Zürich duchnässt

22. Juni 2012 12:42; Akt: 22.06.2012 14:59 Print

Die Dreissig-Minuten-DuscheDie Dreissig-Minuten-Dusche

von Annette Hirschberg - 18 Liter Regen pro Quadratmeter fielen gestern innert kürzester Zeit auf Zürich. Ein nasser Bahnhof und überflutete Strassen waren die Folge – sowie ein Surfer in Seenot.

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Nach dem heftigen Gewitter verwandelt sich die Rosengartenstrasse in Zürich in einen reissenden Fluss. (Quelle: Leser-Reporter) Im Grossformat auf dem Videoportal Videoportal
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Nur gerade eine halbe Stunde dauerte das Gewitter in der Stadt Zürich gestern Abend. Doch dabei sind 18 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen. «Das ist eine enorme Menge Wasser, die da innert kurzer Zeit herunterkam», sagt Reto Vögeli, Meteorologe bei Meteo News. Zahlreiche Keller liefen voll, das Kanalsystem überlief, das Wasser sprudelte an zahlreichen Stellen wieder auf die Strassen (siehe Video weiter unten). Dadurch wurden Kanaldeckel weggedrückt, worauf sich Strassen in reissende Flüsse verwandelten – so etwa die Weingarten- oder auch die Rosengartenstrasse. «Der Bus und die anderen Autos mussten auf der Rosengartenstrasse schwimmen lernen», berichtet ein Leser-Reporter mit einem Augenzwinkern.

Auch beim S-Bahnhof am Zürcher HB ergoss sich aufgrund des heftigen Regens erneut Wasser auf das Perron (siehe Video). «Unsere Regenabläufe wurden überschwemmt, da suchte sich das Wasser einen Weg und rieselte beim Perron der Gleise 41/42 herab», bestätigte SBB-Sprecherin Lea Meyer. Um das künftig zu vermeiden, werde man die Regenrinnen nochmals kontrollieren. «Aber bei so starken Regenfällen sind die Abläufe irgendwann voll», sagt Meyer.

Surfer in Seenot

Doch nicht nur enorme Regenmengen prasselten auf die Kantonshauptstadt ein, auf dem Zürichberg wurden auch Spitzenwindgeschwindigkeiten von 132 Kilometern pro Stunde gemessen. Dennoch wagte sich ein Surfer bei Wädenswil auf den Zürichsee. Er geriet prompt in Seenot und musste von der Seepolizei gerettet werden. «Er war nicht am Ertrinken, aber es herrschten gewaltige Windgeschwindigkeiten», sagt Stefan Oberlin, Mediensprecher der Kantonspolizei Zürich.

Georges Zehnder, Präsident des Windsurfing Clubs Greifensee, kann nicht verstehen, wieso der Surfer auf den See ging. «Windgeschwindigkeiten wie die gestern von 8 bis 9 Beaufort sind nicht mehr stehbar», sagt er. Besonders Amateure befänden sich da im Risikobereich. «Ausserdem blitzte es, da fährt man nicht mehr», so Zehnder. Surfer seines Clubs wollten auch auf den Greifensee gehen. «Doch nach der Beurteilung der Lage entschied man sich dagegen.»


Wasser prasselt auf die Gleise 41/42 im Zürcher S-Bahnhof:
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(Quelle: Leser-Reporter)


An der Zürcher Weinbergstrasse hob das viele Wasser gar Kanaldeckel und spritzte wieder hinaus:
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(Quelle: Leser-Reporter)


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  • R. Hess am 24.06.2012 18:31 Report Diesen Beitrag melden

    Monsun

    Joee so herzig :-) kommt mal nach Thailand in der Regenzeit, dann erlebt ihr aber was !!! Das ist nichts dagegen :-)

  • Ezekiel am 24.06.2012 12:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Meine Fr....

    Bin selber Windsurfer, sich bei Gewitter auf dem See aufzuhalten ist fahrlässig! Und 8-9 Bf ist brutal, bin gerade am surfen und hatte gestern 27 Knoten, was ca. 6 Bf sind, inkl. 1.5 M shorebreak war das zwar heftig, aber gerade noch ok. 9 Bf ist knapp unter Orkanstärke, da gehen NUR noch die Pro's aufs Wasser.

  • Aargau am 24.06.2012 12:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nass ?!

    Also im Aargau war von Gewitter und Regen nix zu sehen