5 Keller angezündet

23. November 2012 23:17; Akt: 24.11.2012 14:00 Print

Brandstiftungs-Serie in Zürich nimmt kein Ende

In den Zürcher Kreisen 3 und 4 geht ein Feuerteufel um. Nach vier Kellerbränden am Freitagabend hat am Samstagmorgen auch ein Keller an der Langstrasse gebrannt.

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Starker Rauch: Dieses Haus an der Zypressenstrasse wurde gestern evakuiert.

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Die Zürcher Polizei jagt einen Feuerteufel. In den Kreisen 3 und 4 brennt seit Freitagabend ein Keller nach dem andern.

Kurz vor 21 Uhr ging bei der Polizei eine erste Meldung über einen Brand an der Zypressenstrasse 57 im Kreis 4 ein. Die Einsatzkräfte der Stadtpolizei Zürich und von Schutz & Rettung Zürich evakuierten aufgrund der starken Rauchentwicklung die Liegenschaft.

Neben der Berufsfeuerwehr wurden auch alle Brandkompanien der Milizfeuerwehr aufgeboten. Die Brandquelle im Keller konnte rasch unter Kontrolle gebracht werden, sechs Menschen mussten mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Spital gebracht werden.

Ein Brand jagt den nächsten

Kurze Zeit später folgten zwei weitere Meldungen. An der Friedaustrasse 4 im Kreis 3 und an der Hildastrasse 7 im Kreis 4 wurde ebenfalls Rauch aus den Kellergeschossen gemeldet. In beiden Fällen konnten die Brandquellen rasch gelöscht werden. Es wurden keine Personen verletzt.

Vor 23.00 Uhr erreichte die Einsatzzentrale dann eine weitere Meldung, wonach im Keller der Hardstrasse 35 ein Brand ausgebrochen sei, der aber bereits gelöscht werden konnte. Es kamen keine Personen zu Schaden.

Doch damit nicht genug. Der nächste Keller brannte am Samstagmorgen kurz vor 4 Uhr an der Langstrasse 80. Die Einsatzkräfte der Stadtpolizei Zürich und von Schutz & Rettung Zürich evakuierten aufgrund der starken Rauchentwicklung mehrere Personen aus der betroffenen Liegenschaft. Die Brandquelle im Untergeschoss konnte rasch unter Kontrolle gebracht werden. Es wurden keine Personen verletzt, es entstand jedoch ein Sachschaden in der Höhe von mehreren zehntausend Franken.

Polizei geht von Brandstiftung aus

Für die Detektive der Stadtpolizei Zürich sowie die Brandermittler der Kantonspolizei ist das Bild aufgrund der vorgefundenen Situation und der Spurenbilder in allen fünf Fällen eindeutig: Es muss Brandstiftung gewesen sein. Vermutlich handelt es sich in allen Fällen um ein und denselben Feuerteufel – ein Zusammenhang kann laut einer Mitteilung der Stadtpolizei nicht ausgeschlossen werden.

Im Zusammenhang mit den Brandstiftungen weist die Polizei die Bevölkerung darauf hin, die Eingangstüren der Liegenschaften stets verschlossen zu halten und verdächtige Personen umgehend via Notrufnummer 117 der Polizei zu melden.
Auch Personen, die Hinweise im Zusammenhang mit den Bränden geben können, werden gebeten, sich zu melden.

(bem/jbu)

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