Flughafen Zürich

21. Juni 2012 22:18; Akt: 21.06.2012 23:53 Print

Afrikanische Zöllner werden geschult

von Deborah Sutter - Workshop für den Artenschutz: Afrikanische Zöllner lernen am Zürcher Flughafen, Elfenbein in Koffern zu erkennen.

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Zürcher Zöllner bilden ihre afrikanischen Berufskollegen aus. (Bild: sut)

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13 Zöllner aus Afrika sind für etwas mehr als eine Woche am Zürcher Flughafen: Die Frauen und Männer aus sechs verschiedenen afrikanischen Staaten werden in dem von der Weltzollorganisation (WZO) organisierten und vom Staat Schweden finanzierten Workshop etwa im Bereich Schmuggelverstecke geschult.

«Wir wollen die Zusammenarbeit unter den Ländern verbessern, damit Schmuggelgut im besten Fall gar nicht erst ausgeführt wird», sagt Daniel Möll von der WZO. Wenn es um Artenschutz geht, werden vor allem die direkten Flüge von Afrika unter die Lupe genommen: «Im Moment ist hauptsächlich die illegale Einfuhr von Elfenbein oder Nashorn ein grosses Problem», so Möll. Elfenbein etwa werde teils schwarz bemalt oder in Holzstatuen eingearbeitet.

Begeistert vom gelerntem

Der 37-jährige Zöllner Mvondo Elanga aus Kamerun findet die Kontrolle in Zürich einfacher als in seinem Heimatland: «Wir haben nur einen Scanner und können nicht alle Koffer eines Flugzeugs röntgen.» Hilfreich sei auch der Austausch und Kontakt mit anderen Zöllnern. Brigitte Mamadou aus der Repub­lik Zentralafrika ist begeistert vom ­Gelernten: «Ich bin überzeugt, dass ich in Zukunft eher erkenne, wenn jemand Elfenbein ­illegal zu exportieren versucht.» Alles könne sie jedoch nicht umsetzen: «Wir arbeiten unter ganz anderen Voraussetzungen, die sich nicht von heute auf morgen ändern lassen.»

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