Greencity

13. September 2017 19:39; Akt: 14.09.2017 13:58 Print

Hier reissen sich die Zürcher um Wohnungen

In der Greencity sind die ersten Bewohner eingezogen. Freie Wohnungen hats nur noch wenige – bei den Büroflächen haperts hingegen.

Projektleiter Alain Capt im Interview zum aktuellen Stand der Greencity-Überbauung.
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400 Handwerker, 80 Planer und 50 weitere Mitarbeiter, die sich um die Realisierung kümmern – seit dem Spatenstich vor zwei Jahren wird mit Hochdruck am neuen Stadtquartier Greencity auf dem früheren Sihlpapier-Areal Manegg in Zürich-Leimbach gearbeitet. 731 Wohnungen für über 2100 Einwohner wird das neue Areal bieten, die jeweils zu einem Drittel in Eigentums-, Miet- und Genossenschaftswohnungen unterteilt wurden.

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Die Nachfrage nach den Wohnungen in dem Quartier, das den Richtlinien der 2000-Watt-Gesellschaft entspricht, ist riesig: Alle Eigentumswohnungen wurden bereits vor dem Baustart verkauft, bei den Mietwohnungen ist ein Haus ebenfalls schon komplett vermietet und auch bei den Genossenschaftswohnungen sind alle schon lange weg. Den grossen Hype erklärt sich Alain Capt, Gesamtprojektleiter des Totalunternehmers Losinger Marazzi, wie folgt: «Das hat mehrere Gründe, aber die Lage ist sicher eine – wir sind direkt neben einer S-Bahn-Haltestelle, in zehn Minuten ist man im HB, in wenigen Minuten ist man mit dem Bus am See und das alles direkt neben der Allmend, einem Naherholungsgebiet.»

Eigene App für die Bewohner

Das zukunftsgerichtete Konzept der Überbauung sei aber auch ein grosser Pluspunkt: «So hat die Greencity beispielsweise eine eigene App für Bewohner», so Capt. Dort könne man seinen Energieverbrauch anschauen, Mängel direkt an die Verwaltung melden oder auf einem Marktplatz diverse Gegenstände mit anderen Bewohnern tauschen, kaufen oder verkaufen.

Die App wird auch schon fleissig benutzt. Denn: Ein Grossteil der Genossenschaftswohnungen sind seit kurzem bewohnt. «Bis jetzt haben wir nur positive Rückmeldungen erhalten», sagt Capt. Natürlich gebe es noch ein paar Kinderkrankheiten, aber die sei man jetzt am Beheben. «Ab jetzt lebt das Quartier und wird rasch eine eigene Identität entwickeln», so Capt.

Ab 1650 Franken gibt es noch freie Wohnungen

Schon jetzt gibt es ein Yogastudio und eine Kindertagesstätte auf dem Areal – eine Bäckerei folgt in den kommenden Wochen und auch ein Restaurant in der ehemaligen Spinnerei ist geplant. Bei weiteren Gewerbeflächen ist man noch auf der Suche nach Mietern. Die Spinnerei ist ohnehin eines der Highlights in der Greencity: Das 1857 erbaute Industriegebäude steht unter Denkmalschutz. Im Innern entstehen 40 Loft-Eigentumswohnungen. «Die gingen weg wie warme Weggli», sagt Capt.

Wer künftig in der Greencity wohnen möchte, muss sich sputen. Lediglich im Gebäude G von der Swiss Life, das im April 2018 bezugsbereit ist, gibt es noch freie Wohnungen: Von der 1,5-Zimmer-Wohnung für 1650 Franken monatlich bis zur 4,5-Zimmer-Wohnung für 3275 Franken.

Alterswohnungen statt Büroflächen?

Weniger rund läuft es noch bei der dritten und letzten Etappe, wo der Bau noch nicht begonnen hat. «In dieser Etappe waren hauptsächlich Bürogebäude vorgesehen, doch der Büromarkt ist derzeit relativ schwierig», so Capt. Aus diesem Grund habe man bei der Stadt Zürich eine Eingabe gemacht, um die festgehaltene Quartiernutzung anzupassen. «Wir denken beispielsweise an Alterswohnungen inklusive Pflege», sagt Capt. Auch Wohnungen werden bei den Verantwortlichen diskutiert.

