Zürich

30. Oktober 2017 07:33; Akt: 30.10.2017 20:59 Print

Mann bietet Ex-Partnerin zum Sex im Netz an

Die Zürcher Polizei sucht nach einem Mann, der Nacktbilder seiner 36-jährigen Ex-Partnerin ins Internet stellt. Dazu preist er sie als «Hobbynutte» an.

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Brutaler Rufmord: Die Frau ist in einem Zürcher Hamam der Migros angestellt. (Bild: Screenshot Facebook)

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Ein besonders anstössiger Fall von Stalking beschäftigt derzeit die Zürcher Polizei. Es handelt sich um einen Mann, der im Namen seiner Ex-Partnerin Sexdienste im Internet anbietet. Dazu stellt er Nacktbilder der 36-jährigen Frau, eine Mitarbeiterin eines Zürcher Hamams, ins Netz, wie der «Blick» berichtet.

So stehe auf den Internetseiten, die der Mann verbreitet, geschrieben: «Grüezi mitenand, ich bin in der Schweiz als Hobbynutte unterwegs» und «Nach Geschäftsschluss biete ich versaute Spiele an».

Veröffentlicht wird laut Bericht der volle Name des Stalking-Opfers, die Adresse und Direktwahl der Firma, bei der sie angestellt ist. An den Wochenenden stehe sie zudem auch privat zur Verfügung, heisst es auf der Seite, dazu die private Wohnadresse des Opfers. Sogar in den Kundenbewertungen auf der Seite der Hamam-Filiale greift sie der Stalker gnadenlos an, wie der «Blick» weiter schreibt. Ein kleiner, wenn auch schwacher Trost für die Frau: Ihr Arbeitgeber steht trotz Rufschädigung weiterhin zu ihr.

Polizei ist ratlos

Das Opfer ist sich laut «Blick» sicher, dass sein Ex-Partner dahintersteckt. Der Mann ist offenbar wegen versuchter Vergewaltigung und Betrugs bereits vorbestraft. Sein Ziel gemäss der verzweifelten Frau: ihre Kündigung und der Wegzug.

Die Polizei tappt bei dem Fall im Dunkeln. Der Mann sei nicht auffindbar und verspotte die Beamten sogar. Man könne ihm nichts anhaben, er lebe in London und werde von dort weiterhin «aus dem Vollen schöpfen», schreibt er laut «Blick» in einem Mail an die Polizei.

Etliche Male habe man versucht, die anstössigen Seiten zu löschen, kurz darauf waren sie jedoch wieder online. Den Internetgiganten Google zur Löschung der Beschimpfungen zu bewegen, habe sich laut Bericht ebenfalls als aussichtslos herausgestellt. «Google ist träge. Es braucht zuweilen Ausdauer, bis Inhalte verschwinden», sagt ein Cyber-Experte zum «Blick».

(kaf)