72 neue Studienplätze

14. September 2017 09:07; Akt: 14.09.2017 10:17 Print

Die Uni Zürich setzt sich gegen Ärztemangel ein

Im Vergleich zum Vorjahr bietet die Universität Zürich für das Medizinstudium 72 Plätze mehr an. Auch die beiden ETH werden sich künftig an der Ausbildung beteiligen.

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An der Universität Zürich starten am Donnerstag 26'400 Studentinnen und Studenten ins Herbstsemester. Das sind rund 150 mehr als im vergangenen Jahr. Ein besonders grosses und auch beabsichtigtes Wachstum verzeichnet das Medizinstudium.
3380 Studierende lassen sich derzeit in Zürich zu Medizinern ausbilden. Für Erstsemestler stehen ab diesem Semester erstmals 372 Plätze im Bachelorstudium Humanmedizin einschliesslich Chiropraktik zur Verfügung. Das sind 72 mehr als im Vorjahr.

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Vorstoss gegen Ärztemangel

Als grösste Hochschule in der Medizin wolle sich die Uni Zürich tatkräftig gegen den Ärztemangel in der Schweiz einsetzen, teilte die Hochschule am Donnerstag mit. Deshalb bilde man neu ein Viertel mehr Ärztinnen und Ärzte aus.

Von den 372 Plätzen entfallen 40 Plätze auf den so genannten «Luzerner Track» und weitere 40 Plätze auf den «St.Galler Track». Das heisst, dass diese Studierenden nach ihrem Bachelorabschluss für die klinische Ausbildung nach Luzern oder St.Gallen wechseln. Diese Partner-Unis führen die Masterstudiengänge ab dem Herbstsemester 2020 gemeinsam mit der Universität Zürich durch.

100 Millionen Franken mehr für Ausbildung

Um den Ärztemangel in der Schweiz zu beheben, hatte das Bundesparlament im vergangenen Jahr 100 Millionen Franken für zusätzliche Ausbildungsplätze bewilligt. Neben der Universität Zürich bieten deshalb auch andere Schulen mehr Ausbildungsplätze für Medizinerinnen und Mediziner.

Die Universität Freiburg bietet ab 2019 zusätzlich zu ihrem Bachelor- auch einen Masterstudiengang an. Auch die Tessiner «Università della Svizzera italiana» wird ab 2020 einen Studiengang auf Stufe Master eröffnen. Zudem beteiligen sich künftig auch die beiden ETH an der Humanmedizinausbildung.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • maria am 14.09.2017 10:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    eine chance geben

    finde ich gut. weshalb ausländische Ärzte anstellen, wenn wir auch qualifizierte Leute hätten, die aber keinen Studienplatz ergattatern

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  • Med Student am 14.09.2017 10:36 Report Diesen Beitrag melden

    Hausärztemangel

    Das weitere Studienplätze geschaffen werden ist super, jedoch löst dies unser Problem frühestens in 6-12 Jahren und es müssen noch wesentlich mehr Plätze geschaffen werden, damit der Mangel wirklich behoben werden kann. Zudem haben wir in der Schweiz einen starken Hausärztemangel und dieser wird sich in der Zukunft sogar noch verstärken, da viele der Hausärzte bald am Ende ihrer Karriere angelangt sind. Leider ziehen von meinen MitstudentInnen (Gesamtheit ca. 300) gerade mal 25 Personen in Betracht später als Allgemeinpraktiker zu praktizieren.

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  • Emil am 14.09.2017 10:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bravo

    Sollen noch mehr werden, denn es ist höchste Zeit zu Handeln.... bald werden Ärzte nur noch eingekauft anstatt ausgebildet. Ist ja billiger eine ausgebildete Kraft vom Ausland anzustellen anstatt in eigenes Personal zu investieren.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Leemann Ruedi am 15.09.2017 20:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Weniger Jus und mehr Mediner Studenten

    Mehr Mediziner und weniger Jusstudenten Man könnte die Jus Studenten um 50 % reduzieren und die Medizin Studenten um die Zahl erhöhen. Wenn man dies 10 Jahre macht gäbe es plötzlich wieder mehr Ärzte. Die 100 Milionen könnte man sparen. Aber unsere Politiker geben lieber Geld aus, es kommt ja von Steuer des Volkes.

  • Hildi am 14.09.2017 15:14 Report Diesen Beitrag melden

    Gut...

    ...wir brauchen mehr Ärzte, aber wer finanzieet das? Wir? Und KK Prämien steigen stetig mit, Arztbesuche bei hoher Franchise für Normal- oder Kleinverdiener kaum mehr bezahlbar? Bin dafür, dass die Ärzte später, wenn sie zu den Grossverdienern gehören, zumindest einen Teil zurück geben müssen.

    • Sanitäter am 14.09.2017 15:56 Report Diesen Beitrag melden

      Mehr

      Mehr Bevölkerung braucht eben mehr Ärzte und gewisse Bevölkerungsgruppen rennen eben schnell zum Arzt oder Notfallaufnahme, (Zahlen müssen wir für diese)

    • Realist am 14.09.2017 20:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Hildi

      Ah ja? Dann sollte auch alle die Schulen öffentliche Schulen absolviert haben das Geld zurückzahlen. Um ehrlich zu sein ich zahle lieber für die medizinische Studenten als für verdorbene HSG Studenten die behaupten dass sie nach dem Diplom-Abschluss nicht sus dem Bett aufstehen wenn sie nicht mind 120 000 bekommen. Ärzte sind für uns überlebenswichtig, auf Finanzjongleuere die fremdes Geld hauptsächlich in eigene Tasche schieben können wir ruhig verzichten.

    • Hildi am 15.09.2017 02:47 Report Diesen Beitrag melden

      @Realist

      Absolut Ihrer Meinung und ich bin mir um die Wichtigkeit von Ärzten bewusst. Ich finde nur, dass generell Studis mit ihrem späteren dicken Lohn künftige Studis mitfinanzieren sollten. Lehrlinge machen auch Ausbildung, liegen aber von Anfang an niemandem auf der Tasche und sind ev. später auch nie so gut gestellt. Wollen sie sich weiter bilden, müssen sie es auch selbst berappen.

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  • Beny am 14.09.2017 14:29 Report Diesen Beitrag melden

    Arzthelferin

    Lieber eine hübsche Praxisassistentin:-) Da bin ich schon gesund.

    • Caroline am 14.09.2017 14:50 Report Diesen Beitrag melden

      ebenso

      Geht mir ebenso und fühle mich wohl bei diesen Damen.

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  • marko 32 am 14.09.2017 13:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Super

    Super

  • Gnägi am 14.09.2017 13:31 Report Diesen Beitrag melden

    Nein Danke

    Ich lasse mich nicht mehr von zugezogenen Ärzten behandeln. Zu Hochnäsig, Arrogant, Besserwissend. Lieber Ve.... ich!!!

    • M. Meyer am 16.09.2017 07:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Gnägi

      Ich erinnere Sie gerne an ihr Versprechen, lieber zu ver... wenn Ihnen der A... auf Grundeis geht, weil sie zum Beispiel mit einem Herzinfarkt auf einer Notfallstation liegen. Leider kann sich das Personal nicht aussuchen, wen es behandelt. Selbst Sie werden dort, zu meinem Bedauern, die gleiche Hilfe wie all jene erhalten, die nicht so einen Käse von sich geben.

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