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Das denkt die Welt
18. Dezember 2012 07:19; Akt: 18.12.2012 10:29 Print
Zürich – sicher, sauber und unsympathisch
Die Nutzer der Online-Plattform Trip Advisor haben weltweit 40 Städte bewertet. Das Resultat der Umfrage bestätigt ein gängiges Klischee: Zürcher sind unfreundlich.
Zürich ist sicher und sauber. Aber sympathisch - das ist die Stadt nicht. Das auf jeden Fall halten die Nutzer des Reiseportals Trip Advisor von Zürich - sie haben in einer Umfrage mit 75'000 Teilnehmenden 40 Städte auf der ganzen Welt bewertet. Als Musterstädte positionieren sich Tokio und Singapur - sie landen in fast jeder Kategorie auf einem Podestplatz. In den Kategorien Sicherheit, Sauberkeit und Öffentlicher Verkehr schneidet auch Zürich gut ab. Gehts aber um die Freundlichkeit, muss sich die Stadt mit den letzten Rängen geschlagen geben.
Bildstrecken Zürich bei Lebensqualität wieder Zweiter Peter Furrer*, warum werden Zürcher von Touristen als unfreundlich empfunden?Furrer: Erstens muss ich sagen, dass ich diese Meinung nicht teile. Aber wir Zürcher sind halt sehr fleissig, strebsam und darum oft konzentriert. Es kann deshalb sein, dass wir auf der Strasse abwesend wirken. Auf den zweiten Blick entpuppen wir uns aber als sehr liebenswert. Das Wertvolle liegt in uns verborgen.
Auch unter Schweizer geniessen die Zürcher aber nicht den besten Ruf...
Einwohner von grossen Städten werden immer eher als arrogant angesehen. Zürcher sprechen schnell und sind direkt, dass kann andere brüskieren. Dahinter steckt halt aber oft auch etwas Neid.
Wie könnten Zürcher ihr Ansehen denn aufpolieren?
Zürcher sollten vielleicht etwas mehr Lächeln! Ausserdem sollten wir alle Gäste in unserer schönen Stadt herzlich willkommen heissen und ihnen bei Fragen oder Problem weiterhelfen. (sma)
*Peter Furrer ist Statthalter der Stadtzunft Zürich
Während beispielsweise Taxifahrer in Tokio, Cancun und Singapur Lorbeeren zugesprochen bekommen, belegt Zürich in der Kategorie «Freundlichste Taxifahrer» den schlechten 36. Rang. Als unfreundlicher gelten die Dienstleister nur in Brüssel, Peking und Moskau. Das überrascht Marianne Ben Salah, Präsidentin des Zürcher Taxi-Verbandes nicht. «Das Taxi-Gewerbe hat einen schlechten Ruf.»
Den Grund sieht sie im Missverhältnis von Angebot und Nachfrage. Rund 1500 Taxifahrer kämpfen in der Stadt um die Kunden. «Die Verdienstmöglichkeiten sind schlecht, die Fahrer unzufrieden und frustriert. Das spüren die Gäste», begründet Ben Salah die Bewertung. Mit Weiterbildungen und Qualitätskursen will der Taxiverband nun die Qualität steigern und das Image des Gewerbes polieren. «Viele Taxifahrer denken nur ans Geldverdienen und vergessen, dass sie Dienstleister sind», sagt Ben Salah. «Es muss sich wirklich etwas ändern.»
Die Touristen kommen trotzdem
Qualitätskurse sollten wohl auch die Zürcher selbst besuchen. In der Kategorie «Freundlichste Einheimische» belegt Zürich den 34. Platz - immerhin noch vor Städten wie Moskau, London und Hongkong. Vergraulen die Zürcher die Touristen? «Nein», sagt Christian Trottmann, Leiter Kommunikation Zürich Tourismus. «Zürich hat bezüglich den Logiernächten von Touristen auch dieses Jahr zugelegt.» Einfach so wegstecken will man das Ranking dennoch nicht. «Solche Umfragen sind wichtig, um sich verbessern zu können», so Trottmann. Die Erkenntnisse könnten deshalb in künftige Überlegungen und Projekte einfliessen.
Was für Projekte die Tourismusverantwortlichen mit den Einheimischen planen, um ihnen ein freundlicheres Image zu verpassen, bleibt abzuwarten. Bis dahin müssen sich die Zürcher wohl damit abfinden, dass sich das auch in der Schweiz vorherrschende Klischee vom unfreundlichen Städter bestätigt. «Wichtig wäre es, das Wähler-Profil der Umfrage zu kennen», wendet Trottmann ein. Stimmt - gibt es unter den 75'000 Teilnehmenden überdurchschnittlich viele Schweizer, die nicht in Zürich wohnen, hat vielleicht der Kantönligeist zugeschlagen.
(dwi)
Obwohl ich das Resultat nicht wirklich überraschend finde, bin ich als Aargauer nicht der Meinung, dass es zutreffend ist. Ich denke, viele vermischen den Zürcher Bahnhof / die Bahnhofstrasse mit Zürich als ganzem. Am BHF ist es halt ungemütlich, da wird geschubst, gestossen, gedrängelt...halt so gut wie jede Aktion durchgeführt welche jemandem auf den Sack gehen kann. Als Beschreibung über den 0815-Standard-Zürcher taugt dies allerdings wenig. – Rafael
Vielleicht sollte jeder einzelne Zürcher sich nicht so verhalten, als ob er/sie das Rad erfunden hätte. Die Welt dreht sich auch ohne euch im Kreis. Damit wäre das Raking auch gleich besser ausgefallen. Selbst wohne ich in Zürich-Oerlikon. – Stadtzürcher
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Wichtigtuer und Möchtegern-Zürcher
Gibt es überhaupt noch "echte" Zürcher in Zürich? Mich als Zürcher macht diese krankhafte Hektik und vorherrschende Unfreundlichkeit krank. Ich meide Zürich immer mehr. Herzlichen Dank an all die Wichtigtuer und "Möchtegern"-Zürcher, die unseren Ruf zunichte machen!
Nur die Stadt
Zugegeben die Stadtzürcher sind nicht soooooo sympathisch. Allerdings sollte man nicht alle Zürcher in den gleichen Topf werfen. Die Leute auf dem Land sind meist sehr freundlich
Sympathische Zürcher
Also ich muss jetz mal die Zürcher in Schutz nehmen.... Ich habe bisher echte Zürcher kennengelernt und sie sind herzlich und weltoffen. Ich bin vor drei Jahren aus Deutschland hierhergezogen und hab nur positives erlebt mit Zürchern. Ich mag die Zürcher egal ob echte oder mit Migrationshintergrund:-)