Welpe ausgesetzt

24. November 2016 13:33; Akt: 24.11.2016 13:33 Print

Besitzerin von Diego zu hoher Busse verurteilt

Jemand anderes habe ihren Hund in den Baumstrunk gesteckt, sagte die Besitzerin von Diego gestern vor Gericht in Bremgarten AG. Die Richterin glaubte ihr nicht.

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Die 43-jährige Frau, die ihren Hundewelpen Diego Anfang März im Wald von Niederwil AG ausgesetzt hatte, musste sich am Mittwoch vor Gericht in Bremgarten verantworten. Den wenige Wochen alten Hund hatte sie in einen hohlen Baumstrunk gesteckt, wo er später von einem Jagdaufseher gefunden wurde.

Die Gerichtspräsidentin verurteilte die der Tierquälerei beschuldigte Frau zu einer bedingten Geldstrafe von 300 Tagessätzen à 40 Franken mit einer Probezeit von drei Jahren. Sie muss zudem eine Busse von 2000 Franken und die Verfahrenskosten bezahlen, wie die «Aargauer Zeitung» schreibt.

«Unglaubwürdige Version der Geschichte»

Die Angeklagte stritt vor Gericht ab, den kleinen Diego ausgesetzt zu haben. Er sei abgehauen, lautete ihre Version, die sie zuvor bereits der Polizei erzählt hatte. «Wir haben ihn trotz intensiver Suche nicht gefunden.» Doch der Jagdaufseher, der gestern als Zeuge aussagte, behauptete, es sei kaum möglich, dass der junge Hund von allein in den 80 Zentimeter hohen Baumstrunk gelangt sei.

Eine Drittperson habe den Hund wohl in den Hohlraum gesteckt, sagte die Angeklagte daraufhin. Die Richterin glaubte ihr nicht: «Ihre Version der Geschichte ist absolut unglaubwürdig. Sie haben sich mehrmals widersprochen und immer nur das zugegeben, was man Ihnen beweisen konnte.»

Diego geht es heute gut, er lebt glücklich bei einer anderen Familie.

(tab)