48 Tonnen schwer

03. Januar 2018 19:02; Akt: 03.01.2018 19:27 Print

Zürcher Flughafen hat neuen Löschgiganten

Vor zehn Jahren haben die Rettungskräfte des Flughafens Zürich und der Stadt Zürich fusioniert. Als Jubiläumsgeschenk erhielt die Feuerwehr am Mittwoch ein neues Löschfahrzeug.

So sieht das neue Super-Löschfahrzeug mit dem Namen Z8 aus.
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Es ist das erste von insgesamt sieben neuen Fahrzeugen, die die Zürcher Berufsfeuerwehr in den kommenden drei Jahren im Rahmen der Flottenerneuerung erhält. Das rund 1,75 Millionen Franken teure «Z8» ist das grösste und schwerste Feuerwehrfahrzeug der Schweiz. Es passt damit zur grössten Schweizer Berufsfeuerwehr, die vor zehn Jahren durch die Fusion entstanden ist.

Der Zürcher Stadtrat Richard Wolff (AL) zeigte sich von der Investition überzeugt. «Die Rettungskräfte auf dem Flughafen müssen bereit sein», sagte er. Schliesslich seien alle froh, wenn am Flughafen das notwendige Material vorhanden sei und es ein Netzwerk gebe, das funktioniere.

1250 PS und 48 Tonnen schwer

Beim «Z8» handle es sich um einen Löschgiganten der Superlative: Das Ziegler-Fahrzeug ist 48 Tonnen schwer, fasst 12'500 Liter Wasser respektive 1500 Liter im Schaummitteltank, und die Löschpumpe hat eine Kapazität von 10'000 Litern pro Minute. 1250 PS beschleunigen das «Z8» auf maximal 140 km/h. Das ist wichtig für den Flughafen: Innert drei Minuten müssen über 32'000 Liter Wasser an jeden Ort des Areals gebracht werden können.

Das Löschfahrzeug wird von zwei Personen bedient - im Notfall aber auch nur von einer. Andreas Lochmeier von der Wache Flughafen ist mit dem «Z8» zufrieden: «Es ist perfekt für uns.»

Zürich Nord besser versorgt

Während der Sturm Burglind in der Schweiz wütete und die Einsatzkräfte forderte, zog Richard Wolff eine Bilanz über die Fusion der Rettungskräfte der heutigen Flughafen Zürich AG und Schutz & Rettung Zürich (SRZ). «Der mutige Schritt war richtig», sagte er. «Die Voraussagen über die Vorteile der Fusion haben sich bewahrheitet.»

So sei Zürich Nord heute besser versorgt. Es hätten sich viele Synergien ergeben, und die Rettungskräfte seien flexibler in der Disposition ihrer Einsatzmittel.

Der Stadtrat sprach von einem Signal für die restliche Schweiz: Zürich habe gezeigt, dass die Fusion von Rettungsorganisationen möglich sei und Sinn mache. Sie könnten nun effizienter funktionieren.

Heute verfügt Zürich dank der Fusion der privatwirtschaftlichen und staatlichen Organisationen über den grössten und einsatzstärksten Rettungsdienst sowie über die grösste Berufsfeuerwehr der Schweiz. «Niemand leistet mehr Einsätze», sagte Peter Wullschleger, Kommandant Feuerwehr und Zivilschutz von SRZ. Das ist gerade an «einem Grosskampftag wie heute» ein grosser Vorteil.

Weitere Verbesserung mit neuer Wache

Hintergrund des Zusammenschlusses, der die Berufsfeuerwehr, den Rettungsdienst und die Einsatzleitzentrale umfasste, war der Druck auf die Rettungskräfte, sich mehr zu professionalisieren - aus organisatorischen und gesetzgeberischen Gründen.

Zudem war Zürich Nord unterversorgt. «Die Rettungskräfte konnten nicht in der vorgegebenen Zeit vor Ort sein», sagte Wolff. Dank der Versorgung vom Flughafen her haben sich die Einsatzzeiten verbessert. Und sie sollen dank der neuen Wache Nord, die ab 2024 in Betrieb sein soll, noch besser werden.

Vertrag frühzeitig um fünf Jahre verlängert

Auch Hanspeter Fehr, Direktor SRZ, zeigte sich zufrieden: «Die Zusammenarbeit hat sich bewährt.» Deshalb habe man den Vertrag zwischen SRZ und dem Flughafen frühzeitig um fünf Jahre verlängert.

Der Vertrag regelt, welche Aufgaben SRZ auf dem Flughafen übernimmt. Im Gegenzug bezahlt der Flughafen jährlich 21 Millionen Franken an SRZ.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Patric Hurschler am 03.01.2018 19:48 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    und schon wieder...

