An Streetparade

29. November 2012 20:34; Akt: 29.11.2012 20:35 Print

Deutscher stürzte übel - Schweizer verurteilt

von Deborah Sutter - Ein 19-Jähriger schubste an der Streetparade einen jungen Mann, so dass dieser in die Tiefe fiel. Jetzt hat ihn das Gericht wegen fahrlässiger schwerer Körperverletzung verurteilt.

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Der Angeklagte auf dem Gang zum Gericht. (Bild: SUT)

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Die beiden jungen Männer waren stark angetrunken, als sie sich in Zürich an der Streetparade 2011 bei der Kantonsschule Hohe Promenade begegneten: Der damals 22-jährige Deutsche Hugo Z.* machte einen Spruch über den farbigen Ganzkörperanzug, den der 19-jährige Aargauer Remo K.* für die Technoparade trug. Die beiden begannen sich zu schubsen. Laut Anklageschrift endete dies fatal: Z. taumelte rückwärts über einen Zaun, stürzte acht Meter eine Mauer hinab auf das Trottoir. Durch den Sturz wurde Z. lebensgefährlich verletzt.

Reue vor Gericht

Gestern stand K. vor Gericht. «Mir tut das aufrichtig leid – seither trinke ich keinen Alkohol mehr an Grossanlässen», sagte er. Der Staatsanwalt forderte wegen fahrlässiger schwerer Körperverletzung 18 Monate Haft sowie eine Busse von 1000 Franken. «Es ist einzig glücklicher Fügung zu verdanken, dass der Geschädigte den Sturz überlebte.» Der Verteidiger hingegen plädierte auf Freispruch: «Was da passiert ist, war nicht voraussehbar für den Angeklagten.»

Der Hag habe eine grosse Rolle gespielt: «Wäre der Zaun höher gewesen, wäre Z. nicht in die Tiefe gestürzt.» Das Gericht verurteilte den Angeklagten jedoch wegen fahrlässiger schwerer Körperverletzung zu einer bedingten Geldstrafe von 180 Tagessätzen à 80 Franken.

*Namen geändert

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