Ranger sind alarmiert

09. Mai 2018 07:19; Akt: 17.05.2018 12:04 Print

Abfall und Wildparkierer am Katzensee

von T. Mathis - Wildparkierer und Ausflügler, die sich im Naturschutzgebiet ausbreiten und ihren Güsel hinterlassen: Naturschützer sind alarmiert über die Zustände am Katzensee.

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Vierzig illegal parkierte Autos hat ein Ranger beim Katzensee am letzten Samstag gezählt. Die Fahrzeuge standen teilweise in der Wiese des Naturschutzgebiets Hänsiried. «Diese Situation ist unhaltbar», sagt Franziska Blum, Rangerin am Katzensee und Präsidentin des Naturschutzvereins Regensdorf.

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Das Problem habe sich in den vergangenen Monaten verschärft, da der grosse Parkplatz am See wegen einer Baustelle vorübergehend gesperrt ist. Besonders schlimm sei es am Abend und am Wochenende. «Wenn meine Kollegen oder ich die Polizei rufen, kommt sie nicht jedes Mal.»

Stadtpolizei kontrolliert regelmässig

Das illegale Parkieren rund um den Katzensee werde scheinbar geduldet: «Das ist sehr störend. Man fühlt sich nicht ernst genommen.» Die Stadtpolizei sagt hingegen auf Anfrage, dass sie regelmässig kontrolliere und Bussen verteile.

Die Parksünder sind aber nicht das einzige Problem um den Katzensee, wie Blum sagt: «Das Katzenseegebiet ist bei schönem Wetter hoffnungslos überlastet. Es ist fraglich, ob man das Schutzgebiet erhalten kann.» In den vergangenen Jahren habe der Druck stetig zugenommen, unter anderem durch den Bauboom in der Region.

Besucher gehen in geschützte Zonen

«Regelmässig müssen die Ranger Besucher aus den streng geschützten Schutzzonen herausholen. Diese Personen lassen sogar Abfall und illegale Feuerstellen zurück», so Blum. Für sie als Rangerin sei das frustrierend. Vielen sei nicht bewusst, dass der Katzensee in einem Naturschutzgebiet liegt.

Die Badi am Katzensee sei nur ein Zugeständnis. Es mangle in der Region an alternativen Erholungsangeboten. «Das Gebiet ist aber unbedingt schützenswert: Nirgends leben vor den Toren der Stadt so viele geschützte Pflanzen und Vögel auf der Roten Liste an einem Ort.»

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Coco404 am 09.05.2018 07:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Einfache Lösung

    Abschleppen lassen. Aufhören zu diskutieren!

  • Autofahrer am 09.05.2018 07:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nur eine Idee...

    Der Staat sieht bei der Zuwanderung ja nur Steuereinnahmen....die Nachteile merkt der Bürger an allen Ecken und Enden....und darf dann noch mehr Steuern betahlen um die angeblichen Folgen mit Geld abzugelten.

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  • Knut am 09.05.2018 07:39 Report Diesen Beitrag melden

    Es ist fraglich,

    Es ist fraglich, ob man das Schutzgebiet erhalten kann? Geht's noch? Der Mensch hat sich anzupassen und nicht das Schutzgebiet... 200 Franken Bussen würden die Probleme ziemlich rasch lösen und man könnte sogar mehr Ranger mit dem Geld anstellen oder im Ausbau des Schutzgebietes.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Ingelbach am 10.05.2018 19:41 Report Diesen Beitrag melden

    Wohin den sonst??

    Man macht Werbung und dann wundert man sich dass die Leute kommen... Die ganzen Medien machten Werbung für die Schönheit der Natur usw. dazu noch der ganze Gesundheitswahn und Politische Korrektheit. Nun, früher ging man halt ins Strassencafe am Wochenende oder in den Ausgang. Engangierte sich bei Zigarrette und Getränk in Diskussionen. Oder präsentierte sich mit schickem Gefährt und Kleidern vor dem Restaurant... Alles heute natürlich ein No-Go. Politisch und Gesellschaftlich bekämpft von den gleichen welche jetzt wieder jammern.. Lasst die Leute endlich mal leben!

  • Beat am 10.05.2018 13:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Es geht nur mit Härte

    Man könnte das Gebiet mit Tretmienen ausstatten , die bei Tieren nicht auslösen , bei Erwachsenen aber schon. Nach ein oder zwei Unfällen wäre das Gebiet sicher geschützt und bei den Autos abschleppen, versteigern und den Erlös dem Naturschutz zukommen lassen.

  • Urs Müller am 10.05.2018 12:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bahnanschluss

    im Moment ist eine Bahngeleise für die Gubristbaustelle erstelllt. Diese könte man ausbauen und somit eine "Haltestelle Katzensee" eröffnen.

  • Reto am 10.05.2018 11:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Klartext

    Hilflos überforderte Ranger und Polizisten. Würde Konsequent dagegen vorgegangen und Bussen verteilt ist innert kürzester Zeit die Ordnung wieder hergestellt. Auch Littering muss aufs härteste bestraft werden. Die Leute haben heutzutage keinen Anstand ,Respekt und Erziehung mehr vor Mitmenschen und der Natur. Traurig.

    • Martin am 10.05.2018 13:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Reto

      Aber nur wenn die Bussen hoch genug sind. Viele rechnen eine eventuelle Busse mit ein. Diese Autos gehören abgeschleppt und verwertet. Das tut weh und verhindert Nachahmer.

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  • Seebuäb am 10.05.2018 09:44 Report Diesen Beitrag melden

    Greifensee

    Am Greifensee ists genau gleich aber wieso müssen alle am Weekend an See? Und alle Jahre mehr ohne Zuwanderer ja es kommen sogar solche die in Deutschland wohnen am Sonntag an Greifensee