Roger Köppel

15. Januar 2015 18:38; Akt: 15.01.2015 18:38 Print

«Schawinski soll SRF-Talk weiterführen»

Die Eiszeit zwischen den beiden Rogers dauert zwar an. Trotzdem plädiert «Weltwoche»-Verleger Köppel dafür, dass Schawinski seinen SRF-Talk beibehält.

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Die Sendung Roger gegen Roger auf Radio 1 pausiert zurzeit immer noch. (Bild: Radio 1)

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Der Zürcher Radio-1-Chef Roger Schawinski und «Weltwoche»-Verleger Roger Köppel sind momentan nicht gut aufeinander zu sprechen. Grund dafür ist ein Nachspiel der berüchtigten Diskussion mit dem Satiriker Andreas Thiel. In der aktuellen Ausgabe der «Weltwoche» äussert sich Köppel nun mit seiner Sicht der Dinge. Ursprünglich hatte er geplant, einen kritischen Artikel über den Medienpionier Schawinski zu schreiben. Das hat Köppel zwar verworfen, trotzdem geht er nun nochmals auf die Auseinandersetzung ein.

Schawinski legte Thiel in der Sendung ein Zitat vor, das der Satiriker so zu einem früheren Zeitpunkt in der «Berner Zeitung» gesagt haben soll. Und zwar sagte er: «Muslime sind, böse gesagt, irgendwo im Übergang zwischen Neandertaler und Homo sapiens stecken geblieben.» Laut Köppel hat Schawinski aber Wörter ausgewechselt – Thiel sagte ursprünglich «Die» – und der Talker machte daraus «Muslime». Dadurch habe Schawinski den Sinn der Aussage verfälscht. Köppel schreibt in der «Weltwoche», dass «Schawinski seine journalistischen Freiheiten übel missbraucht hat».

«Je suis Roger»

Dennoch ergreift Köppel in seinem Artikel mit dem Titel «Je suis Roger» auch Partei für Schawinski – und fordert, dass er seinen Talk im SRF weiterführt. Er ist der Meinung, dass die Rücktrittsforderungen von «Blick» und NZZ zu weit gehen. «Sein Abgang wäre ein herber Verlust», da «Schawinski zu den interessantesten Reizfiguren der Öffentlichkeit» gehört, schreibt Köppel.

Unklar ist nach wie vor, was mit der von Schawinski vorübergehend abgesetzten Talk-Show «Roger gegen Roger» auf Radio 1 passiert. Schawinski wollte sich auf Anfrage nicht dazu äussern.

(fro)