«Jämmerliches Bild»

06. August 2017 11:34; Akt: 06.08.2017 17:24 Print

Leuteneggers Schirme sind schon beschädigt

Nur einen Tag nach dem Aufstellen müssen fünf Sonnenschirme auf dem Zürcher Sechseläutenplatz bereits geflickt werden. Besucher wundern sich ohnehin über deren Konstruktion.

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Sie seien stabil, daher ideal für den Einsatz im öffentlichen Raum und würden Winden von bis zu 60 km/h standhalten. So pries Stadtrat Filippo Leutenegger (FDP) am Freitag vor den Medien die neuen Sonnenschirme an, die auf dem Sechseläutenplatz neu etwas Schatten spenden sollen.

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«Die Idee ist super, nur leider sind diese Schirme ein Quatsch - ich hab mich am Samstag ziemlich aufgeregt», sagt eine Leser-Reporterin. Sie sei mit ihrem Sohn auf dem Platz gewesen und habe sich unter einen Schirm setzen wollen. «Mir fiel auf, dass mindestens fünf Schirme bereits beschädigt waren, das Ganze gab ein jämmerliches Bild ab.»

«Was ist, wenn wirklich ein Sturm kommt?»

Sie sei kein Profi, aber die Konstruktion der Schirme mit diesen Drähten erscheine ihr zu fragil. «Da braucht es offenbar nicht viel, und der Schirm ist bereit verbogen», sagt die Frau und fragt sich: «Was ist, wenn wirklich ein Sturm kommt? Ich sorge mich um die Sicherheit der Leute, die unter den Schirmen Schatten suchen.»

Ein anderer Leser-Reporter ärgert sich darüber, dass die Stadt und damit der Steuerzahler für die Schirme rund 40'000 Franken ausgegeben hat - zumindest bei einigen davon bereits für die Katz.

«Sehr starke Böen»

Von einem Fehlkauf will Leutenegger nichts wissen, wie er zu 20 Minuten sagt: «Es wurden zwar fünf Schirme beschädigt und diese müssen nun geflickt werden, aber der Grossteil hielt den doch sehr starken Böen am Samstagnachmittag stand.» Er sei am Wochenende mehrfach vor Ort gewesen und habe selber Hand angelegt und geholfen, Schirme zu schliessen.

Das Problem sei weniger die Konstruktion, sondern viel mehr der Sockel. «Wir haben diesen zwar verstärkt, doch wie sich nun zeigt, würde wohl eine bessere Verankerung Sinn machen - das klären wir ab», sagt Leutenegger und gibt zu bedenken: «Wir stehen noch am Anfang der zweimonatigen Testphase - die meisten Besucher haben Freude an den Schirmen und nehmen solche kleinen Anfangsschwierigkeiten mit Humor und Gelassenheit.»

Die Schirme werden jeweils am Morgen von städtischen Angestellten geöffnet - und am Abend oder bei schlechtem Wetter wieder geschlossen.


Stadtrat Filippo Leutenegger öffnete den ersten Sonnenschirm. (Video: wed/tür)

(rom)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • V.A. am 06.08.2017 11:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bäume?

    Wie wärs einfach mit Bäumen in Töpfen die sich verschieben lassen?

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  • luapsong am 06.08.2017 11:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Das kann nicht funktionieren

    wenn im öffentlichen Raum Dinge aufgestellt werden die vom Publikum bedient werden müssen. Um das zu wissen muss man nicht Politiker sein !

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  • takä am 06.08.2017 12:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    bäume

    bäume hätten diesxauch getan und hätten schöner ausgesehen

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Urs Ertz am 08.08.2017 18:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    ABER Der Stadt entstehen keine Kosten

    Ja , wenn die Arbeit von Mitarbeitenden der Stadt Zürich nichts kostet. Somit sind dies wohl "edokosten". Eine andere Optik als künftigen Stadtpräsi? Erinnert mich an etwas.

  • Walter Alder am 08.08.2017 17:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hirn einschalten bevor man kauft!!!!!

    Ist das wirklich die AUFGABE der Stadt und des STEUERZAHLER Sonnenschirme aufzustellen ??? Ich glaube NEIN. Unsere Politiker von links bis rechts verlieren langsam den ÜBERBLICK was wichtig ist und was total unnötig ist. Es bleibt ja nicht bei den 40000.00 FR. sondern man muss sie auch den Unterhalt bezahlen (aufstellen, abräumen und reparieren). Gesunder Menschenverstand ist gefragt.

  • J.B. am 08.08.2017 17:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schlimm

    Unglaublich Unprofessionell diese Schirme, und soviel Geld dafür ausgegeben unglaublich. Aber den Staat kann man ja abzocken denn der Bürger bezahlt es ja.

  • Sibylle K. am 07.08.2017 20:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Verletzungsgefahr?

    Heute zur Mittagszeit war ich auf dem Platz, um die Schirme zu bestaunen. Leider kam nach kurzer Schattenzeit ein Herr der Stadt (leider nicht Filippo Leutenegger) und klappte den Schirm zu. Weil die Schirme auch bei leichtem Wind umkippen und dadurch an der Spitze beschädigt werden könnten. Nun, wie sieht es denn mit der Verletzungsgefahr der Schattensuchenden aus?!

  • Zürcher am 07.08.2017 20:27 Report Diesen Beitrag melden

    AM LEUTENEGGER-LOHN ABZIEHEN

    Die dauernden Gratis-Werbe-Auftritte in den Medien in eigener Sache als Stadtpräsident zieht leider nicht. Es wäre an der Zeit, das die Velo-Fahrer für all die Velowege auch an den Kosten beteiligen müssten.