Zürich

27. April 2016 13:22; Akt: 27.04.2016 13:22 Print

Stadt vermietet Udo Jürgens' Penthouse

Am Bellevue wohnte der verstorbene Sänger Udo Jürgens in einer 220-Quadratmeter-Wohnung. Die Stadt will sie vorübergehend neu vermieten – auch WGs sind willkommen.

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Udo Jürgens in seiner Wohnung im Corso im Jahr 2013. Dem «Züritipp» sagte er damals, er sei nur noch selten hier - auch wegen der lauten Bässe des Clubs. Im Hintergrund der legendäre weisse Flügel. Am Sonntag, den 21. Dezember 2014, verstarb der Superstar an einem Herzinfarkt. Hier performte er am 7. Dezember im Hallenstadion. Es war sein letzter Auftritt. Mit dem Bademantel auf der Bühne, den er stets bei seinen Zugaben trug. Genauso wie sein weisser Flügel. Passend dazu: der weisse Anzug. Udo spricht, und alle hängen an seinen Lippen. 2011 war der gebürtige Österreicher zu Gast bei «Wetten, dass..?» Ein Schnappschuss aus dem Familienalbum: Jürgens 2002 mit seinem Sohn John. Auch mit seiner Tochter Jenny hatte der Sänger ein inniges Verhältnis. Mit Kollegin Wencke Myhre in der TV-Show «Das ist meine Welt »1976. Seit Feburar 2007 hatte der Sänger den Schweizer Pass. Bereits sieben Jahre vorher nahm er am Sechseläutenumzug in Zürich teil. Seit 1977 bereits lebte der Weltstar in Zürich. Mit Rolli und Spitzkragen 1972. Er war ein absoluter Frauenschwarm. An die schöne Corinna verlor er sein Herz und führte sie an den Traualtar. Zuvor war er mit dem Model Erika Meier, Panja genannt, verheiratet. Sie ist auch die Mutter seiner Kinder John und Jenny. Jürgens hat ausserdem noch zwei uneheliche Töchter aus anderen Beziehungen. 1994 mit seinem Bruder Manfred Bockelmann in Zürich. Hier signiert der Frauenschwarm 1966 Autogramme für seine vorwiegend weiblichen Fans. 2007 feierte das Musical «Ich war noch niemals in New York», die Jürgens grosse Hits in einem Abend vereinten, Premiere in Hamburg. Ein Meilenstein in seiner Karriere. Während einer USA-Tournee im Jahr 1978 macht sich der Star die Haare.

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Sie war Inspirationsort, Liebesnest und Partylokal: Das 5-Zimmer-Penthouse im Corso-Haus, das der am 21. Dezember 2014 verstorbene Sänger Udo Jürgens während mehr als drei Jahrzehnten mietete. Ursprünglich war geplant, dort zu seinen Ehren ein Museum einzurichten. Doch laut dem «Tages-Anzeiger» scheiterte dieses Vorhaben offenbar wegen eines Erbstreites. Jürgens' Erben haben die Wohnung im letzten Oktober räumen lassen, sie bezahlten die Miete bis Ende März.

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Die Stadt Zürich sucht nun als Besitzerin des Hauses neue Mieter für das 220 Quadratmeter grosse Appartement. Den genauen Jahresmietzins gibt sie nicht bekannt, nur dass es ein fünfstelliger Betrag und die Miete günstiger als bisher ist. Der Vertrag ist befristet, da das gesamte Gebäude in den nächsten drei bis fünf Jahren wegen der veralteten Haustechnik saniert werden muss.

Mieter sollten nicht lärmempfindlich sein

Laut der Stadt haben sich schon erste Mieter gemeldet. Willkommen sind auch Wohngemeinschaften. Lärmempfindlich dürften diese aber nicht sein, denn unten befindet sich der Club Mascotte. Wie der «Tages-Anzeiger» schreibt, gibt es in der Wohnung noch einige Spuren des Sängers. Dieser soll weit mehr als eine Million Franken darin investiert haben – etwa für einen Whirlpool aus Marmor und eine Sauna. Heute steht aber nur noch die Sauna.

Von seinem grossen Bett im Schlafzimmer sind am Boden nur noch die Umrisse zu sehen. Auch auf dem hellbeigen Spannteppich im Wohnzimmer sind noch die Abdrücke von seinem Acrylglasflügel erkennbar. Die Küche ist bereits in die Jahre gekommen und auch sonst atmet das gesamte Ambiente den Geist der 80er-Jahre.

(som)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Ralph am 27.04.2016 13:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Möglicherweise

    Wahrscheindlich wird sich diese Wohnung ein reicher ranghoher Mensch schnappen, gegen die lärmemissionen vorgehen, den Club gerichtlich zur Schliessung zwingen und die Stadt wird bestimmt den reichen Schnösel unterstützen. (Gabs schon, in Luzern) jap, echt!

  • dr house am 27.04.2016 16:55 Report Diesen Beitrag melden

    nein danke

    nicht mal geschenkt! wer weiss, wie einem das stumpfsinnige bumm-bumm von noch viel stumpfsinniger musik nerven kann, würde da nicht mal geschenkt wohnen. wenn es schon UDO nicht mehr aushielt, sollte einem das eigentlich zu denken geben.

  • Joseph Furrer am 27.04.2016 13:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Penthouse

    Bei ihm ist es komisch ich hab das Gefühl das er gar nicht Tod ist.Könnte sein das er immer noch so present ist.

Die neusten Leser-Kommentare

  • dr house am 27.04.2016 16:55 Report Diesen Beitrag melden

    nein danke

    nicht mal geschenkt! wer weiss, wie einem das stumpfsinnige bumm-bumm von noch viel stumpfsinniger musik nerven kann, würde da nicht mal geschenkt wohnen. wenn es schon UDO nicht mehr aushielt, sollte einem das eigentlich zu denken geben.

  • antonzum am 27.04.2016 16:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sofort kaufen

    Dann kann ich zu Fuss über den Sächsilüte-Platz ins Opernhaus zur Macbeth-Vorstellung von G. Verdi am 28. April!

  • Em Pörte am 27.04.2016 16:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schande!

    Eine Schande ist das, dass die Stadt Zürich hier wieder Geld machen will! Udo war so ein toller Mensch und hat den Menschen so viel gegeben. Und er musste so viel Steuern zahlen! Die Stadt sollte ein Museum kostenlos einrichten und seinen Geist weiter leben lassen! Ich bin enttäuscht!

  • nicht 0815 am 27.04.2016 14:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nie und nimmer

    Nie und niemals würde gch in Zürich leben wollen. Auch nicht wenn ich den nötigen Stutz hätte.

    • Nein Zürich am 27.04.2016 16:17 Report Diesen Beitrag melden

      Das befürworte ich ganz

      In Zürich möchte ich auch nicht wohnen und schon gar nicht dort. Jeden Tag im Stau stehen weil die Arbeitsplätze in der Agglomeration sind.

    einklappen einklappen
  • Ralph am 27.04.2016 13:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Möglicherweise

    Wahrscheindlich wird sich diese Wohnung ein reicher ranghoher Mensch schnappen, gegen die lärmemissionen vorgehen, den Club gerichtlich zur Schliessung zwingen und die Stadt wird bestimmt den reichen Schnösel unterstützen. (Gabs schon, in Luzern) jap, echt!