Kanton Zürich

10. März 2017 12:36; Akt: 10.03.2017 12:37 Print

Gymi-Lehrer müssen künftig mehr arbeiten

Das Verwaltungsgericht hat eine Klage des Mittelschullehrpersonenverband Zürich (MVZ) abgelehnt. Es sei rechtens, die Zahl der Lektionen zu erhöhen.

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Die Änderungen betreffen die sprachlichen Fächer. (Symbolbild) (Bild: Keystone/Armin Weigel)

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Die Zürcher Gymi-Lehrerinnen und -Lehrer blitzen beim Verwaltungsgericht ab: Wie aus dem am Freitag publizierten Urteil hervorgeht, darf die Zahl der Lektion erhöht werden.

Der Zürcher Regierungsrat hatte im Juni 2016 als Sparmassnahme im Rahmen von «Lü16» beschlossen, dass Mittelschullehrer in den Fächern Deutsch und moderne Fremdsprachen mehr arbeiten müssen.

4 Millionen mehr in der Kasse

Für ein Vollzeitpensum sollen sie neu - wie bereits seit einigen Jahren die Gymi-Lehrer für Mathematik, Naturwissenschaften und alte Sprachen auch - 23 Lektionen unterrichten. Bisher waren es 22.

Ausserdem sollen die Gymi-Lehrer während der dreiwöchigen Hauswirtschaftskurse nicht mehr frei haben. Mit den getroffenen Massnahmen, die auf Sommer 2017 in Kraft treten sollen, will der Regierungsrat vier Millionen Franken pro Jahr einsparen.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Laura am 10.03.2017 14:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Unterschätzt es nicht...

    Die Menge an Leuten, die hier die Gymi Lehrer belächeln, ist erschreckend. Es gibt durchaus Lehrer, die mehr als ausgelastet sind und knapp an einem Burn Out vorbeischrammen. Ein Lehrer kann am Abend nach der Schule / am Wochenende / in den Ferien nicht einfach abschalten. Vor allem Sprachlehrer haben extrem viel zu korrigieren. Ich kann mir vorstellen, dass es auf Aussenstehende als Schoggijob wirkt und es gibt auch durchaus Lehrer, die es mehr als gemütlich nehmen, aber bitte, generalisiert nicht so. Lehrer, die Ihren Job ernst nehmen und die Schüler fördern wollen, haben viel zu tun.

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  • Kein Lehrer am 10.03.2017 13:26 Report Diesen Beitrag melden

    Jeder ist Fachexperte

    Manche meinen, weil sie auch mal in der Schule waren, könnten sie den Lehrerberuf inklusive Arbeitsbelastung und Entlohnung beurteilen.

  • Knusti am 10.03.2017 12:38 Report Diesen Beitrag melden

    Go for it

    Kein Problem, das tut den hochbezahlten Gymilehrern sicher gut!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Segeln13 am 11.03.2017 13:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Karzenjamner

    Und schon wieder wird auf hohem Niveau gejammert. Schaut euch doch mal in der Welt um, dann seid ihr wieder zufrieden.

  • Jamie am 11.03.2017 09:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gymi-Lehrer? Lieber nicht!....

    Ich habe zwei Freunde, die Gymi-Lehrer (moderne Sprachen) sind... die Menge Arbeit neben den Stunden ist einfach unfassbar! Sie werden diese kleine Geste der Anerkennung an ihr Job genießen :/

  • Franz am 11.03.2017 08:59 Report Diesen Beitrag melden

    Verlorener Glauben an Institutionen

    Ich finde es erschreckend, wie sich heutzutage jede staatliche Institution ständig rechtfertigen muss und wie wenig man diesen noch zutraut. Die Leute, die diese Hetzkommentare formulieren, sollten lieber selbst aktiv werden und in die von ihnen kritisierten Institutionen eintreten und da Veränderungen bewirken. Man macht es sich schon sehr einfach, immer nur Kommentare zu verfassen, wenn man selber keine Entscheidungen in diesem Bereich fällen muss. Kennedy hat es mal so formuliert: Don't ask what your country can do for you, ask what you can do for your country...

  • Lehrer in Ausbildung am 10.03.2017 23:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Lehrerbashing

    Schon witzig die ganze Diskussion. Der Lehrerberuf wird extrem gering geschätzt. Und natürlich sind die eigenen Kinder immer gut/schlau/brav. Ob eine Lektion mehr oder weniger wirklich so schlimm ist, darüber lässt sich streiten. Aber diese Lehrerbashing ist einfach unter aller Kanone.

  • 0815 am 10.03.2017 22:55 Report Diesen Beitrag melden

    Attraktivität Lehrerberuf

    Am Ende müssen sich die Kantonsschulen auch auf dem Arbeitsmarkt durchsetzen. Und da hat man als Mathematiker, Physiker,... sehr gute Karierechancen in der Privatwirtschaft. Tatsache ist, es gibt einen Lehrermangel. Die Frage ist, ob bei so einer Sparpolitik langfristig der Lehrerjob attraktiv bleibt.