Sie blieben uninformiert

28. September 2012 14:10; Akt: 28.09.2012 15:05 Print

Kein Schutz vor Asbest für 70 Zivilschützer

Die Abbrucharbeiten auf dem Zürcher Familiengartenareal Pfingstweid werden bis auf weiteres eingestellt. Zuvor hatten Zivilschützer unwissentlich ohne Maske und Schutzanzug mit asbesthaltigen Gegenständen hantiert.

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70 Zivilschützer hantierten unwissentlich und ungeschützt mit asbesthaltigen Gegenständen (Symbolbild). (Bild: Keystone/urs Flueeler)

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Am Donnerstag hatte ein Asbest-Experte das Pfingsteweid-Areal geprüft. Er stellte fest, dass die Arbeiten im Areal unter Berücksichtigung geeigneter Schutzmassnahmen weiter geführt werde könnten, wie Schutz & Rettung Zürich am Freitag mitteilte.

Am Freitagmorgen habe Schutz & Rettung die Situation mit einer spezialisierten Baufirma erneut analysiert. Zusammen mit den Experten wurde entschieden, dass der Auftrag nicht mehr weiter durch den Zivilschutz ausgeführt werde. «Schutz & Rettung möchte jegliche Verunsicherung der Zivilschutzangehörigen verhindern.»

Der Zivilschutz wird die Infrastruktur deshalb abbauen und sich zurückziehen. Wer den Rückbau des Areals nun vornimmt, muss der Auftraggeber und Mieter des Landes - der Familiengartenverein Juchhof - entscheiden.

Rund 70 Zivilschützer hatten von Montag bis Mittwoch das Familiengartenareal geräumt. Sie waren aber von den Zivilschutzchefs nicht über die potenzielle Gefahr informiert worden. Erst als am dritten Tag der Aktion zerbrochene Platten und kaputte Blumenkisten aus Eternit auf dem Areal herumlagen, wurde die Übung abgebrochen.

(sda)

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