(wed)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Bernereidgenosse am 13.09.2017 19:51 Report Diesen Beitrag melden

    Viel Spass in Züri

    4,5-Zimmer-Wohnung für 3275 Franken. Woow.. Bin ich froh wohne ich im schönen Westen der Schweiz. Diesen Horrorpreis würd ich niemals bezahlen!

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  • Nala am 13.09.2017 19:52 Report Diesen Beitrag melden

    Autobahnlärm

    Haben die künftigen Mieter das Gebiet mal besucht? Enormer Lärm von der Autobahn. Die Siedlung mag ja 2000-Watt sein, aber angenehmes Wohnklima ist das kaum, wenn man nicht mal den Balkon geniessen kann.

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  • Na dann am 13.09.2017 19:57 Report Diesen Beitrag melden

    Gute Erholung im Naherholungsgebiet

    vom Autolärm und den unsichtbaren Feinstäubchen zu Hause.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Landei am 14.09.2017 10:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Stadtkuh muh muh

    Die stadtkuh wird gemolken und ausgequetscht bis zum letzten tropfen.wir landkühe dürfen leben und und geniessen

  • Liebe meine Freiheit am 14.09.2017 09:01 Report Diesen Beitrag melden

    Lasst sie gehen ...

    Liebe Leute die nicht in der Stadt wohnen, keine überteuerten Wohnungen mieten müssen, ein oder mehrere Autos haben dürfen, die Nachbarn beim Namen kennen, gemütlich auch mal ein Hausfest feiern, die Natur geniessen können. An all diese Leute: Lasst alle anderen in die Stadt ziehen, dann haben wir auf dem Land unsere Ruhe :-) Und lasst sie auf keinen Fall zu uns zurück kommen, denn das sind die schlimmsten! Kirchen haben dann kein Glockenläuten mehr, Kühe dürfen nicht mehr auf die Weide, der Güggel darf nicht mehr krähen usw. Gönnt Ihnen die Batteriehaltungs-Überbauung!

    • Feline X am 14.09.2017 15:16 Report Diesen Beitrag melden

      @Liebe meine Freiheit

      Leute wie du sind der Grund wieso ich nie mehr aufs Land ziehen würde. In der Stadt sind die Wohnungen zwar teurer, dafür die Lebensqualität um einiges höher. Warum braucht man schon ein Auto? Alle anderen Sachen, und mehr, hast du genau auch in der Stadt.

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  • Busi.Ness am 14.09.2017 08:41 Report Diesen Beitrag melden

    Eigentümer dort

    Also, ich bin Eigentümer einer 3-1/2 Zimmer Wohnung dort. Ich freue mich schon sehr darauf diese für über 3'000 Franken zu vermieten. Dank der PFZ hat es auch genug zahlkräftiges Publikum, die CS ist ganz in der Nähe und ja, einen PPL gibts bei meiner Wohnung nicht. Wetten sie wird mir trotzdem aus den Händen gerissen ?? Und ja, für den Normalverdiener ist das nicht's, ist aber auch nicht meine Zielgruppe, für die Arbeiter gibts da Quartiere in ZH Nord, da ist es günstig, mit entsprechender Klientel.... Viel Spass dort mit den sozialen Problemen.... Und jetzt, Daumen runter, egal.

  • Positiv am 14.09.2017 07:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Leider zu teuer

    Zürich ist schön.

  • jane marple am 14.09.2017 07:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    1650 für ein zimmer...

    ...im in einer plattenbau siedlung?und dann nicht mal einen pp?

    • Marco Köhl am 14.09.2017 10:22 Report Diesen Beitrag melden

      Ja habe ich mich auch gewundert..

      Wen das richtig geschrieben wurde 1659.- Fr für eine 1.5 Zimmerwohunung in so einer Grossen Wohnsiedlung, da kann ich den künftigen Mietern nur Sagen wie spass in der neuen Mietwohnug. Zum glück Lebe ich auf dem Land in einer schönen Dachwohnung,

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