    Und schon wieder muss ich Google nutzen um Bilder zu sehen anstatt des Videos. Ein Dankeschön an die Redaktion

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  • Daniel Welti am 03.01.2018 19:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gross aber nicht der grösste

    Er ist zwar gross aber nicht der grösste, dieser steht am Flughafen Genf, hat 12'500 Liter Wasser, 1'500 kg Schaum umd 250 kg Pulver. 1'400 PS beschleunigen die 52 Tonnen von 0 auf 80 km/h in 26 Sekunden, wurde von Rosenbauer in Österreich gebaut und nennt sich Panther 8x8. In der Schweiz sind über 10 Stück von diesem gewaltigem Fahrzeug bei Flughäfen im Einsatz

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  • Reto Etter am 03.01.2018 19:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Danke euch und Frohes Jubiläum

    Danke für euren tollen Job ohne euch hätten hier einige nicht nur Geldsorgen ;-)

Die neusten Leser-Kommentare

  • hico am 04.01.2018 15:58 Report Diesen Beitrag melden

    ????

    Fasst 12'500 Liter Wasser respektive 1500 Liter im Schaummitteltank, und die Löschpumpe hat eine Kapazität von 10'000 Litern pro Minute. Ist der dann in gut 1 Minute leer?

  • Konrad am 04.01.2018 00:47 Report Diesen Beitrag melden

    Was ist jetzt richtig?

    Es wird immer von Z8 geschrieben, aber auf dem Auto steht eine 9

    • Markus im AG am 04.01.2018 00:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Konrad

      Konrad: Z8 ist die Ausführung des Fahrzeuges. Z = Ziegler 8= interne Numer wird für Flugfeldlöschfahrzeuge angewendet welche Typenausführung dahintersteckt. ( Ziegler Hompage aufsuchen da findest noch genauere Erkentnisse) Die 9 ist die Fahrzeugnumer gültig im Klotener Schema.

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  • Provinz 1 am 04.01.2018 00:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Vergoldetes Zürich

    Toll und die Feuerwehr in der Provinz muss mit den ältesten Mühlen und vergammelten Material Arbeit. Typisch Zürich und Umgebung wird noch mehr Vergoldet.

    • Forster am 04.01.2018 09:20 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Provinz 1

      Ja, Hinterpfupfingen benötigt ja auch unbedingt ein neues Flugfeldlöschfahrzeug!

    • Skywalker99 am 04.01.2018 12:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Provinz 1

      was den Flughafen angeht, gibt es eben internationale Standards deren Einhaltung strikte überwacht wird. Gut so, für uns alle.

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  • Firefighter am 03.01.2018 23:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gratulation

    Gratuliere zu diesem Fahrzeug! Ein Grund mehr für Schutz und Rettung die kleinen Feuerwehren in den Dörfern runterzumachen, die mit kleineren Fahrzeugen und Material auskommen müssen. Ja, wir brauchen nicht solche Fahrzeuge aber wir brauchen auch nicht diese Arroganz. Ohne uns Freiwilligen würden auch sie ganz schön alt aussehen.

    • Besser Wisser am 03.01.2018 23:35 Report Diesen Beitrag melden

      (Fast) Alle Helfer sind Helden.

      SRZ unterstützt euch auch kaum in eurer Ausbildung. Auch geben sie kaum was von Ihrer grossen Erfahrung weiter an euch. Auch die Ausbildungszentren werden nicht grösstenteils von SRZ finanziert. (Fretig Ironie). Man ist deine Meinung kleinkariert und peinlich. Bist wohl aus dem einen odee anderen Grund nicht bei einer Berufsfeuerwehr untergekommen. Warum wundert mich das nicht?

    • Danke am 03.01.2018 23:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Firefighter

      Warum so feindselig? Mit dem neuen Projekt der neuen Wachen wird der Status der Milizfeuerwehren in der Stadt bewusst gefördert und die Zusammenarbeit mit der Berufsfeuerwehr verstärkt. Ohne die Milizfeuerwehren funktioniert kein System und das weiss und fördert Schutz & Rettung bewusst.

    • Zürch Er am 04.01.2018 00:51 Report Diesen Beitrag melden

      Was ist denn hier los?

      Sorry, aber das ist Kindergarten Niveau und nicht mehr die Schweiz, wie sie einmal war.

    • Skywalker99 am 04.01.2018 13:00 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Danke

      letztere Aussage möchte ich sehr bezweifeln.

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  • Basler Weisheit am 03.01.2018 22:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Na und?

    Bringt viel wenns windet