Support für Juso

08. Mai 2013 16:41; Akt: 08.05.2013 17:50 Print

Beat Schlatter wirbt in Spot für «Bonzensteuer»

Komiker Beat Schlatter engagiert sich für die «Bonzensteuer»-Initiative der Juso. In einem Kino-Werbespot spielt er einen Superreichen, der gern mehr Steuern zahlt.

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Die Juso-Initiative für die Einführung einer «Bonzensteuer» erhält prominente Unterstützung: Der Schauspieler und Komiker Beat Schlatter tritt in einem Spot auf, der für die Initiative wirbt. Schlatter mimt darin Herrn Bonz, einen Superreichen, der mit gutem Beispiel vorangeht: Er ist bereit, mehr Steuern zu zahlen. «Mit dem Spot wollen wir auf lustige Art sagen, dass Reiche Stil haben und darum Verantwortung übernehmen und mehr Steuern zahlen wollen», erklärt Anna Serra, Co-Präsidentin der Juso Kanton Zürich.

Schlatter ist Juso-Wähler

Das Video für die Juso, für das er keine Gage verlangte, ist nicht das erste politische Engagement von Beat Schlatter, dessen Herz links schlägt. «Ich bin in einer Arbeiterfamilie aufgewachsen und Wähler der Juso.» Er sei dafür, dass die Reichen mehr von ihrem Geld an die Allgemeinheit abgeben würden. So hat Schlatter sich auch für die Abzockerinitiative engagiert. 2003 beteiligte er sich an der gegen den SVP-Übervater gerichtete Aktion «Mehr Schweiz, weniger Blocher». Mit unangenehmen Folgen: «Daraufhin hatte ich einen toten Fisch im Briefkasten», erinnert sich Schlatter.

«Schlatter irrt gewaltig»

Auch sein Einsatz für die «Bonzensteuer» kommt nicht überall gut an. «Beat Schlatter irrt sich gewaltig», findet Andri Silberschmidt, Co-Präsident der Jungfreisinnigen des Kantons Zürich und Mitglied des Komitees «Nein zur Neidsteuer». Bereits heute sei die Einkommensverteilung in der Schweiz verglichen mit dem Ausland eine der ausgeglichensten. Und Anita Borer, Präsidentin der Jungen SVP, sagt: «Wird diese Vermögenssteuer eingeführt, werden leichtsinnig Arbeitsplätze aufs Spiel gesetzt.»

Mehr noch als mit seinem politischen Engagement machte Beat Schlatter mit seinem Einsatz für den Schutz der Schweizer Bevölkerung vor Pandemien Furore. Im Auftrag des Bundesamts für Gesundheit trat er 2009 in TV-Spots auf, in denen er erklärte, wie man sich vor der Ansteckung mit der Schweinegrippe schützt:

(lüs)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Fleischroboter am 09.05.2013 10:15 Report Diesen Beitrag melden

    Vermögensungleichgewicht kills

    Ihr könnt weiterhin versuchen das Thema zu zerreden und die Konsequenzen schön zu malen soviel ihr wollt. Fakt ist, dass die sich Einkommensschere seit Jahren immer weiter öffnet. Fakt ist, dass immer mehr Vermögen von immer weniger Menschen gehalten wird. PUNKT. Steuern sind eine Methode um diesem schädlichen Ungleichgewicht entgegen zu wirken.

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  • Kurt am 09.05.2013 10:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Danke beat

    Super spot beat. Hofe man sieht sich bald mal wieder bei adele.

  • Alexa Baumann am 08.05.2013 21:44 Report Diesen Beitrag melden

    Gelungen

    Beat Schlatter ist wohl der einzige Komiker denn ich so einen Werbespot abnehme. Gelungen aber an der Urne trotzdem ohne Chance.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Ex Schlatter Fan am 10.05.2013 18:01 Report Diesen Beitrag melden

    Schade, schade Beat

    Ohje Beat, damit hast Du nun den Vogel abgeschossen. Ich werde bestimmt keinen Anlass mehr von und mit Dir besuchen. Hast Du dies wirklich nötig? Wieviel hast Du für diesen Spot erhalten? Sicher nicht wenig.

  • Kulturliebhaber am 09.05.2013 14:27 Report Diesen Beitrag melden

    Nie wieder Schlatter

    Ich werde definitiv keine CD's oder Tickets von Schlatter mehr kaufen. Dann hat er auch nicht mehr so viel einkommen ;-)

  • Rea am 09.05.2013 14:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Realitätsdenken

    So sehen die JUSO's also die Reichen? Faule Taugenichts welche auf ihren geerbten Millionen hocken? Liebe JUSO Es gibt auch reiche (ca 95%) welche sich das Vermögen erarbeitet haben , dafür geschuftet haben!

    • Mike am 10.05.2013 14:33 Report Diesen Beitrag melden

      Realität

      86% geerbt, etw 6% erarbeitet 8% gewonnen

    • Anna Graff am 10.05.2013 19:56 Report Diesen Beitrag melden

      Ja, Realitätsdenken!

      Leider sind die Reichen, wie die Juso sie sehen, die Realität. Durch Erben oder übermässiges Abzocken entstehen heutzutage in der Schweiz die meisten grossen Vermögen. Mir ist weder klar woher Sie die Zahl "ca. 95%" haben, noch wieso ihres Erachtens selbst Reiche, die ihres Vermögen "verdient" haben, nicht 1% Vermögenssteuer ab der 2. Mio. zahlen sollten. Es gibt echte Schufter in der Schweiz, die 100% arbeiten, und nicht einmal einen existenzsichernden Lohn dafür erhalten, von Vermögen (selbst sehr kleinen) können die 400'000 Working Poor nur träumen.

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  • MeTh am 09.05.2013 13:21 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Anfang

    Hier herrscht enorm viel Unwissen. Klar gibt es noch viele andere, die auch zu wenig bezahlen & andere, die noch krumme Dinge drehen. Aber hier gilt es den Anfang zu machen & ein Zeichen zu setzen

  • L.Weber am 09.05.2013 12:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Steuereinführung vs. Entlastung

    Die Schweiz hat kein Steuerdefizit sondern erzielt darüber hinaus Reserven.. Grundsätzlich sind Steuereinführungen oder Erhöhungen notwenig wenn die Staatsausgaben nicht gedeckt sind.. um einen Ausgleich zu fördern waere es sinnvoller für die unteren vermögen entlastungen einzuführen. So haben die Oberschicht nicht den Drang die Schweiz zu verlassen und der Ausgleich wird auf eine Art wieder hergestellt. Der Hype um diese Abzockerthemen basieren auf Neid und sollten nicht unterstützt werden.