dieses Bild vom Kraftwerk in Koblenz. In Meiringen BE standen die Strassen unter Wasser. In Rheinfelden AG steht das Wasser schon gefährlich hoch. Der Flybach in Weesen zeigt sich von seiner wilden Seite. Die Töss bei Winterthur trägt viel Wasser. Die Emme in Wolhusen. Ein Bild aus Wülflingen. Der See in Rapperswil kommt ebenfalls über die Ufer. In Utzenstorf... ...in Bremgarten AG... ...in Erlinsbach AG... ...in Mumpf AG... ...in Affoltern a.A.... ...in Laufen BL... ...in Basel... ... ...in Thun... ...in Burgdorf... ...beim campen in Ottenbach... ...am Rheinufer in Rheinfelden... ...in der Aare bei Bern... oder in Lauerz SZ. Überall ähneln sich die Bilder. Das Wasser in den Schweizer Flüssen steigt und steigt. Hoher Wasserpegel auch am Seebad Schönboden in Wildhaus (SG). Pontonierhaus unter Wasser: Die Reuss in Ottenbach. Hier könnte sich ein Spaziergang schwierig gestalten: Der Aareweg bei der Badi Brugg. Auch in Bern steigt der Wasserpegel immer höher. So sieht das Kraftwerk Ryburg-Schwörstadt heute aus. Am Emmenspitz, wo die Ilfis und die Emme zusammenfliessen, sah es kürzlich noch so aus... ...heute hingegen steht der Pegel viel höher. (1. Juni 2013) Aufgrund eines Erdrutsches kann dieser Zug zwischen Wohlhusen und Schachen LU zurzeit nicht verkehren. Die Strecke sollte ab 18 Uhr wieder befahrbar sein. In Bischofszell steigt der Pegel der Thur weiter an. In Gänsbrunnen SO sind die Gleise überschwemmt. Laut dem Leser-Reporter musste der Lokführer aussteigen und die Weichen von Hand bedienen. Auch in Luzern ist das Wasser der Reuss über das Ufer getreten. Ein ganzer Kinderspielplatz steht unter Wasser und auf dem Trottoir schwimmen sogar Enten und Schwäne. Der Lattenbach in Rapperswil-Jona ist normalerweise ein harmloser Bach. Nicht am 1. Juni. Die Sihlcity-Unterführung einmal anders. Die Murg bei Frauenfeld am 1. Juni 2013. Die Thur ist bei Bürglen ein unbändiger Strom, der aus seinem Bett drängt. (1. Juni 2013) Ein Damm schützt das Aare-Bistro bei Olten. (1. Juni 2013) Der Ridlibach bei Beckenried schwillt zum Fluss an. (1. Juni 2013) Die Töss bei Schönenberg: Ein reissender Strom. Zwischen Bischofszell und Kradolf-Schönenberg hat die Thur das Ufer überschwemmt. Das Wasserkraftwerk Schönenberg an der Thur kann die Wassermassen am 1. Juni 2013 nicht mehr eindämmen. In Schwyz werden in der Nacht auf Samstag Strassen zu Bächen. (1. Juni 2013) In Uznach kann die Kanalisation das Wasser nicht mehr fassen. (1.6.2013) Bedrohlich hoher Pegelstand beim Kraftwerk Aarau in der Nacht auf den meteorologischen Sommerbeginn. Die Aare in Olten am 31. Mai 2013 Die Pegel steigen bedrohlich hoch. Auch in Rupperswil AG kommt viel Wasser flussab. Es scheint nur eine Frage der Zeit, bis die Ufer überflutet werden. Selbes Bild in Schönenwerd SO. Auch hier steigt die Aare bedrohlich hoch.

Das Hochwasser in der Schweiz am 1. und 2. Juni 2013.

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Ein Mann, der am Wochenende angeblich in der Limmat verschwunden war, ist wieder aufgetaucht. Er hat sich bei der Stadtpolizei Zürich gemeldet und ist wohlauf, wie diese am Mittwoch mitteilte. Der «Vermisste» war freiwillig zum Schwimmen in die reissende Limmat gestiegen.

Am Sonntagnachmittag hatten mehrere Fussgänger der Stadtpolizei gemeldet, dass beim Fischerweg ein Mann in einem Neoprenanzug in der Limmat treibe. Er werde von der starken Strömung mitgerissen. Nach den anhaltenden Regenfällen war der Flusspegel stark angestiegen.

Die Suchaktion der Polizei blieb jedoch erfolglos. Weitere Zeugen wollten beobachtet haben, wie der Unbekannte selbst wieder aus der Limmat gestiegen war.

Mehrmals von der Wipkingerbrücke zum Hardeggsteg geschwommen

Aufgrund von Medienberichten meldete sich am Dienstabend ein Mann aus der Stadt Zürich bei der Stadtpolizei. Der vermeintliche Vermisste gab an, er sei am Sonntag in einem schwarzen Neoprenanzug mehrmals die Strecke zwischen Wipkingerbrücke und Hardeggsteg geschwommen. Darauf stellte die Polizei die Suche an der Limmat ein.

Noch keine neuen Erkenntnisse hat die Polizei von einem zweiten Vorfall, der sich am Samstag ereignet hat. Ein Trampassagier hatte beobachtet, wie ein Mann von der Quaibrücke in den See sprang und in den Wassermassen verschwand.

(sda)