Glattbrugg

08. August 2016 15:58; Akt: 09.08.2016 14:08 Print

Chemieunfall in Mövenpick-Hotel

Im Keller des Gebäudes in Glattbrugg ist bei Arbeiten Ammoniak ausgelaufen. Eine Person musste im Spital behandelt werden, 22 weitere erlitten Atembeschwerden.

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An der Walter-Mittelholzer-Strasse in Glattbrugg kam es am Montagnachmittag zu einem Chemieunfall. Gegen 14.30 Uhr ist im Keller des Mövenpick-Hotels in Glattbrugg/Opfikon bei Arbeiten an der Kühlanlage eine unbestimmte Menge Ammoniak ausgelaufen.

Als Folge davon wurden Dämpfe freigesetzt, so die Medienstelle von Mövenpick. Das Hotel musste vorübergehend evakuiert werden. Laut dem Direktor des Hotels sei die Situation aber rasch wieder unter Kontrolle gebracht worden und das Hotel hätte gegen 20 Uhr wieder aufmachen können.

Atembeschwerden wegen Ammonium

Eine Frau musste allerdings ins Spital gefahren werden, berichtet die Kantonspolizei Zürich. Wegen Atembeschwerden aufgrund der Ammonium-Konzentration wurden zudem 22 Personen ambulant behandelt. Die Arbeiter, die unverzüglich das Gebäude verliessen, blieben gemäss Abklärungen von Schutz und Rettung unverletzt.

Wieso die chemische Flüssigkeit ausgelaufen ist, ist noch nicht bekannt. Ein Grossaufgebot der Polizei und Feuerwehr war vor Ort und die Strasse blieb bis am frühen Abend gesperrt.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Cöpenicker am 08.08.2016 16:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hellseher

    Keine Gefahr für die Bürger?? Interessant wenn die Flüssigkeit noch nicht bekannt ist...Hellseher oder wie....

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  • Walti am 08.08.2016 17:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Boulevard-Journalismus

    Bei einem solchen ist immer von einer Gefahr für Mensch, Tier und Umwelt auszugehen bis eindeutig geklärt ist, um welchen Stoff in welcher Menge es sich handelt. Ist alles geklärt, wird das durch die Verantwortlichen entsprechend kommuniziert. Doch die ahnungslosen Schreiberlinge wissen es immer besser als die involvierten Einsatzkräfte und schreiben dann halt einfach einen Hafenkäse.

  • Ozzly am 08.08.2016 17:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gottlob!

    Keine Ahnung wie viel, keine Ahnung was, aber keine Gefahr für die Menschen. Dann bin ich ja froh!

Die neusten Leser-Kommentare

  • M.T. am 09.08.2016 11:39 Report Diesen Beitrag melden

    Ammonik

    Was ich so crazy finde, hier regen sich Leute über den Ammonikunfall auf, essen aber gleichzeitig Fleischabfälle/Knorpel die mit Ammonik behandelt wurde (MCDonalds lässt grüssen, siehe Klage Jaime Oliver 12.2015)

  • Gast Nr. 4 am 08.08.2016 20:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wer von euch war vor Ort? Wir...

    ... gehören zu den wenigen Gästen im Mövi-Resti, die vom ersten Blaulicht an da waren und auch ohne Gefahr zu riechen, sehen, spüren oder schmecken wieder abreisen durften. Nur, dass der Einsatzwagen genau vor de Barriere-Ausfahrt anhalten wollte, war nicht so toll-alles andere sah sehr abgeklärt, souverän und gar nicht nach Hektik aus. Das Aufgebot von ca. 10 verschiedenen Einsatz-Fzg plus gut nochmals soviele zivile Polizei- (od.ähnliche)Fzg sah schon eindrücklich aus. Ammoniak aus Kühlgeräten in der Küche(Produktion) unten sei der Ursprung (Info Service-Angestellte)... Noch Fragen?

  • Kein Experte am 08.08.2016 19:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Experten

    Da geben ja mal wieder viele Experten ihr Wissen zum Besten. Ist sehr belustigend zu lesen. Vielen Dank für die niveauvolle Unterhaltung.

  • kei Biudig am 08.08.2016 19:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bildungsniveau

    Also jede Flüssigkeit ist eine chemische Flüssigkeit, sogar Wasser (H2O). Und Ammonium kann bei normalen Bedingungen nicht gasförmig vorkommen, da dies ein Ion bezeichnet (Salz = fest). Hohes Bildungsniveau des Verfassers dieses Artikels...

    • Chemikerin am 08.08.2016 21:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @kei Biudig

      Es ist nicht von Ammonium (welches übrigens nur in Verbindung mit einem Anion ein Salz und fest ist) sondern von Ammoniak, (NH3) welches bei Raumtemperatur gasförmig ist, die Rede. Ihr Kommentar gegen den Verfasser ist also überflüssig.

    • lac am 09.08.2016 13:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @kei Biudig

      N Stickstoff H Wasserstoff, also nix mit Salz!!!

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  • lac am 08.08.2016 17:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Chemieunfall

    Klimaanlage? Kältemaschine mit Amoniak befüllt? Manipulationsfehler? Rohrbruch? Eigentlich sollte die Sturmlüftung das Kältemittel übers Dach wegblasen. Das Kältemittel bindet sich sofort mit dem Wasser in der Luft und bildet Salmniak, das wiederum ist Lauge. Ist nicht ungefährlich, wenn man nicht flüchtet.

    • Luzius am 09.08.2016 00:49 Report Diesen Beitrag melden

      Besserwisser!?

      Nennen Sie mir eine Klimaanlage, die NICHT mit Ammoniak gefüllt ist!

    • Kältetechniker am 09.08.2016 10:39 Report Diesen Beitrag melden

      90% aller Anlagen

      Da gib es so einige... Ammoniak (R717) ist nur eines von vielen. Auch Wasser (R718) wird z.B. als Kältemittel eingesetzt. Ammoniak, so wie z.B. auch CO2 (R744) werden Hauptsächlich in Grossanlagen eingesetzt. In Klimaanlagen werden Üblicherweise Organische Kältemittelgemische eingesetzt. Sogenannte Zeotropische Gemische. Und bei den Kleinstmengen die z.B. in Ihrem Kühlschrank sind 50-100g wird es Wahrscheinlich R600 oder R290 sein (Butan oder Propan)

    • lac am 09.08.2016 12:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Kältetechniker

      Hallo! Aber nur NH3 ist ein Fluchtgas! Schwefeldioxid und Metylchlorid wird schon lange nicht mehr gebraucht.

    • lac am 09.08.2016 12:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Kältetechniker

      Hallo Kältetechniker. Schönen Gruss

    • lac am 09.08.2016 13:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Luzius

      Amoniak ist eher eine Ausnahme. Wir haben 1500 Anlagen darunter sind keine 10%. Lieben Gruss

    • lac am 09.08.2016 13:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Luzius

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