Zürcher Schönheitschirurg

07. Juli 2015 10:45; Akt: 07.07.2015 12:34 Print

Peter Meyer-Fürst darf nicht mehr operieren

Wegen mangelhafter Schönheits-OPs wurde ein Aufsichtsverfahren gegen den Zürcher Chirurgen Peter Meyer-Fürst eingeleitet. Er wird nie mehr operieren.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Der umstrittene Schönheitschirurg Peter Meyer-Fürst, der wegen mangelhafter Schönheitsoperationen mehrmals für Negativschlagzeilen sorgte, zeigte sich Ende Februar gegenüber der «Weltwoche» noch zuversichtlich: «Ich versichere Ihnen, dieses Jahr noch werde ich wieder im Operationssaal stehen – und alle, die die Hetzjagd gegen mich angezettelt haben, werden im Gefängnis sitzen!»

Doch wie die NZZ nun berichtet, verzichtet der 78-Jährige auf die Berufsausübungsbewilligung und wird nicht mehr operieren. Laut Daniel Winter, Sprecher der Gesundheitsdirektion, sei die Bewilligung entsprechend gelöscht und das Aufsichtsverfahren gegen ihn eingestellt worden.

«Eklatante Entstellung einer jungen Frau»

Der Zürcher Schönheitschirurg geriet Anfang Jahr in die Kritik, weil er bei mehreren Operationen gepfuscht hatte. Nachdem eine 19-Jährige nach einer missratenen Brustverkleinerung Strafanzeige gegen ihn eingereicht hatte, leitete das Gesundheitsdepartement des Kantons Zürich ein Aufsichtsverfahren gegen ihn ein und verfügte einen Operationsstopp gegen ihn. Dirk Schäfer, Chefarzt der plastischen Chirurgie am Unispital Basel, bezeichnete die Operation als «eklatante Entstellung einer jungen Frau».

(fro)