Anzeige auf Airbnb

06. Mai 2018 12:35; Akt: 08.05.2018 17:40 Print

Touristen mieten Zimmer in besetzten Häusern

Studenten in zwischengenutzten Liegenschaften vermieten ihre Zimmer online an Touristen. Weil sie kaum Miete bezahlen, verdienen sie damit Geld.

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An der Freiestrasse in Zürich wird ein Zimmer in einem besetzten Haus vermietet. (Bild: Screenshot)

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In Winterthur und Zürich können Touristen Zimmer in besetzten und zwischengenutzten Gebäuden mieten. Unter anderem auf der Online-Plattform Airbnb gibt es mehrere entsprechende Angebote. Die Inserenten aus der linksautonomen Szene zahlen selbst nur wenig oder gar keine Miete, schlagen mit der Vermietung aber viel Profit.

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Ein Insider sagt der «NZZ am Sonntag», dass die Praxis, die in Deutschland bereits üblich ist, auch in der Schweiz immer häufiger praktiziert werde. Bei Airbnb heisst es, dass bei Hinweisen auf unrechtmässige Vermietungen die Anzeigen gelöscht werden. Doch da sich Hausbesetzer nicht in einem Mietverhältnis befinden, werden Fälle meist nur von Gästen gemeldet, die nicht in abbruchreifen Gebäuden logieren wollen, so die Sonntagszeitung.

Für 45 Franken pro Tag

Ein Zimmer in einer zwischengenutzten Liegenschaft gibt es beispielsweise an der Freiestrasse in Zürich. Der Student wirbt mit der Nähe zu See und Bahnhof, weist aber auch darauf hin, dass «Lärm-Potenzial» besteht. Zu haben ist das Zimmer mit Doppelbett für 45 Franken pro Tag. Die Besitzerin der Liegenschaft sagt der «NZZ am Sonntag», man störe sich nicht an dieser Praxis.

«Dass Touristen ein Zimmer in besetzten und zwischengenutzten Liegenschaften angeboten wird, höre ich zum ersten Mal», sagt Walter Angst, AL-Politiker und Präsident des Stadtzürcher Mieterverbandes. Mit einem Preis von 45 Franken orientiere sich das Angebot an der Übernachtung in einem 6-Bettzimmer der Jugendherberge. «Von Bereicherung kann sicher nicht gesprochen werden. Deshalb kann ich im Angebot auch keinen Skandal erkennen.» Für die Eigentümer gebe es keinen Grund für eine Intervention.

«Geschäftsmodell ist entlarvend»

Michael Schmid, Fraktionschef der FDP Stadt Zürich, ist anderer Meinung: «Dieses neue Geschäftsmodell ist entlarvend für die Szene.» Hausbesetzer gäben sich sozial, versuchten aber mit fremdem Eigentum Geld zu erwirtschaften. «Das geht nicht. Bei null Aufwand 45 Franken zu verlangen, ist eindeutig zu viel.»

(tam)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Dumby am 06.05.2018 13:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    DER Brüller!

    Der Brüller! Gegen den Abzockerstaat und Kapitalisten wettern und dann genau das machen was sie angeblich nervt! Ich schmeiss mich weg vor Lachen auch wenns nicht lustig ist...

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  • KometvonHelvetien am 06.05.2018 13:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Peinlich

    Gegen Kapitalismus schimpfen aber selbst davon profitieren.

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  • kritischer Senior am 06.05.2018 12:50 Report Diesen Beitrag melden

    Vermieter=Kapitalisten??

    ist das mit dem linken Gedankengut vereinbar? Gelten Vermieter in den Kreisen nicht meist als Kapitalisten?

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Tinu am 08.05.2018 20:44 Report Diesen Beitrag melden

    Schon gesehen?

    Die Berner Reithalle ist auch auf AirB&B ausgeschrieben!

  • L. Acher am 06.05.2018 19:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Hausbesetzer

    Auch in linken Kreisen regiert die Gier. Wer hätte das gedacht?

  • Nobody am 06.05.2018 18:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    absurde Regeln

    Das Problem sollte eigentlich an den Wurzeln gelöst werden: Besetzte Häuser müssten umgehend geräumt werden. Aber nein man lässt die Besetzer gewähren und der Besitzer lässt man im Stich bzw. macht ihm mit absurden Regeln das Leben schwer und verlangt für das Haus noch Steuern.

  • Peter M am 06.05.2018 18:42 Report Diesen Beitrag melden

    Steuerbehörde schaut zu

    Eigentlich verdient jeder mit Airbnb schwarz dazu. Der Fiskus schaut einfach nur zu statt was zu unternehmen. Langsam komme ich mir als normaler ehrlicher Steuerzahler Recht verschaukelt vor.

  • G. Pereu am 06.05.2018 18:41 Report Diesen Beitrag melden

    Nachedacht

    Objektiv ist Besetzung ein Diebstahl zum Gebrauch. Folglich ist die Vermietung eines besetzten Gebäudes Heelerei. Aber für links-hrün Zürich ist dies ja OK