Koch-Areal

06. Oktober 2016 13:17; Akt: 06.10.2016 16:16 Print

Besetzer müssen leiser Party machen

Laute Partys nur noch bei geschlossenen Fenstern und vier Outdoor-Partys im Jahr – das sind neue Regeln für die Koch-Areal-Besetzer. Eine Räumung ist für die Stadt kein Thema.

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Dutzende Lärmklagen, illegale Bauten, eine Hanfplantage und nun sogar ein aufsichtsrechtliches Verfahren gegen den zuständigen Sicherheitsvorsteher Richard Wolff (AL) – der Zürcher Stadtrat steht wegen des besetzten Koch-Areals, das der Stadt selber gehört, unter Druck.

Am Donnerstag präsentierte die Stadt deshalb neue Spielregeln für die Besetzer des Koch-Areals. Die Situation habe sich in den letzten Wochen zugespitzt, sagte Stadtpräsidentin Corine Mauch an der Medienkonferenz im Stadthaus. Es bestehe ein Lärm- und Partyproblem.

«Es dient dem sozialen Frieden»

«Die Besetzer müssen künftig über lärmintensive Veranstaltungen 14 Tage im Voraus informieren», sagte Wolff. «Zudem müssen die Besetzer eine durchgehend erreichbare Kontaktperson stellen.» Werden geltende Regeln missachtet, behalte sich die Polizei vor, Veranstaltungen aufzulösen. Bei mehrfacher Missachtung komme ein befristetes Partyverbot zum Tragen.

Die bestehende Hausbesetzungs-Politik werde aber nicht angepasst. Will heissen: Eine Räumung des Koch-Areals kommt nicht infrage. Wolff: «Oberstes Gebot der Stadt Zürich ist die Wahrung des sozialen Friedens.» Zumal es aktuell rund 30 besetzte Liegenschaften in der Stadt gebe – und keine sonst mache Probleme.

Angst vor Störaktionen

Weil gut möglich ist, dass Besetzer die Medienkonferenz stören könnten, ist die Stadtpolizei mit mehreren Patrouillen vor und rund um das Stadthaus präsent.

Als das Immobilienunternehmen Mobimo 2013 im Volkshaus die Pläne für die Bebauung des damals besetzten Labitzke-Areals präsentiert hatte, störten Besetzer die Medienkonferenz – maskiert, aber friedlich.

(ced/jen)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • E. H. am 06.10.2016 14:03 Report Diesen Beitrag melden

    In Zürich darf man das gem. Hr. Wolff

    Auf nach Zürich, städtische leerstehende Gebäude dürfen besetzt werden zur Wahrung des sozialen Friedens. Herr Wolff hat das gesagt. Mann kan Hanf anpflanzen, Bauten errichten, Party's machen usw. Und das alles gratis zu Lasten der Zürcher Steuerzahler. Wenn das keine Versager-Regierung ist.

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  • zürcher am 06.10.2016 13:55 Report Diesen Beitrag melden

    Kuscheljustiz?!?

    Was soll diese Kuscheljustiz? Sie müssen die Musik etwas leiser stellen, das wars schon? Räumen und abreissen, damit sich diese "Individuen" nicht mehr einnisten können, und zwar sofort!!!

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  • Elias Truttmann am 06.10.2016 13:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kurz zusammengefasst

    Es wird sich rein gar nichts ändern, denn die Auflösung einer illegalen wird in den Augen von Wolff nie "verhältnismässig" sein. Eine Räumung des Areals wäre wesentlich einfacher

Die neusten Leser-Kommentare

  • Waterpolo1s am 10.10.2016 10:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    raus !!!

    Also ich finde der Haus-Besitzer soll renovieren und den üblichen Luxus heranschaffen, dass es den Besetzern noch wöhler ist .... ggggrrrr .... raus!!!

  • Refugees Welcome am 07.10.2016 16:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Flüchtlinge ins Koch-Areal

    Wieso nicht Flüchtlinge im Koch-Areal unterbringen? Die werden sicher mit offenen Händen dort empfangen.

  • O. R. am 07.10.2016 09:01 Report Diesen Beitrag melden

    Recht

    Immer wieder schön, wie flexibel das "Recht" ist. Auf der einen Seite kann man es dehnen, umgehen, brechen. Es juckt keiner. Auf der anderen Seite, nur eine kleine Verfehlung und es wird der Dampfhammer ausgepackt. Halt je nach Gutdünken.

  • Heinrich Zimmermann am 07.10.2016 08:41 Report Diesen Beitrag melden

    Neuen Stadtrat brauchen wir.

    "den Stadtrat informieren bei lärmintensiven Veranstaltungen 14 Tage im Voraus und eine Kontaktperson, die während Partys erreichbar ist " Wenn das nicht zum Lachen ist. Frau Mauch, sie sind langsam überfällig. Treten Sie ab. Und Sie kosten den Buerger jeden Monat 24.800 Franken

  • Roman F. am 07.10.2016 08:39 Report Diesen Beitrag melden

    Nur noch 4 Outdoorpartys im Jahr....

    ....wie lange dauern die....3 Monate, Frühlingfest, Sommerparty, Herbstmesse und Wintersause. Laute Musik nur noch bei geschlossenen Türen und Fenster....die Hütte ist ja tip top Schallisoliert. 14 Tage im voraus über Lärmbelästigung informieren? Hallo die nächsten 3 Monate wirds vielleicht etwas laut oder was?